Mi

09

Aug

2017

Wilhelm Nünnerich - Die Unsinkbaren Drei

Autor: Wilhelm Nünnerich


Verlag: cbj Verlag


Seitenanzahl:
136


ISBN:
978-3-570-17420-3

 

ISBN Ebook: 978-3-641-22039-6

 

Internetseite des Verlags: www.cbj-verlag.de

Aufmachung des Buches

 

Das Cover hat mich gleich angesprochen. Es zeigt die unsinkbaren Drei in ihrer vollen Pracht auf ihrem Schiff die Sturmhölle. Das Buch ist für Kinder ansprechend gestaltet und enthält auch im Inneren einige Bilder, die mir gut gefallen haben und passend zum Inhalt sind.

 


Inhalt


Piratenkapitän Flitschauge musste eben erst seine meuternde Mannschaft von Bord der "Sturmhölle" werfen, da wird sein Schiff zweimal gerammt: Zuerst von einem Riesensuppenkessel mit einem spillerigen Kerl darin und, wenig später, von einer Holzplanke, auf der ein rundlicher Mensch sitzt und wild mit einer Suppenkelle paddelt. "Höchst piratig!", findet Kapitän Flitschauge. Neugierig nimmt er die beiden an Bord ... Welche verrückten und spannenden Abenteuer die drei schon bald gemeinsam erleben werden, kann der Piratenkapitän zu diesem Zeitpunkt nicht einmal ahnen ...

 

Meine Meinung

 

Ich habe das Buch vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten - vielen Dank nochmal dafür an den Verlag =) Die gebundene Ausgabe enthält eine CD mit den Liedern zum Buch.

 

Manchen kommt der Name vielleicht auch bekannt vor. Die Unsinkbaren Drei sind bekannt aus dem WDR-Kinderradio "Kiraka".

 

Piratenkäpitan Flitschauge sieht sich in dieser Geschichte einer meuternden Mannschaft gegenüber. Doch kein Problem für ihn. Bald ist das Problem gelöst - aber was ist ein echter Piratenkapitän ohne eine Mannschaft?

 

Doch schon bald scheinen sich seine Probleme von selbst zu lösen. Rumms wird das Schiff von einem großen Suppenkessel gerammt, in dem der Pirat Gräte sitzt. Juhu ein Koch für das Schiff wäre gefunden. Und dann rumms kommt auch noch ein weiterer Pirat namens Bumskopp auf einem Stück Holz angeschwommen und rumst gegen das Schiff.

 

Zu dritt muss es doch zu schaffen sein, weiter Schiffe zu kapern. Doch was hat es wirklich mit seiner neuen Crew zu tun?

 

Schnell merkt Flitschauge dass er seine Männer ein wenig Nachhilfe im Piratensei benötigen denn so allerlei scheint schief zu gehen.

 

Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mir die CD angehört. Sie war doch ein wenig anders als erwartet. Ich hatte mit reinen Liedern gerechnet, aber es wird eher viel mehr gesprochen. Die Texte zu den eigentlichen Liedern findet man neben einem Glossar, in dem Begriffe wie Backbord erklärt, am Ende des Buches. Leider muss ich sagen, dass ich mir gewünscht hätte, dass bessere Sänger genommen worden wären. Klar, Piraten singen krumm und schief, aber bei den Stimmen hat mir einfach was gefehlt und ich könnte die CD nicht öfters anhören.

 

Zu der Geschichte selbst muss ich sagen, dass ich mich schwer tun würde, es meinem Sohn vorzulesen. Manche Sätze musste ich sogar öfters lesen, weil Gräte und Bumskopp wirklich nicht die größten Leuchten sind und ihre Sätze dementsprechend oft auch ein wenig wirr waren.

 

Mir persönlich hat der Anfang nicht so gut gefallen. Klar ich muss mich in ein Kind hinein versetzen, aber ich glaube ich hätte es ein wenig komisch gefunden, dass die Piraten einfach so auf dem Meer schwimmen und dann auch noch mit einem Kessel und einem Holzstück das Boot erschüttern.

Zudem wird alles auf dem Schiff super schnell repariert. Denn Gräte und Bumskopp machen in ihrem Eifer, dem Kapitän zu gefallen und auf Beutefang zu gehen, einiges auf dem Schiff kaputt. Aber innerhalb einer Nacht ist alles wie vorher.

 

An Witz fehlt es dem Buch jedoch nicht. Gräte und Bumskopp haben oft gute Sprüche auf Lager und man kann sich das Chaos mit ihnen an Bord wirklich vorstellen. Oft tat mir der Kapitän schon ein wenig Leid.


Mein Fazit

 

Leider konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen. Vielleicht würde es meinem Sohn besser gefallen, aber er ist noch ein wenig zu jung dafür. Aber was nicht ist kann ja noch werden.

 

Ich hatte mir leider ein wenig anderes von dem Buch erhofft. Auch von der CD, die mich ein wenig enttäuscht hat. Was mir gut gefällt. ist das Glossar am Ende des Buches. Ich finde es gut, dass richtige Schifffahrtsbegriffe genutzt werden. So lernen die Kinder auch etwas bei dem ganzen Spaß.

 

Das empfohlene Lesealter ist ab 6 Jahren. Für mich ist es aber eher noch ein Vorlesebuch da selbst ich manche Sätze zweimal lesen musste mit Grätes und Bumskopps Kommentaren. Ob Kinder das Buch witzig finden oder nicht muss wohl jeder selbst rausfinden. Manche Sachen wie z.B. die Pupssuppe um Wind in die Segel zu bekommen bei einer Flaute haben mich auch ein wenig schmunzeln lassen. Aber das das Buch jetzt richtig witzig wäre, kann ich jetzt nicht sagen.

 

Jedoch die Bilder im Buch haben mir gut gefallen. Sie sind schön illustriert und sicher ansprechend für alle Kinder.


Von mir gibt es für dieses Buch 3 von 5 Sternen.


Rezension von: AN

Di

25

Jul

2017

Linda Schipp - Memories To Do - Allies Liste

Autorin: Linda Schipp
Verlag: Drachenmond Verlag
Seitenanzahl:
296
ISBN:
978-3-95991-432-1
E-Book-ISBN: 978-3-95991-432-1
Internetseite des Verlags:
https://www.drachenmond.de/titel/memories-to-do/

 

Aufmachung des Buches
In geschwungener Schreibschrift steht  der Buchtitel „Memories To Do – Allies Liste“ im Mittelpunkt des Covers. Die Farben Rosa und Türkis dominieren den Buchdeckel. Eine kleine To-do-Liste ist an dem „M“ von dem Wort „Memories“ geheftet. Außerdem erkennt man über dem gesamten Cover hinweg schemenhaft Allies Liste. In der linken unteren Bildseite sieht man ein leeres Ruderboot. Auf der Buchdeckel-Rückseite sind die Schatten von einem Mann und einer Frau zu erkennen. Die gesamte Aufmachung des Buches gefällt mit wie so oft beim Drachenmond-Verlag sehr gut. Das Cover spiegelt den Buchinhalt wieder.

 

Inhalt
Als die 34-jährige Allie im Krankenhaus erwacht, fehlen ihr komplette 17 Jahre ihres Lebens. Inzwischen ist sie verheiratet und hat einen kleinen Sohn, doch sie kann sich weder an ihren Ehemann noch an ihr Kind erinnern. Gefühlsmäßig ist sie wieder eine 17-jährige, die gerade mit ihrem Freund Schluss gemacht und sich in ihren besten Freund Luis verliebt hat. Mit ihm hat sie allerdings seit Jahren keinen Kontakt mehr. Ihr Ehemann Aaron möchte, dass Allie schnellstmöglich wieder ihre Erinnerung wiederfindet und kontaktiert Luis. Dieser reist letztendlich mit Allie zurück in ihre alte Heimat damit Allie sich wieder erinnert. Dort findet sie zwar nicht so schnell ihre vergangenen 17 Jahre wieder, aber dafür kochen alte Gefühle auf und sie kommt einem Geheimnis auf die Spur…

Meine Meinung
Auf den Roman „Memories To Do – Allies Liste“ von Linda Schipp wurde ich auf der Frankfurter Buchmesse 2016 aufmerksam gemacht. Schon die Buchaufmachung hat mir, wie so oft bei diesem Verlag, sehr gefallen. Auch die Inhaltsangabe klingt viel versprechend.

 

Der Prolog sowie auch der Epilog spielen in der Zukunft – 2071. Im Prolog beginnt Allie über ihre vergessenen Erinnerungen zu erzählen. Der Hauptteil spielt größtenteils in der Zeit als Allie 34 ist und ihre Amnesie erleidet hat. Den Aufbau der Handlung finde ich gelungen und die Zukunftsvisionen der Autorin im Jahre 2071 sind interessant.

 

Allie erwacht im Krankenhaus und hat das Gefühl, dass sie wieder 17 Jahre ist. Ihr fehlen die Erinnerungen von der Hälfte ihres Lebens. Allein dieser Gedanke ist bedrückend. Schlimm ist es dann auch noch, dass sie nicht mehr weiß, dass sie verheiratet ist und einen kleinen Sohn hat. Mir taten in dem Moment ihr Ehemann Aaron und auch Mo, Allies Sohn, leid. Aaron kontaktiert Allies ehemals bester Freund Luis, damit dieser mit Allie auf die Spuren ihrer Vergangenheit geht. Luis und Allie hatten jahrelang keine Verbindung mehr zueinander, aber Allie kann sich natürlich nicht an den Grund erinnern. Für sie ist es als hätte sie Luis erst gestern noch gesehen. Luis denkt auch immer wieder über die Sache nach, die er Allie so lange wie möglich verschweigen möchte. In Allies alter Heimat muss sie erkennen, dass sie etwas Schwerwiegendes vergessen hat. Sie kann sich auch nicht erklären, warum sie zu ihrer verstorbenen Mutter den Kontakt abgebrochen hat. Allie kommt einen Geheimnis nur langsam auf die Spur.

 

Zwischen Allie und Luis knistert es wieder und alte Gefühle kehren zurück. Ich musste mich zunächst an diese Situation gewöhnen. Irgendwie war mir eine zeitlang Aaron, Allies Ehemann, sympathisch und er tat mir leid. Allerdings kommt er auch nicht häufig in der Handlung vor. Erst spät hat mir der Gedanke gefallen, dass aus Allie und Luis etwas werden könnte…

 

Trotz diesem Kritikpunkt hab ich Allie und Luis als Charaktere sehr liebgewonnen. Luis verheimlicht zwar Allie eine große Sache, aber er ist auf ihr Wohl bedacht und möchte sich eigentlich nicht zwischen Allie und ihrem Ehemann stellen.

 

In ihrer alten Heimat fühlt sich Allie gleich wieder wohler und schon bald findet sie in alten Bekannte neue Freunde. Allies Entwicklung dort, ist schön mit zu erleben.

 

Der Schreibstil von Linda Schipp ist flüssig und man kommt eigentlich gut in der Geschichte voran. Meine Lesefluss wurde letztendlich davon gestört, dass ich mich wirklich an den Gedanken gewöhnen musste, dass Allies Ehe eine vergessene Vergangenheit ist. Doch irgendwann habe ich mich dann damit angefreundet.

 

Süß finde ich, dass am Ende des Buches eine Memories To Do-Liste von Allie zu finden ist, die sie zum größten Teil in ihrem Leben abgearbeitet hat.

 

Mein Fazit
Die Idee der Geschichte ist sehr gut. Mir hat sie bis auf gewisse Kritikpunkte auch sehr gefallen. Von mir erhält „Memories To Do“ vier gute Sterne.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

0 Kommentare

Mi

19

Jul

2017

Tanja Maria Pütz - Bono und Ora - Der Schatz der Insel KaSaLu

Autorin: Tanja Maria Pütz
Verlag: Papierfresserchens MTM Verlag
Seitenanzahl:
180
ISBN:
978-3-86196-062-1

Internetseite des Verlags:https://www.papierfresserchen.de

Aufmachung des Buches

 

Das Cover zeigt Bono und Ora. Es gefällt mir gut, da es selbstgezeichnet aussieht bzw. sich abhebt von den ganzen typischen Büchercovern. Ich denke für Kinder ist es so auch ansprechender, da die Figuren lebendiger aussehen. Was mir nur leider nicht so gefällt, dass das Cover schon fast das Ende des Buches zeigt.


Inhalt

 

Auf der Insel KaSaLu soll es einen ganz besonderen Schatz geben. Darüber hat Bono in einem Buch gelesen. Deshalb reist er auf die Insel KaSaLu und lernt dort den lustigen, immer hungrigen Wasserdrachen Ora kennen.

 

 

 

Zusammen erleben sie ein spannendes Abenteuer, das sie einmal über die Insel führt und bei dem sie so manche schwere Hürde zu überwinden haben. So müssen sie sich beispielsweise immer wieder gegen den böse Brotos und seine Schattenmonster verteidigen.

 

 

 

Der rätselhafte See und der verzauberte Wald erschweren ihre Suche auch ungemein. Und sie begegnen vielen interessanten Bewohnern der Insel, so z.B. den verwirrenden Waldlingen oder dem kleinen Bergdrachen Nico.

 


Und schließlich finden sie den Schatz der Insel KaSaLu, der so ganz anders ist, als sie erwartet haben! Eine wahrhaft magische Geschichte ...

 

 

Meine Meinung

 

An dieser Stelle möchte ich mich erstmal bei dem Verlag bedanken, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

 

Der Schatz der Insel KaSaLu ist der erste von 4 Bänden rund um die Freunde Bono und Ora.

 

Weitere Titel:

 

2. Bono und Ora - Kristallpuzzles

3. Bono und Ora - Das Rätsel der fliegenden Zeit

4. Bono und Ora - Im Bann des blauen Mondes

 

Außerdem gibt es noch ein Malbuch zu den Büchern.

 

In dieser Geschichte geht es um Bono, der das Fischerboot seines Vaters übernehmen soll. Doch Bono hat mit der Fischerei nichts am Hut. Er will das Geschäft seines Vaters nicht übernehmen. Auf keinen Fall. Denn Bono hat Angst vor dem Wasser und kann nicht schwimmen. Doch das wusste sogar sein eigener Vater nicht. Wie sollte er es ihm auch erklären? Sein Vater wäre das Gespött der Leute ringsrum.

 

Wütend macht sich Bono auf den Weg auf den Dachboden. Wie schafft er es nur aus dem Schlamassel heraus? Als er sich umschaut, findet eine alte Truhe voller Bücher. Er schlägt ein Buch auf. Und was ist das? Eine versteckter Schatz auf der Insel KaSaLu? Den muss er finden, vielleicht ist er die Lösung für sein Problem.

 

So macht er sich auf den Weg den Schatz zu finden. Dabei trifft er auf den verfressenen Wasserdrachen Ora, der ihm das Essen stiehlt, das er gesammelt hat. Bono ist erst sehr verärgert, aber schnell merkt er, dass Ora es nicht böse meint, sondern einfach wirklich nur ziemlich verfressen ist. Und dann rettet Ora ihm auch noch das Leben vor einer Schlange.

 

Schnell wird klar, dass er Ora mit auf seine Reise nehmen muss.

 

Und dabei erleben die beiden viele aufregende Abenteuer. Sie lernen viele verschiedene Wesen kennen und müssen einige schwierige Aufgaben meistern.

 

Bono und Ora sind ein lustiges Gespann. Bono ist der etwas ernsthaftere Teil der beiden und Ora ist die meiste Zeit in Gedanken nur beim Essen. Der Wasserdrache ist mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen. Mit Bono bin ich leider nicht so richtig warm geworden.

 


Mein Fazit

 

Bono und Ora erleben wahrlich eine aufregende Zeit in diesem Buch. Für Kinder, die Schatzsuchen lieben, ist dieses Buch bestimmt gut geeignet. Besonders da es nicht das typische Piratenschatzsuchbuch ist, sondern auch viele magische Wesen enthält und somit sich etwas abhebt von anderen Büchern.

 

Leider war es für meinen Geschmack oft ein wenig langatmig zu lesen. Mit Bono als Charakter konnte ich irgendwie leider auch nicht so viel anfangen. Er blieb mir von Anfang an unnahbar.

Vielleicht ist das gewollt, weil Ora ja wirklich ganz anders ist als er. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass er mich mehr anspricht, da er ja der Hauptcharakter dieses Buches ist.

 

Was mir jedoch gut gefallen hat, sind die Zeichnungen, die im Buch verteilt sind. Sie sind ähnlich gestaltet wie das Cover.

 

Die Geschichte zeigt für mich, was wirklich zählt im Leben :Menschen auf die man sich verlassen kann. Wahre Freundschaft ist nur selten zu finden und man sollte sie deshalb besonders schätzen. Grade für Kinder finde ich es wichtig, diese Werte zu vermitteln. Und auch, dass man alles gemeinsam schaffen kann, wenn man es wirklich will.

 

Was mich nur interessieren würde: Wie ist die Autorin auf den Titel der Insel gekommen ;)


Von mir gibt es für dieses Buch 3,5 von 5 Sternen.


Rezension von: AN

Sa

01

Jul

2017

Solomonica de Winter - Die Geschichte von Blue

Autor/in: Solomonica de Winter
Verlag: Diogenes
Seitenanzahl:
288
ISBN:
978-3-257-24334-5
E-Book-ISBN: 978-3-257-60445-0
Internetseite des Verlags:
http://www.diogenes.ch/leser/titel/solomonica-de-winter/die-geschichte-von-blue-9783257243345.html

 

Aufmachung des Buches
Die Aufmachung des Buches „Die Geschichte von Blue“ ist im typischen Stil des Diogenes-Verlag. Der Großteil des Buchvorderdeckels ist weiß. Ein Bild zeigt einen Geldautomaten und dessen Tastatur. Außerdem sieht man verschiedene Personen. Zwei Männer sind beschäftigt auf etwas in ihren Händen zu schauen. Eine Frau mit schwarzen Balken vor ihrem Gesicht sitzt in einem Sessel. Vier Vögel fliegen durch das Bild. Und eine Zifferfolge ist zweimal zu entdecken. Für mich macht das Cover allerdings zum Buchinhalt keinen Sinn. Ich entdecke leider keine Parallele.

 

Inhalt
Die 13-jährige Blue hat es nicht leicht. Vor ein paar Jahren hat sie ihren Vater verloren und nun zieht sie mit ihrer drogenabhängigen Mutter wieder zurück in ihre Heimatstadt. Zum Glück hat sie ihr Lieblingsbuch „Der Zauberer von Oz“ immer bei sich, zum Leidwesen ihrer Mutter. Viele Mitmenschen halten sie deshalb auch für verrückt. Als sie erfährt wer für den Tod ihres Vaters mitverantwortlich ist, sinnt sie auf Rache. Dann lernt sie auch noch den Film zu ihrem Lieblingsbuch kennen und einen jungen Supermarktverkäufer. Wo soll ihr Leben noch hinführen? Und Achtung der Schein könnte trügen…

Meine Meinung
„Die Geschichte von Blue“ war vor ein paar Jahren in einem Goodie-Bag von lovelybooks auf der Frankfurter Buchmesse enthalten. Es hat nun lange gedauert bis ich mich endlich entschlossen habe das Buch zu lesen. Der Inhalt des Romanes und die Erzählweise ist etwas Besonderes. Man erlebt Blues Geschichte in Form einer Art Therapiestunde. Sie berichtet ihrem Therapeuten Erlebnisse als sie dreizehn Jahre alt war. Doch der Schein kann auch trügen…

 

Blue hat ihren Vater früh verloren und seitdem ging ihr Leben den Bach runter. Ihre Mutter ist drogensüchtig geworden und das Verhältnis zwischen den beiden ist schlecht. Als sie zurück in ihre alte Heimat ziehen, findet Blue einen Schuldigen für den Tod ihres Vaters. Sie entwickelt Mordpläne. Hier musste ich schon leicht schlucken, wie eine Dreizehnjährige solche Gedanken hegen kann.

 

Blue spricht seit der Tragödie mit ihrem Vater nichts mehr und verkriecht sich immer wieder mit ihrem Lieblingsbuch „Der Zauberer von Oz“ zum Lesen. Es scheint, dass sie ohne diese Lektüre gar nicht mehr leben kann. Deshalb wird sie auch schnell von ihrem Umfeld als verrückt abgestempelt.

 

In einem Supermarkt lernt sie einen jungen Verkäufer kennen und verliebt sich auch in ihn. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Freundschaft bzw. Beziehung, die unter keinem guten Stern steht. Es kommt zum großen Knall.

 

Das Buch ist in mehreren Teilen untergliedert und wird gegen Ende eine große Wendung machen mit der man vielleicht nicht rechnen wird. Ich spiele noch einmal auf meinen bereits mehrmals erwähnten Satz „Der Schein trügt“ an.

 

Die Autorin Solomonica de Winter war zu dem Zeitpunkt, als sie die Geschichte schrieb, 16 Jahre alt. Es ist bemerkenswert welche Ideen ein Teenager für die Geschichte eines Buches entwickeln kann.

 

Die Handlung hat etwas erschütterndes, aber ist trotzdem sehr interessant. Das Buch regt zum Nachdenken an.

 

Zu den Charakteren konnte ich zwar keine Bindung aufbauen, aber für mich war es eine neue Erfahrung solch ein Roman zu lesen.

 

Mein Fazit
„Die Geschichte von Blue“ ist eine interessante, aber auch ergreifende Geschichte über ein dreizehnjähriges Mädchen mit tiefen Wunden. Solomonica de Winter hat mit ihren 16 Jahren ein Buch mit einem schwierigen Thema geschrieben, was sehr bewundernswert ist. Von mir gibt es vier gute Lesesterne.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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So

18

Jun

2017

Marissa Meyer - Wie Monde so silbern

Autor/in: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
Seitenanzahl:
384

ISBN:

978-3-551-58335-2 (Hardcover),  
978-3-551-31528-1 (Taschenbuch)

E-Book-ISBN: 978-3-646-92588-3 (epub)
Internetseite des Verlags:
https://www.carlsen.de/serie/die-luna-chroniken/40490

 

Aufmachung des Buches
Das Cover meiner eBook-Ausgabe zu „Wie Monde so silbern“ ist das gleiche wie des Hardcovers. Es hat einen schwarzen Hintergrund mit zahlreichen weiß aufgedruckten Ballschuhen wie man sie aus Cinderella kennt. Die Schuhe sind in einem gleichmäßigen Muster angeordnet. Ich muss zugeben, dass ich die Schuhe erst bei genauerem Hinsehen erkannt habe. Die Taschenbuchausgabe hat inzwischen ein anderes Cover.

 

Inhalt
Mechanikerin Cinder lebt mit ihrer Stiefmutter Adri und ihren zwei Stiefschwestern Pearl und Peony in Neu-Peking. Eines Tages lernt Cinder Prinz Kai auf dem Markt kennen, der seinen defekten Androiden bei ihr zur Reparatur bringt. Eine Art Freundschaft entwickelt sich zwischen den beiden. Was Kai nicht ahnt: Cinder ist ein Cyborg, die im Asiatischen Königreich verpönt sind. Einzig für Forschungszwecke sind diese gut. Die Forschungsarbeit ist derzeit wichtiger denn je, da die Pest umgeht. Die Krankheit spielt auch bald in Cinders Leben eine große Rolle. Die Ereignisse überschlagen sich als Königin Levana vom Planet Luna auf die Erde reist und Prinz Kai ein Ball veranstaltet. Cinder erlebt dramatische Momente…   

Meine Meinung
Der erste Teil der Luna-Chroniken „Wie Monde so silbern“ war nun schon länger ungelesen auf meinem Reader. Endlich hatte ich mich entschlossen das Buch zu lesen. Ich wusste zwar, dass mich Märchen-Elemente erwarten, aber dass auch ein bisschen Science-Fiction und Dystopie dabei ist, war mir noch nicht bewusst. Nichts desto trotz hat mir die Verknüpfung dieser verschiedene Genre gut gefallen.

 

Natürlich erkennt man, dass bei dem ersten Teil der Luna-Reihe das Märchen „Aschenputtel“ bzw. „Cinderella“ wieder gegeben wird. Aber die zukünftigen Leser sollten sich nicht darauf einstellen, dass Cinders Geschichte bereits im ersten Band zu Ende erzählt wird. Die bekannte „Aschenputtel“-Geschichte wird nämlich nicht wie erwartet ablaufen.

 

Für mich war es eine neue Erfahrung die märchenhafte Geschichte in einer dystopischen Welt zu erleben, die mit Androiden geschmückt ist. Auch Cinder ist besonders: Ein schwerer Unfall, an den sie sich nicht erinnern kann, ist schuld, dass sie nun ein Cyborg ist. Gewisse Körperteile sind seitdem von mechanischer Natur und Cinder lebt mit einigen Prothesen. Sie weiß manchmal selbst nicht, ob sie sich als Mensch bezeichnen kann, da sie aus vielen Ersatzteilen besteht. Cyborgs sind im Asiatischen Königreich, in dem sie lebt, nicht gern gesehen. Sie werden für Forschungsprojekte missbraucht um ein Gegenmittel für die herrschende Pest zu finden. Immer mehr Menschen erkranken daran, werden weggebracht und sterben. Schon bald muss auch Cinder sich mit der Krankheit beschäftigen…

 

Mir hat die schwesterliche Beziehung zwischen Cinder und ihrer jüngeren Stiefschwester Peony gut gefallen. Wenigsten mit einer der beiden Schwestern versteht sich Cinder gut. Doch schon bald heißt es für die Leser Taschentücher bereit legen.

 

Ansonsten ist die Situation zwischen Cinder und ihrer Stiefmutter und ihrer Stiefschwester Pearl wie man sie aus dem traditionellen Märchen kennt. Adri ist die bösartige Frau und Pearl benimmt sich auch nicht besser. Cinder ist für Adri nur eine Last am Bein, aber auch eine gute Einnahmequelle. Cinder muss sich schon etwas einfallen lassen um von ihrer Stiefmutter nicht ausgenommen zu werden.

 

Interessant ist für mich auch, dass in Cinders Welt Androiden existieren, die für verschiedene Zwecke hergestellt wurden. In Iko, die Androidin ihrer Familie, hat Cinder eine gute Freundin gefunden. Iko vergisst auch gerne mal, dass sie kein Mensch ist. Für die Androidin sieht die Zukunft allerdings auch nicht rosig aus.

 

Prinz Kai hat seine eigenen Sorgen. Zum einen bangt er um das Leben seines Vaters, der an der Pest erkrankt ist. Zum anderen muss er sich vor Lunas Königin Levana in Acht nehmen. Zwischen Luna und der Erde könnte es schon bald erneut zu einem Krieg kommen. Es sei denn Prinz Kai nimmt Levanas Vorschlag an, sie zu heiraten. Kai möchte dies aber lieber verhindern. Das könnte sich als schwer erweisen, wenn Levana ihre lunarischen Fähigkeiten anwendet in dem sie Menschen beeinflusst. Kann Kai der bösen Königin von Luna trotzen?

 

Für Cinder wird sich im Laufe der Geschichte auch vieles ändern. Sie erfährt mehr über ihre Vergangenheit und muss sich bald nicht nur mit der Tatsache ein Cyborg zu sein auseinandersetzen.  Auf dem Ball des Prinzen kommt es dann noch zu einem kleinen Showdown.

 

Der Erzählstil von „Wie Monde so silbern“ hat mir gut gefallen. Für mich ist die Geschichte nicht das klassische Aschenputtel-Märchen. Cinder muss sich noch extremer als in der bekannten Erzählung behaupten. Die Welt um sie herum ist auch keine heile Welt. Es herrschen teilweise miserable Verhältnisse und wenn sich nicht bald etwas ändert, wird es für die Menschheit sehr gefährlich. Das ganze Buch bleibt spannend.

 

Am Anfang des Romans tat ich mir noch etwas schwer mit den Science-Fiction-Elemente, aber nach und nach fand ich Gefallen an der Vorstellung von Androiden und dass es Lebewesen auf dem Mond gibt.

 

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung „Wie Blut so rot“. Hier wird eine weitere Hauptrolle eingeführt, wie ich vernommen habe, aber Cinder soll uns auch erhalten bleiben.

 

Als kleines Goodie habe ich auch die Kurzgeschichte „Das mechanische Mädchen“ gelesen. Hier erfährt man, wie Cinder in Adris Familie gekommen ist.

 

Mein Fazit
Für mich ist diese Adaption von „Aschenputtel“ mal eine ganze andere Version des bekannten Märchens. Es bleibt spannend bis zur letzten Seite und man möchte wissen wie es nun in der Luna-Chronik weitergeht. Von mir erhält das erste Buch vier Sterne. Wer Märchen mal auf eine andere Art lesen möchte, ist hier gut aufgehoben.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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