Mi

18

Okt

2017

Christoph Marzi - Die wundersame Geschichte der Faye Archer

Autor: Christoph Marzi
Verlag: Heyne
Seitenanzahl:
384
ISBN:
978-3-453-52992-2
E-Book-ISBN:
978-3-641-10091-9
Internetseite des Verlags:
https://www.randomhouse.de/Paperback/Die-wundersame-Geschichte-der-Faye-Archer/Christoph-Marzi/Heyne/e404171.rhd#biblios

 

Aufmachung des Buches
In großer, regenbogenfarbener Schreibschrift steht der Buchtitel „Die wundersame Geschichte der Faye Archer“ von Christoph Marzi auf dem Buchdeckel. Unterhalb des Titels ist eine Zeichnung von einer Straße in Brooklyn. Die linke Straßenseite zeigt eine winterliche und die rechte eine frühlingshafte Szene. Die Buchgestaltung gefällt mir sehr gut und passt auch zum Inhalt der Geschichte.

 

Inhalt

„Geschichten sind wie Melodien!“
Diese Worte hört Musikerin Faye in der Buchhandlung, in der sie arbeitet, von einem unbekannten Mann. Leider sieht sie ihn nur noch den Laden verlassend. Doch dieser Satz erweckt in Faye Gefühle und sie muss den Mann unbedingt finden. Glücklicherweise hat dieser sein Notizbuch vergessen in dem auch sein Name steht: Alex Hobdon. Faye sucht ihn übers Internet und wird fündig. Ein Mailaustausch mit Alex beginnt. Es scheint, dass sie sich bald treffen werden, wenn Alex von einer Messe in Chicago zurück ist. Doch dann kommen Faye plötzlich Zweifel, denn merkwürdigerweise glaubt sie Alex gesehen zu haben, obwohl er doch in Chicago ist. Faye wird zunehmend misstrauisch und versteht nicht, welches Spiel Alex spielt…

 

Meine Meinung
„Die wundersame Geschichte der Faye Archer“ lag nun schon lange auf meinem SuB und ich hatte mir für dieses Jahr das Ziel gesetzt, das Buch endlich zu lesen. Nun hat das Jahr auch nicht mehr so viele Monate und es wurde Zeit sich endlich diesem Roman von Christoph Marzi zu widmen. Es war sogar eine gute Entscheidung die Geschichte jetzt zu lesen, denn sie spielt im Herbst.

 

Faye Archer lebt seit ein paar Jahren in Brooklyn und ist eigentlich Musikerin. Derzeit arbeitet sie in der Buchhandlung von Mica, den sie beim Yoga kennengelernt hat. Fayes Leidenschaft zur Musik wird in der Geschichte sehr deutlich. Es steht ein Konzert für sie bevor, doch ihr fehlen noch Songs mangels Einfälle. Bald bekommt sie Inspirationen für Lieder, denn durch einen einzigen Satz, den sie in der Buchhandlung von einem Unbekannten hört, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. „Geschichten sind wie Melodien“ sagt Alex Hobdon und um Faye ist es geschehen. Sie muss ihn unbedingt kennenlernen und versucht durch ein liegen gebliebenes Notizbuch Kontakt zu ihm aufzunehmen. Hier beginnt eine wundersame Geschichte für Faye. Alex und sie verstehen sich in den Mails fabelhaft und so steht einem Treffen auch nichts im Wege. Alex ist für ein paar Tage aber verreist und möchte Faye danach kennenlernen. Diese ist glücklich, doch dann meint sie Alex in New York gesehen zu haben, obwohl er doch angeblich in Chicago ist. Ihre Zweifel und Misstrauen scheinen sich auch zu bestätigen. Doch welches Spiel treibt Alex? Faye fällt von einem Glücksmoment in ein tiefes Loch. Das einzig Gute dabei ist, dass sie hierbei inspiriert wird, neue Songs zu entwickeln. Als Leserin litt ich mit Faye und überlegte, was mit Alex los sein könnte. Ich war gespannt, auf was es hinaus laufen wird und war über das Ergebnis sehr überrascht. Es wird auf jeden Fall „fantastisch“…

 

Faye wird erkennen müssen, dass nicht jeder Mensch in ihrem Leben es ernst mit ihr meint. Es ist traurig mitzuerleben, dass in ihrem Freundeskreis jemand ist, der falsch mit ihr spielt. Das ist schon hart, denn eigentlich hofft man ja immer über wahre Freundschaften und keine unechten.

 

Als Charakter hat mir Mica sehr gut gefallen. Er liebt sein Yoga, aber auch Comics. Er gibt Faye auch immer mal wieder lehrreiche Weisheiten oder Ratschläge aus denen man nicht immer schlau werden kann.

 

Dana ist Fayes „beste“ Freundin. Durch ihre unterschiedlichen Charaktere hätten sie sich wohl nie angefreundet. Doch durch einen stecken gebliebenem Aufzug, lernen die beiden sich kennen und werden Freundinnen. So braucht Faye in ihrer jetzigen Situation immer wieder Hilfe von Dana. Diese ist allerdings oft höchstbeschäftig und findet während ihrem Job nicht immer die Zeit. Bei Dana wusste ich lange nicht, was ich von ihr halten soll. Am Ende war meine Meinung klar.

 

Die Handlung hat mir gut gefallen. Ich war gespannt, wie sich die Geschichte mit Faye und Alex entwickelt. Das Ende des Buches ging mir etwas schnell. Ich finde, ein Epilog hätte den Roman abgerundet.

 

Die Beschreibung von Brooklyn hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mir den New Yorker Stadtteil sehr gut vorstellen, vor allem kennt man ihn auch aus Film und Fernsehen. Hier muss ich irgendwie an die Häuser aus How I met your mother denken ;-).

 

„Frühstück bei Tiffany“ ist auch ein Thema in diesem Buch. Natürlich hab ich den Film schon gesehen, aber das Buch kenne ich nicht. Ein bisschen neugierig bin ich nun doch geworden, es vielleicht irgendwann mal zu lesen.

 

Mein Fazit
„Die wundersame Geschichte von Faye Archer“ ist ein guter Roman mit wundervollen Momenten im wahrsten Sinne des Wortes. Die Handlung bewegt sich in eine Richtung mit der ich zu Beginn nicht gerechnet habe. Von mir bekommt das Buch vier Sterne.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Mo

09

Okt

2017

Marie Graßhoff - Weltasche -

 

Weltasche - Über das Gift an Quallenmembranen

 

Allgemeine Infos: 

Autor: Marie Graßhoff 
Verlag: Drachenmond Verlag
Preis: 19,90 EUR  
Seitenzahl: 756 Seiten
ISBN: 978-3959917025
Internetseite des Verlags: 
https://www.drachenmond.de/titel/weltasche/

Inhalt:  

 

Die Handlung knüpft zeitnah an Kernstaub an. Mara macht sich mit den Wächtern auf den Weg ihre Qualle unter Tausenden im Meer zu suchen. Dies gestaltet sich schwieriger als erwartet, vor allem da Mara seit ihrer Begegnung mit dem Kern bzw. seit dieser sie berührt hat, ihre Kräfte als Kernstaub wieder verloren hat und sich erneut schwach fühlt.

Die Reise zum Meer schwächt sie körperlich ebenfalls. Kurz vorm Ziel A’ens Seele zu finden, wird Mara von merkwürdigen Fremden entführt, die der Ansicht sind, die Kräfte des Kernstaubs könnten eine Verbindung zu einer Art Gottheit darstellen.

 

Kann Mara entkommen und A‘ens Seele retten?

Was wurde aus Glen und den anderen? Werden Sie sich wieder sehen? Und was hat es mit dieser seltsamen neuen Gottheit auf sich?

 

Meine Meinung:

 

Auch dieser Teil hat erneut wieder viele Handlungsstränge aus unterschiedlichen Sichtweisen. Die Inhaltsangabe wurde von mir bewusst kurz gefasst, um nicht zu viel zu verraten, weil sich hier jeder Leser meiner Ansicht nach selbst seine Gedanken zu machen soll. Grade am Anfang war ich über gewisse Handlungsstränge sehr verwirrt, weil vieles einfach keinen Sinn ergab und ich mich beim Lesen mehrfach fragte, was dies alles soll. Hierdurch wurde der Lesefluss bei mir sehr gestört, weil ich einfach nicht durchblickte. Nach den ersten ca. 150 Seiten versuchte ich mich jedoch ganz auf die Handlung einzulassen und meine Verwirrtheit auszublenden. Und ich muss sagen es hat sich wirklich gelohnt. Die Auflösung des Ganzen hat mich sehr beeindruckt und ich war begeistert.

 

Man erfährt in diesem Teil viel mehr aus der Zeit um den dritten Weltkrieg und vor allem auch vor Ausbruch des vierten Weltkriegs und wie Glen, Sia und die anderen hierin wohl verwickelt waren. Ebenso erfährt man viel mehr über die Himmelsstädte und dessen Bewohner. Diese Kapitel haben mir besonders gefallen.

Es wurden einige Fragen in diesem Teil beantwortet und letztlich noch viel mehr neue aufgeworfen, was einen sehnlichst auf den zweiten Teil von Weltasche warten lässt.

 

Die Sprachgewalt von Marie Graßhoff war erneut unglaublich. Ich finde es immer noch zutiefst beeindruckend wie Marie mit den Worten umgeht und welche komplexe und trotzdem anschauliche Welt sie hier erschaffen hat. Die Geschichte um den Kernstaub ist wirklich hochkompliziert und ich finde die Story gehört zu den anspruchsvollsten Büchern, die ich bisher gelesen habe - jedoch sollte sich keiner diese Genialität entgehen lassen.

 

Für alle, die Kernstaub gelesen haben, ist Weltasche ohnehin ein Muss, für alle die es bisher noch nicht gelesen haben, kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen. Traut euch ran an die Wälzer, lasst euch nicht abschrecken. Es lohnt sich, denn man wird mit einer Story belohnt, die man so noch nie gelesen hat.

 

Mein Fazit:

 

Kernstaub hätte ich 100 Sterne gegeben, wenn ich gekonnt hätte. Auch Weltasche hat mich überzeugt. Für meine Verwirrtheit am Anfang, die es mir doch schwer gemacht hat nochmal in die Geschichte rein zu finden (allein weil ich mehrfach zwischen den Kapiteln hin und her geblättert und verglichen habe) muss ich ein halbes Sternchen abziehen (mehr bringe ich nicht übers Herz ;-) Daher gibt es für Weltasche begeisterte 4,5 Sterne von mir  =)

 

Rezension von: SA

 

Do

05

Okt

2017

Marissa Meyer - Wie Blut so rot (Teil 2 der Luna-Chroniken)

Autorin: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen Verlag
Seitenanzahl:
432
ISBN:
978-3-551-58287-4
E-Book-ISBN:
978-3-646-92587-6
Internetseite des Verlags:
https://www.carlsen.de/hardcover/die-luna-chroniken-2-wie-blut-so-rot/21327

 

ACHTUNG SPOILER-GEFAHR, DA ZWEITER TEIL DER REIHE

 

Aufmachung des Buches
Auf dem Cover des zweiten Bandes der Luna-Chroniken „Wie Blut so rot“ von Marissa Meyer sind viele rote Wölfe auf schwarzem Hintergrund angeordnet. In diesem Buch wird, nach Cinderella im ersten Band, nun auch eine Rotkäppchen-Adaption erzählt. Somit ist die Auswahl des Covermotives gut gewählt.

 

Inhalt
Scarlets Großmutter ist seit zwei Wochen spurlos verschwunden. Ihre Enkelin ist verzweifelt und sucht nach ihr. Doch die Dorfbewohner aus Rieux vermuten, dass Michelle einfach abgehauen ist, denn sie halten sie für verrückt. Unerwartete Hilfe bei der Suche erhält Scarlet von einem mysteriösen Mann, der sich Wolf nennt. Doch kann sie ihm trauen? Er gehört ursprünglich der Bande an, die wohl ihre Großmutter entführt haben und irgendein Geheimnis von dieser erfahren wollen. Schon bald befindet sich Scarlet in einem gefährlichen Abenteuer und ihre Gefühle werden gehörig auf den Kopf gestellt.


Währenddessen befindet sich das Cyborg-Mädchen Cinder auf der Flucht vor Königin Levana. Gemeinsam mit ihrem neuen Begleiter Thorne fliegt sie schon bald in einem Raumschiff aus dem Asiatischen Staatenbund und kehrt König Kai den Rücken. Cinder wird fortan auf der ganzen Welt gesucht und gejagt. Schließlich ist sie weit mehr als nur ein lunarisches Cyborg-Mädchen. Bei den Gefahren helfen möglicherweise nur noch ihre lunarischen Kräfte…

 

Meine Meinung
Bei „Wie Blut so rot“ handelt es sich um den zweiten Band der vier-teiligen Reihe von Marissa Meyer. Das erste Buch habe ich vor ein paar Monaten gelesen und nun war es doch an der Zeit Teil 2 in die Hand zu nehmen. Zu schnell vergisst man wichtige Details aus vorangegangenen Reihenbüchern und deshalb bin ich froh, die Luna-Chroniken weitergelesen zu haben

.

In Band 2 werden weitere neue, interessante Charaktere eingeführt. Allen voran hierbei Scarlet (das „Rotkäppchen“ sozusagen) und Wolf (benötigt keine weitere Erklärung ;-) ). Scarlet sucht verzweifelt nach ihrer verschwundenen Großmutter Michelle und befürchtet nach zwei Wochen mittlerweile das Schlimmste. Bald wird klar, dass Michelle von einer Bande entführt wurde. Michelle soll irgendein Geheimnis haben, welches von größter Bedeutung ist. Scarlet lebt schon seit Jahren bei ihrer Großmutter und kann einfach nicht glauben, dass diese irgendetwas vor ihr verheimlicht haben soll. Doch scheinbar hat es etwas mit Luna zu tun…

 

Mit dem mysteriösen Wolf macht sich Scarlet auf die Suche nach Michelle. Ihre Reise führt Richtung Paris. Dabei fühlt sich Scarlet ihrem Begleiter immer mehr hingezogen. Aber kann sie Wolf wirklich trauen? Es handelt sich hier schließlich um eine Rotkäppchen-Adaption. Mir hat die Darstellung der Anziehung zwischen Scarlet und Wolf gut gefallen. Es knistert zwischen den beiden und doch steht irgendetwas zwischen ihnen. Bald schwebt Scarlet in größter Gefahr.

 

In diesem Teil dürfen auch nicht die bekannten Charaktere, beispielsweise Cinder und Kai, fehlen. Cinder flüchtet vor Levana und aus dem Asiatischen Staatenbund. Dabei verhilft sie auch dem Gefängnisinsassen Thorne zur Flucht. Gemeinsam treten sie ihre Reise in einem gestohlenen Raumschiff an. Hier findet Cinder dann endlich auch für ihre Androidin Iko Verwendung. Mit Thorne gerät Cinder immer wieder in Dispute. Thorne ist aber auch eine Klasse für sich. Er ist von sich selbst überzeugt und wirkt irgendwie selbstverliebt. Aber trotzdem mag ich seinen Charakter. Durch ihn gibt es in dem dystopischen Roman durchaus lustige Momente. Oft ist er einfach nur begriffstutzig und so musste ich öfters über ihn schmunzeln.

 

Kai beschäftigt natürlich weiterhin die Sorge seinen Asiatischen Staatenbund zu beschützen. Das erweist sich als fast unmöglich. Königin Levana möchte um jeden Preis Cinder in ihre Hände bekommen und droht Kai mit Krieg. Bald bleibt ihm nur noch eine Lösung…

 

Die lunarische Königin Levana setzt eine grausame Waffe auf der Erde ein und schon bald steht das Leben von vielen Menschen auf dem Spiel. Hierbei werden Wölfe eine große Rolle haben.

 

Für mich war es spannend die parallel verlaufende Geschichte von Scarlet und Cinder mitzuerleben und wartete gespannt darauf, wann beide Handlungen zusammengeführt werden. Dass Scarlets Geschichte etwas mit Cinders zu tun hat, wird einem beim Lesen schnell bewusst.

 

Das Buch wird nicht langweilig und so kommt man schnell voran. Zu Beginn musste ich mich wieder an die Science-Fiction-Elemente wie Raumschiffe und Androiden gewöhnen, aber dieses Mal gelang es mir doch besser mir alles vorzustellen.

 

Mir hat es gut gefallen, dass die Handlung auch in einem europäisches Land (Frankreich) spielt. Das Buch ist durch die Parallelgeschichten von Scarlet, Cinder und Kai sehr abwechslungsreich. Ich mag diesen Teil sogar etwas mehr als Band 1. Wahrscheinlich weil es mehrere Handlungen gibt.

 

Nun bin ich gespannt auf das dritte Buch „Wie Sterne so golden“. Nach Lesen des Klappentextes vermute ich hier nun eine „Rapunzel“-Adaption und freue mich auf eine weitere spannende Geschichte rund um Luna.

 

Mein Fazit
Mir hat der zweite Band der „Luna“-Chroniken noch besser gefallen als das erste Buch, das vier Sterne von mir erhalten hat. Von daher gebe ich diesem Teil die volle Sternenbewertung von fünf Sternen :-). Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich. Man trifft auf alte Bekannte und neue Charaktere mit denen man mitfiebern kann.

 

Somit gibt es 5 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Do

28

Sep

2017

Rita Falk - Dampfnudelblues (Teil 2 der Eberhofer-Reihe)

Autorin: Rita Falk
Verlag: dtv
Seitenanzahl:
256
ISBN:
978-3-423-21373-8
E-Book-ISBN:
978-3-423-41345-9
Internetseite des Verlags:
https://www.dtv.de/buch/rita-falk-dampfnudelblues-21373/

 

Aufmachung des Buches
Die Aufmachung von „Dampfnudelblues“ ist ähnlich zu dem ersten Teil der Eberhofer-Reihe. Dieses Mal gibt es einen grünen Hintergrund mit einem hängenden Geweih. Auf der rot-weiß karierten Tischdecke liegt ein Schnuller (sicher von der „Sushi“) und ein Bierkrug steht auf dem Tisch. Eine blutige Hacke ist in den Tisch gerammt. Dieses Indiz auf dem Cover verweist darauf, dass es sich um einen Krimi handelt. Die anderen Gegenständige zeigen auf, dass es aber keine düstere Geschichte sein wird.

 

Inhalt
Dorfpolizist Franz Eberhofer aus Niederkaltkirchen ermittelt wieder – auf eigene Faust!
Bei dem unbeliebten Schulrektor Höpfl wurde „Stirb, du Sau!“ an die Hauswand gemalt und kurze Zeit später wird er als vermisst gemeldet. Eberhofer übernimmt den Vermisstenfall, doch bald wird Höpfl von einem Zug erfasst und Eberhofer muss sich den Leichenüberresten des Rektors annehmen. War es Selbstmord oder Mord? Eberhofer geht dem Fall, mehr heimlich, nach. Hilfe erhält er wieder mal von seinem Ex-Kollegen Birkenberger. Schon bald wird Franz klar, dass mehr hinter Höpfls Tod stecken muss als ein einfacher Suizid.

 

Meine Meinung
Vor kurzem erst hab ich das erste Buch der Eberhofer-Reihe gelesen. Nun folgte auch schon Teil 2 mit „Dampfnudelblues“. Schon schnell musste ich wieder über den Erzählstil aus Franz‘ Sicht lachen. Rita Falk schreibt einfach in einer Art bei der man als Leser Lachfalten bekommen kann. Die Sichtweise von Eberhofer ist aber auch einfach köstlich.

 

Es ist toll erneut an Eberhofers chaotischen Leben teilzuhaben. Wieder mit von der Partie ist natürlich die taube Oma mit ihren köstlichen Gerichten. Wobei – in diesem Buch lässt die Oma ihren Enkel Franz auch hin und wieder „verhungern“. Sie ist nämlich sauer, wie Franz die Susi behandelt! Franz, mit seiner Bindungsunfähigkeit, vergrault die Susi nämlich zunächst nach Italien und schließlich in die Arme eines Anderen. Ob Franz‘ Liebesleben noch in Bezug auf Susi zu retten ist, steht wohl in den Sternen. Die Oma ist jedenfalls zutiefst enttäuscht, aber natürlich kocht sie schon bald wieder leckersten Mahlzeiten für ihren Bub.


Des Weiteren trifft man auch wieder auf den Eberhofers Rest der Familie: der Beatles liebende Vater und Franz‘ Bruder Leopold. Der Leopold hat inzwischen eine thailändische Freundin und ein Baby namens Uschi. Sie wird allerdings schon bald nur noch von Franz „Sushi“ genannt.

 

Eberhofers Freunde/Bekannte dürfen klarerweise auch in diesem Teil nicht fehlen. Mit dabei ist natürlich der Simmerl mit seiner Metzgerei. Sein Sohn Max wird auch schon bald vom Eberhofer verhört, was sehr witzig dargestellt ist. Außerdem geht Eberhofer immer noch beim Wolfi gemeinsam mit Flötzinger und Simmerl auf ein Bier. Wobei Bier bei Flötzinger und Simmerl hierbei nicht mehr ganz korrekt ist – sie machen eine Art Diät und trinken eher Apfelschorle… Eberhofer bekommt bei den beiden bald einen „Lachflash“ und ich konnte auch nur über ihre Gesundheitsmethode grinsen.

 

Da es sich bei dem Buch um einen Krimi handelt, passiert natürlich auch noch etwas neben den dörflichen Alltäglichkeiten. In diesem Buch stirbt ein unbeliebter Schulrektor. Zunächst ist nicht klar, ob es sich hierbei um einen Selbstmord oder Mord handelt. Bei einem Mord gäbe es aber genug Verdächtige. Eberhofer beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, denn nachdem er vor einiger Zeit fälschlicherweise ein Großaufgebot mit allem Pipapo berufen hat und sich der Fall als harmlos herausgestellt hat, wird ihm mal wieder nicht wirklich viel von Moratschek und Co. zugetraut.
In Landshut schließt Franz Freundschaft mit seinem Kollegen Karl und in München findet er einen Verbündeten in der Gerichtsmedizin. So kann Eberhofer dann gemeinsam mit Birkenberger in dem Fall ermitteln. Sein Ex-Kollege schickt er allerdings zwischenzeitlich nach Italien um der Susi hinterher zu spionieren.

 

Franz‘ Charakter ist eine Klasse für sich. Ich muss immer wieder über seine Auffassungen und Gedanken schmunzeln. Er erkennt schnell, dass hinter Höpfls Todesfall mehr steckt. Aber im Privatleben schnallt er einfach kaum etwas. In Susi sieht er eine lockere Beziehung, als sie allerdings nach Italien reist und dann auch noch sich verliebt, ist Eberhofers Laune im Keller. Er würde aber nie zugeben, dass er vielleicht doch eifersüchtig ist, weil er die Susi gern hat. Lieber konzentriert er sich auf sein schmutziges Auto.

 

Auch in diesem Roman dürfen ein lustiges Glossar und ein paar Rezepte der Oma nicht fehlen.

Mir gefällt die Eberhofer-Reihe bisher sehr gut. Ich finde es toll, dass diese Krimi-Reihe nicht zu ernst und düster  sondern mit viel Humor geschrieben ist. Da macht dann auch eine Leiche die Geschichte nicht weniger amüsant.

 

„Dampfnudelblues“ hat mir sogar von der Geschichte noch besser gefallen als Teil 1 und ich habe das Gefühl noch mehr gelacht zu haben.

 

Mein Fazit
Es war toll erneut Eberhofer und Co. zu treffen und das Leben mit Todesfall in Niederkaltkirchen mitzuerleben. Dieses Mal habe ich gefühlsmäßig noch mehr gelacht als beim ersten Buch. Deshalb gebe ich „Dampfnudelblues“ fünf Sterne. Lachfalten beim Lesen sind garantiert.

 

Somit gibt es 5 von 5 Sternen von mir. 

 

Rezension von: KR 

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Do

21

Sep

2017

Paul Maar - Der Galimat und ich

Autor: Paul Maar
Verlag: Oetinger
Seitenanzahl:
256
ISBN:
978-3-7891-4296-3
Internetseite des Verlags:
http://www.oetinger.de/buecher/kinderbuecher/ab-8-jahren/details/titel/3-7891-4296-4/19769/3180/Autor/Paul/Maar/Der_Galimat_und_ich.html


Aufmachung des Buches
Die Buchgestaltung von „Der Galimat und ich“ erinnert mich an meine „Sams“-Bücher aus meiner Kindheit. Das Cover ist schön bunt und somit auch kindgerecht gestaltet. Zu sehen sind mehrere „Galimatini“, die über das Bild hüpfen und springen. Außerdem sieht man den zehnjährigen Protagonisten Jim.

 

Inhalt
Als Jim mitten in der Nacht plötzlich ein seltsames Wesen auf einem seiner Lexikonbände entdeckt, staunt er nicht schlecht. Die kugelförmige Gestalt stellt sich als „Galimat“ vor, der sich vorerst bei Jim versteckt bis andere seiner Art ihn wieder abholen. Für Jim ist das kein Problem, er „freundet“ sich mit Gali an und erlebt so einige Abenteuer. Als Gali Jim eine Erwachsen-Werden-Pille schenkt, geht Jims großer Wunsch in Erfüllung. Ob Jim das Erwachsensein genießen kann, wird sich noch herausstellen…

 

Meine Meinung
„Der Galimat und ich“ stand nun schon länger bei mir im Regal und wartete darauf gelesen zu werden. Endlich habe ich mich entschlossen seit längerem ein Kinderbuch zu lesen. Dies war für mich erstmal wieder eine Umstellung. Schließlich ist die Schreib- und Erzählweise eine ganz andere als bei einem Liebesroman oder Krimi. Nichts desto trotz ist es auch immer mal schön als erwachsene Person ein Kinderbuch zu lesen, egal ob man es einem Kind vorliest oder einfach für sich entdeckt.

 

Paul Maar hat mit „Der Galimat und ich“ ein liebevolles Kinderbuch geschrieben, dass auch zum Nachdenken anregen kann und Lerneffekte beinhaltet. Beim Lesen der Geschichte erkennt man wie schön die Kindheit doch ist. Der 10-jährige Protagonist Jim wünscht sich sehnlichst erwachsen zu sein. Als ihm der Galimat eine Pille schenkt, erfüllt sich Jims Wunsch. Doch dadurch entstehen auch Probleme. Jim muss erkennen, dass es vielleicht doch besser ist heranzuwachsen und seine Kindheit zu genießen.

 

Mit dem Wesen „Galimat“ hat Paul Maar eine interessante Gestalt erschaffen, wie schon damals mit dem „Sams“. Der Galimat ist eine kugelförmige Gestalt mit Antennen. Es lädt mit Strom Energie auf und kann sich unsichtbar machen. Gali hat die lustige Eigenschaft am Ende eines Satzes das  letzte Wort zu wiederholen. Zunächst war dies gewöhnungsbedürftig, aber zunehmend amüsant.

 

Jim lebt bei seinem Onkel und seiner Tante, seitdem seine Eltern mutmaßlich als Spione durch die Weltgeschichte reisen. Onkel Hans-Gert und Tante Larissa sind gefühlsmäßig aber schon irgendwie seine Eltern. Jim hat die Gabe seine Lexikas auswendig zu lernen. Mit dem Wissen soll er irgendwann zu einer Quizshow und den großen Gewinn nach Hause bringen. Beim Frühstück fragt Onkel Hans-Gert ihn immer ab. Ein wenig unsympathisch war mir der Onkel hierbei schon. Irgendwie wirkt er hierbei sehr verbissen. Jim bekommt nur seine Wurst fürs Brot beim Frühstück, wenn er die Begriffe aus den Lexikas richtig erklärt.
Trotzdem erkennt man, dass Larissa und Hans-Gert Jim wie ihren eigenen Sohn lieben, und das ist natürlich das Wichtigste.

 

In der Schule hat Jim mit einem gemeinen Klassenkameraden und auch mit einem genervten Lehrer zu kämpfen. Jim hat die Eigenart Begriffe ohne Aufforderung zu erklären, die er aus dem Lexikon kennt. Damit macht er sich nicht nur Freunde.

 

Freundschaften spielen in dem Buch auch eine Rolle. Schön ist es, wie Jim sich mit Rebekka anfreundet. Diese wird gerne als „dicklich“ betitelt, doch Jim mag das mollige Mädchen und verteidigt sie immer wieder.

 

Der Erzählstil ist kindgerecht und die Bilder im Buch sind auch toll für Kinder. Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet.

 

Mein Fazit
Das Fazit des Buches ist für mich, dass man noch früh genug erwachsen wird ;). Ich gebe diesem süßen Kinderbuch für jedes Alter vier gute Sterne. Irgendwann muss ich mal wieder die Sams-Bücher von Paul Maar lesen.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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