Sa

18

Mär

2017

Interview - Thilo Corzilius & Fabienne Siegmund

Liebe Blogleser,

 

heute gibt es ein Gemeinschaftsinterview für euch mit den Autoren Thilo Corzilius und Fabienne Siegmund. Von den beiden habe ich vor knapp 1,5 Jahren das Buch
"Das Mädchen und der Leuchtturm" gelesen.

 

Hier geht es zu meiner Rezension: Klick mich.

 

Viel Spaß beim Lesen unseres Interviews :).

 

~ Kristina ~

Interview

Liebe Fabienne, lieber Thilo,

 

vielen Dank, dass ihr euch bereit erklärt unsere Interviewfragen zu beantworten. Zusammen habt ihr das Buch „Das Mädchen und der Leuchtturm“ herausgebracht. Nun möchten wir doch ein bisschen mehr über euch erfahren. Hier sind unsere Fragen ;)…:

(c) Thilo Corzilius
(c) Thilo Corzilius

 

 

1) Damit unsere Blogleser euch besser kennenlernen, stellt euch beide doch mal etwas vor (egal ob mit Hobbys, Charakter, Beruf (wenn es noch einen neben der Schriftstellerei gibt), Lesegewohnheiten / Lieblingsbuch usw.) J.

 

Fabienne:

Dann will ich mal starten, hauptberuflich arbeite ich als kaufm. Angestellte in der Energiewirtschaft. Neben dem Schreiben gehört meine Freizeit hauptsächlich meinen Freunden und meiner Familie, ich gehe gerne ins Kino und bin überhaupt Film-und Serienbegeistert, besuche gerne Konzerte, mache Sport und Yoga und lese (natürlich überaus gerne), zu meinen Lieblingsbüchern gehören „Alice im Wunderland“ und die Bücher um die uralten Metropolen dieser Welt von Christoph Marzi. Ich bin ein Herbst – und Winterkind mit einem Faible für Regen, Schnee und Stürme, gehöre zur Gattung der Vielteetrinker und Naschkatzen. 

 

Thilo:

Ich arbeite als Theologe in Freiburg und bin am liebsten kreativ – meist denke ich an irgendeiner Geschichte herum. Wenn ich meine Freizeit nicht schreibend verbringe, reise ich unglaublich gerne, treffe Freunde und konsumiere außerdem alles, was mir eine tolle Geschichte erzählt (phasenweise wechselt das zwischen Büchern, Serien und Spielen... leider alles Zeitfresser, die auch immer wieder Zeit zum Schreiben stehlen). Meine Jahreszeit ist der Sommer, dessen Krönung für mich aber seine warmen Regentage sind – ob das etwas über mich aussagt, weiß ich nicht.

 

(c) Fabienne Siegmund
(c) Fabienne Siegmund

2) Wie kam es, dass ihr zusammen das Buch „Das Mädchen und der Leuchtturm“ geschrieben habt und wie sah dabei eure Zusammenarbeit aus? Kanntet ihr euch schon länger?

 

Thilo:

Idee und Grundgerüst der Geschichte stammen von mir. Sie sind entstanden als ich einmal in Hamburg bei Regen auf einem Kirchturm sitzen durfte und den Blick über die Alster nach Winterhude hatte, wo ich mir dann den unsichtbaren Leuchtturm vorgestellt habe. Ich hatte schließlich auch schon eine ganze Menge dazu (auf-)geschrieben aber irgendwie haben andere Manuskripte und Ideen die Aufmerksam gefressen, derer es eigentlich bedurft hätte und so ist es als unfertiger Stapel Papier zunächst liegengeblieben. Fabienne und ich sind seit einigen Jahren gute Freunde, wir haben uns kennengelernt, weil wir bei derselben Agentur unter Vertrag standen. Und als sie einmal erzählte, dass bei ihr das Schreiben gerade etwas stockte, bot ich ihr an, doch bei „Das Mädchen und der Leuchtturm“ einzusteigen – einfach, um ihr ein wenig frischen Wind in einer Flaute anzubieten. So ist es zur Zusammenarbeit gekommen.

 

Fabienne:

Über diesen Impuls war ich seinerzeit wirklich sehr froh, weil mir der Perspektivwechsel in eine andere Geschichte wieder freie Sicht hatte, im Anschluss in die eigene Romanwelt zu reisen – der Regen aus der einen Geschichte hatte den Sand aus dem Getriebe der anderen gewaschen.

 

3) In eurem Buch ist Faith verflucht: Wenn sie glücklich ist, regnet es in Strömen in ihrer Umgebung. Wie würdet ihr mit so einem Fluch umgehen?

 

Fabienne:

Wahrscheinlich würde ich zunächst alle Möglichkeiten ausloten, ob und wie ich diesen Fluch wieder loswerden könnte, aber da ich Regen mag, würde ich mich wohl auch damit arrangieren.

 

Thilo:

Keine Angst, von mir gibt es keine Spoiler: Aber ich weiß aus einer sehr zuverlässigen Quelle, wie man mit so einem Fluch umgeht ;)

 

4) Faith lebt in einem unsichtbaren Leuchtturm mitten in Hamburg. Wenn ihr euch ein unsichtbares Heim aussuchen könntet, wie sähe es aus?

 

Thilo:

Ein Leuchtturm wäre schon sehr cool. Auf einer Nordseeinsel. Strand, Dünen, Meer – das wäre meins. Unsichtbar muss mein Heim nicht sein, sonst findet mich mein Besuch ja nicht ;)

 

Fabienne:

Wahrscheinlich ein ganz normales Haus mit viel Platz für Bücher, dass sich sogar vielleicht zwischen zwei anderen Häusern versteckt, ganz wie das Haus der Blacks in den Harry Potter Geschichten. Alternativ würde ich ein Häuschen am Meer wählen, das nicht nur unsichtbar ist, sondern auch immer woanders steht… solange ich es dann wieder finde….

 

5) Stellt euch vor, ihr würdet Kobolden, Trolle oder andere magische Geschöpfe begegnen. Wie würdet ihr reagieren?

 

Fabienne:

Im ersten Moment wohl überrascht, danach würde vermutlich meine Neugier durchkommen.

 

Thilo:

Gut möglich, dass ich mich einweisen lassen würde, weil ich die Befürchtung hätte, dass ich zwischen all den Geschichten in meinem Kopf und der Welt um mich herum nicht mehr genau unterscheiden könnte. Allerdings: Einige magische Geschöpfe sind schon sehr putzig...

 

6) Glaubt ihr irgendwie an Hexen, Magie oder übernatürliche Fähigkeiten?

 

Fabienne:

Ich glaube an die Magie der kleinen Dinge, kleine Gesten oder Taten, die Wunder des Alltags, die das Leben verändern, bereichern – das richtige Wort zur rechten Zeit, eine Hand, die genau dann die eigene hält, wenn man es braucht … das ist die Magie, die ich in der Welt finde, und manchmal mag mir der, der sie wirkt mir wie ein Magier vorkommen…

 

Thilo:

Da geht es mir ähnlich wie Fabienne. Wir Menschen neigen leider dazu, die ganze Magie, die uns umgibt, gar nicht wahrzunehmen oder wertzuschätzen. Ein tröstendes Wort zur rechten Zeit ist viel magischer und wertvoller als tausend Zaubersprüche es jemals sein könnten.

 

7) Wenn ihr wählen könntet: Wärt ihr lieber Hexe/Zauberer oder Hexenjäger, wie Faiths Vater und Schwester? Und warum?

 

Fabienne:

Ich würde die Hexe wählen, die Form, die mit Kräutern und Wissen den Menschen zu helfen vermag. Genau aus diesem Grund.

 

Thilo:

Das ist einfach. Ich fühle mich oft genug wie ein Zauberer, wenn ich durch Worte und Geschichte in meiner Vorstellung alles erschaffen und verändern kann, was ich möchte. Deshalb liebe ich das Schreiben auch so sehr. Es ist nur an unsere (magische) Fähigkeit zur Sprache gebunden – aber die Fantasie, die es anregt, ist völlig grenzenlos.

 

8) Könntet ihr euch vorstellen, dass es zu eurem gemeinsamen Buch eine Fortsetzung gibt? Oder habt ihr bereits andere Buchprojekte laufen?

 

Fabienne:

Für mich ist die Geschichte an dieser Stelle eigentlich abgeschlossen, und wir arbeiten gerade beide an ganz anderen Dingen, für meinen Teil könnte ich mir aber sehr gut eine weitere Zusammenarbeit vorstellen =)

 

Thilo:

Ich bin ein großer Fan von abgeschlossenen Geschichten – also solchen, die nicht nach einer Fortsetzung schreien (solange sie nicht ohnehin als Reihe geplant sind), sondern die an einer bestimmten Stelle einfach so rund erzählt sind, dass sie den Rest ohne schlechtes Gewissen der Fantasie aller Beteiligten überlassen können. „Das Mädchen und der Leuchtturm“ ist von uns so rund erzählt, denke ich. Was zukünftige Zusammenarbeiten angeht: Derzeit ist zwar nichts geplant – aber warum nicht eines Tages wieder?

 

9) In eurem Buch kommen die Städte Hamburg und Berlin vor. Welche Stadt favorisiert ihr und aus welchem Grund?

 

Fabienne:

Ich könnte keiner den Vortritt lassen. Ich mag an Hamburg die Nähe zum Meer und all die Dinge, die sich damit verbinden und der Stadt so ihr Flair geben, aber ich liebe auch das bunte, wuselige große an Berlin – vielleicht sogar ein winziges Quentchen mehr als Hamburg. Aber wirklich nur ein ganz kleines.

 

Thilo:

Ich war einige Jahre lang in Hamburg zuhause. Das war aufregend und wunderschön. Von daher muss ich Berlin eine leider Absage erteilen.

 

10) Wann habt ihr mit dem Schreiben begonnen? Und welches Buch ist euer Erstling? Erzählt uns mal etwas über eure erste Geschichte…

 

Fabienne:

Begonnen mit dem Schreiben habe ich mit ungefähr neun Jahren, ich habe neulich noch die ersten winzigen Erzählungen und Aufsätze gefunden. Meine erste Veröffentlichung nach verschiedenen Kurzgeschichten war die Novelle Sternenasche.

 

Thilo:

Meine erste Geschichte heißt „Dorn“ und ist eine klassische Fantasy-Erzählung in der namensgebenden Welt. Damit habe ich als Teenager angefangen und beinahe alle meine frühen Schreibversuche (ob lang oder kurz) drehten sich darum. 2013 ist auch tatsächlich ein Buch daraus geworden – also mit vielen Jahren Verspätung. Mein erstes Manuskript in Buchlänge war aber ein anderes: „Ravinia“. Das ist schon 2011 als Buch erschienen. Darin geht es um magische Schlüssel und es hat mir im übertragenden Sinne eine ganze Menge Türen geöffnet…

 

 

Vielen Dank, dass ihr unsere Fragen beantwortet habt J. Es war uns eine Freude.

Informationen zu "Das Mädchen und der Leuchtturm"

Autor/in: Fabienne Siegmund & Thilo Corzilius
Verlag: ohneohren
Seitenanzahl:
 200
Ebook-ISBN: 9783903006379
Internetseite des Verlags:
 http://www.ohneohren.com/

Klappentext: 

 

Nachdem Jean ein Mädchen kennenlernt, ahnt er schnell, dass etwas nicht stimmt. Jedes Lächeln, das er auf ihr Gesicht zaubert, schlägt in krachende Sommergewitter und Regentage um. Sie wohnt in einem unsichtbaren Leuchtturm mitten in Hamburg. Auf einmal drängen Märchen, Mythen und Legenden in Jeans Welt und entwickeln ein Eigenleben. Er begibt sich auf die Suche; nach Lösungen für Rätsel, die er kaum versteht; nach Antworten auf Fragen, die er nicht kennt. Wem kann Jean vertrauen und wem nicht? Oder kann er am Ende einzig und allein auf sein Herz hören?

 

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Mi

15

Mär

2017

Liz Flanagan - Eden Summer

Autorin: Liz Flanagan
Verlag: Aladin
Seitenanzahl:
368
ISBN:
978-3-8489-2093-8
Internetseite des Verlags:
http://www.aladin-verlag.de/programm/kinderbuch/detailansicht--Eden+Summer_805.html

 

Aufmachung des Buches
Das Cover von „Eden Summer“ ist hauptsächlich blau. Eine weiße Regenwolke verdeckt die Sonne und ziert die Mitte des Buchdeckels. Der Titel steht in rosa Schreibschrift über dieser Zeichnung. In der unteren Ecke wird ein Zitat aus dem Buch erwähnt. Die Sonne mit Regenwolke findet man zu jedem Kapitelbeginn wieder.

 

Inhalt
Morgens vor der Schule beginnt für Jess ein Albtraum. Ihre beste Freundin Eden ist verschwunden. Niemand weiß, was passiert ist, ob Eden weggelaufen ist oder entführt wurde. Jess und Edens Freund Liam werden von der Polizei verhört, da sie eine der letzten Personen waren, die Eden am Vorabend gesehen haben. Jess macht sich auf eigene Faust auf ihre Freundin zu finden. Dabei lässt sie die letzten Monate gedanklich Revue passieren. In der Zeit ist eine Menge passiert. Eden hatte mit einem Schicksalsschlag zu kämpfen, aber auch Jess hat Probleme. Während der Suchaktion schließt sie sich mit Liam zusammen. Für ihn empfindet Jess schon seit langem etwas, aber eigentlich ist er Edens Freund. Könne die beiden Eden finden?

 

Meine Meinung
Mir wurde „Eden Summer“ von Literaturtest als Rezensionsexemplar angeboten und mich hat der Klappentext gleich angesprochen. Das Buch handelt von Freundschaft, Liebe und Schicksalsschlägen.

 

Die Geschichte wird aus der Perspektive von der fünfzehnjährigen Jess erzählt. Ihre beste Freundin Eden verschwindet eines Tages spurlos. Jess ist verzweifelt und sucht auf eigene Faust nach ihrer Freundin. Sie besucht dabei Orte an denen sie gemeinsam mit Eden im Sommer war. Dabei denkt sie über einige gemeinsame Erlebnisse noch einmal nach. So lernt der Leser in Rückblicken Eden kennen. Diese hatte vor kurzem ein Schicksalsschlag zu verkraften. Könnte dies mit Edens Verschwinden zu tun haben?

 

Auch Jess hat im vergangenen Jahr ein schlimmes Erlebnis gehabt, dass ihr bis jetzt sehr zusetzt. Trotz ihrer Ängste wächst sie bei der Suche nach Eden über sich hinaus. Unterstützung erhält sie auch von Liam, Edens Freund. Zu ihm fühlt sie sich schon lange hingezogen. Doch nun ist er in einer Beziehung mit Eden. Jess muss bei der Suche einen kühlen Kopf bewahren, allerdings muss sie ständig an eine Situation mit Liam auf einer Party nachdenken.

 

Es ist interessant mit Jess die Suche nach Eden zu erleben. Durch die vielen Rückblicke erkennt man wie stark die Emotionen in den letzten Monaten hoch gekocht haben müssen. Jess und Eden haben eigentlich ein bisschen Glück verdient, doch immer wieder gibt es Abstürze. Die Schicksalsschläge sind schon sehr böse und als Leser muss man dabei auch schlucken. So etwas lässt sich sicher schwer verarbeiten.

 

Man fiebert mit, ob Jess ihre Freundin lebendig wiederfindet. Ist sie einfach nur abgehauen oder ist Eden in großer Gefahr?

 

Zwischenzeitlich war ich mir nicht sicher, wie ich Eden einschätzen soll. Ist sie eine gute Freundin für Jess oder ist sie einfach nur egoistisch. Eden scheint auf jeden Fall die Draufgängerin von den beiden zu sein. Jess tat mir schon leid, dass ihr Schwarm Liam mit Eden zusammen gekommen ist. Während der Suche nach Eden erfährt Jess dann mehr über Liams Gefühle.

 

Man erfährt, dass Eden neben Jess noch zwei weitere gute Freundinnen hat. Mir kam es dann aber während der Handlung so herüber als würde Eden eigentlich ihre Freizeit nur mit Jess und Liam verbringen. Die beiden anderen Freundinnen werden nur sehr am Rande erwähnt, weil sie mit Jess nichts zu tun haben. Gefühlsmäßig hätte man die beiden Charaktere auch ganz weg lassen können. In der Geschichte erkennt man eigentlich nur die Freundschaft zwischen Jess und Eden.

 

Der Erzählstil hat mir gut gefallen. Die gegenwärtige Geschichte spielt innerhalb eines Tages, doch gibt es immer wieder Rückblicke aus Jess‘ Sicht. Der Prolog hat mich schon neugierig gemacht, doch während der Handlung wurde mir langsam klar worauf es hinauslaufen könnte.

 

Mir hat die Geschichte als Jugendbuch gut gefallen. Woran ich mich zunächst gewöhnen musste, war die Tatsache, dass die Handlung an einem Tag spielt (auch wenn es viele Rückblicke gibt).

 

Mein Fazit
Ich gebe dem Jugendroman „Eden Summer“ vier gute Sterne. Die Geschichte war interessant und sehr gefühlvoll geschrieben.

 

Vielen Dank an Literaturtest mir ein Rezensionsexemplar zu ermöglichen.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Do

09

Mär

2017

Graeme Simsion - Das Rosie-Projekt

Autor/in: Graeme Simsion
Verlag: Fischer
Seitenanzahl:
368
ISBN:
978-3-596-52083-1 (Hardcover), 978-3-596-19700-2 (Taschenbuch)           
E-Book-ISBN:
978-3-10-402682-4
Internetseite des Verlags:
http://www.fischerverlage.de/buch/das_rosie-projekt/9783596197002

 

Aufmachung des Buches
Auf dem hauptsächlich pinken Cover von „Das Rosie-Projekt“ sieht man einen schwarz gedruckten Radfahrer. Er trägt scheinbar einen vornehmen Anzug und hält einen Blumenstrauß beim Fahren fest. Das Bild wirkt etwas abstrus und genau das passt zum Rosie-Projekt.

 

Inhalt
Don Tillman ist Professor an einer Universität und hat sein eigens strukturiertes Leben. Eigentlich fehlt nur noch die Frau an seiner Seite. Dazu entwickelt er eine Liste mit Fragen, die Frauen beantworten sollen damit Don die unpassenden Kandidatinnen eliminieren kann. Eines Tages taucht in seinem Büro Rosie auf, die sein bester Freund Gene scheinbar als Frau zum Kennenlernen geschickt hat. Aber in Dons Augen ist Rosie sehr ungeeignet. Sie ist unpünktlich, Raucherin und auch noch Barkeeperin. Eigentlich könnte Don die Dame gleich wegschicken, aber Rosie braucht seine Hilfe um ihren leiblichen Vater zu finden. Don ist nämlich Experte im Thema Genetik. So beginnt für Don eine aufregende Zeit, die sein geordnetes Leben nach und nach auf den Kopf stellt. Zum Schluss bleibt die Frage, ob Rosie wirklich keine geeignete Frau für Don ist?!

Meine Meinung
„Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion lag nun schon etwas länger auf meinem SuB. Nun war es an der Zeit das Buch endlich mal zu lesen. Schließlich habe ich schon viele gute Meinungen darüber gehört.

 

Ich finde, man muss in die Handlung erst einmal richtig hineinfinden. An den Erzählstil musste ich mich zunächst gewöhnen. Man lernt Don mit seiner  eigenen Denkweise und Logik kennen. Damit hatte ich mich erst einmal anzufreunden. Don ist kein „normaler“ Charakter“. Er strukturiert seine Wochentage durch. Alles hat seinen Zeitplan und er hat auch einen Essensplan für jeden Tag der Woche. Eigentlich möchte er von diesen Plänen nicht abweichen. Trotz Startschwierigkeiten war es interessant Dons Persönlichkeit kennenzulernen.

 

Don ist hochgebildet und er kommuniziert auf sehr wissenschaftliche Weise. Bei ihm kommen schwer Gefühle herüber. Lange Zeit ist auch nicht sicher ob er überhaupt Emotionen empfinden kann. Seine Suche nach einer Frau geht er auch sehr wissenschaftlich an. Durch eine Liste möchte er für sich die passende Frau finden. Hier erkennt man, dass es erst einmal nicht um Gefühle wie Liebe geht. Doch Don ist einfach anders gestrickt. Durch Rosie erkennt er aber endlich auch, dass nicht alles strukturiert sein muss und erlebt durch sie auch einige glückliche Momente. Dies war sehr schön mitzuerleben. Kann Rosie vielleicht doch die richtige Frau an seiner Seite sein, obwohl sie seiner Perfekten-Frau-Liste sogar nicht entspricht?

 

Rosie und Don lernen sich kennen, weil Rosie ihren leiblichen Vater sucht. Don kennt sich im Thema Genetik sehr gut aus und führt nun an der Uni heimlich Rosies Vater-Projekt durch. Schon weicht er von seinen ursprünglichen Überzeugungen ab und macht auch mal unrechte Dinge. Es ist schon niedlich wie Don sich in sein neues Projekt für Rosie vertieft. Er wächst über sich hinaus.
Amüsant ist es dabei, wie Don und Rosie bei ihrem Vaterprojekt vorgehen. Es wird schwer für die beiden geeignetes Genmaterial zu besorgen. So müssen die beiden auch schnell mal  improvisieren. Aber Don ist schlau und findet immer wieder Lösungen.

 

Für mich war es schwierig die Gefühle von Rosie und Don richtig nachzuvollziehen. Vielleicht hat es mit Dons Charakter zu tun, aber mir hat es auch von Rosies Seite aus gesehen an Emotionen gefehlt. Möglich, dass dies beabsichtigt ist, weil Don Schwierigkeiten mit Empfindungen hat. Doch mir kam die Liebesgeschichte leider nicht so richtig herüber.

 

Dons bester Freund heißt Gene. Dieser Name war für mich Programm. Der Roman thematisiert ja in einem großen Teil „Genetik“. Hier finde ich es sehr passend Don einen Freund namens Gene zur Seite zu stellen. Gene ist auch eine Person über die man sich wundern kann. Er ist verheiratet, geht aber für ein eigenes Projekt fremd. Angeblich hat er mit seiner Frau Claudia eine offene Ehe. Doch am Verhalten von Claudia erkennt man, dass sie darüber nicht glücklich ist. Sie ist neben Gene auch Dons beste Freundin. Dons Freundeskreis beschränkt sich hauptsächlich auf diese beiden.

 

Ich habe beim „Rosie-Projekt“ zwar etwas mehr erwartet, aber alles in allem ist es eine interessante Geschichte, die man nicht alle Tage in dieser Form zu lesen bekommt. Leider hat mich der Roman nicht so stark mitgerissen, dass ich das Gefühl hatte das Buch nicht zur Seite legen zu können. Möglicherweise lese ich auch bei Gelegenheit einmal den zweiten Teil „Der Rosie-Effekt“.

 

Mein Fazit
Eine interessante Liebesgeschichte aus der Sicht eines hochintelligenten Mannes, der Schwierigkeiten mit Gefühlen hat. Ich gebe dem Buch vier Sterne, weil es trotz meiner Kritikpunkte mal eine neue Geschichte für mich war, die ich in dieser Form noch nicht gelesen habe.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Mi

01

Mär

2017

Thilo Corzilius - Alles was dazwischenliegt

Autor: Thilo Corzilius
Verlag: Forever Ullstein
Seitenanzahl:
224
E-Book-ISBN:
978-3-95818-164-9
Internetseite des Verlags:
http://forever.ullstein.de/ebook/alles-was-dazwischen-liegt/

 

Aufmachung des Buches
Auf dem Cover zu „Alles was dazwischenliegt“ von Thilo Corzilius sieht man ein Pärchen. Sie laufen Händchenhaltend am Strand entlang. Durch das Sonnenlicht, welches auf die beiden fällt, bekommt man beim Betrachten des Bildes richtige Sommergefühle. Die Gestaltung ist gut gewählt, denn die Protagonisten landen während der Geschichte auch auf Sylt.

 

Inhalt
Gerade hat die 18-jährige Mira ihre Abiturprüfungen hinter sich gebracht. Nun macht ihr Freund Jesper kurzerhand mit ihr Schluss, weil er in die USA gehen möchte. Dann landet sie auch noch wegen ihm im Krankenhaus. Anstatt reumütig von Jesper besucht zu werden, sitzt plötzlich Schulkamerad und Gitarrist Valentin an ihrem Klinikbett. Ein paar Tage später befindet sich Mira bereits auf Roadtrip mit genau diesem. Valentin hat sie zu dieser spontanen Reise überredet und so ist ihr erstes Ziel List auf Sylt. Valentin schreibt immer wieder etwas in seine „Kladde“, doch möchte er vorerst nichts davon Mira erzählen. Irgendetwas beschäftigt ihn und Mira wird immer neugieriger. Sie mag Valentin und will mehr über seine Gedanken wissen. Ein Vertrauensbruch könnte ihre entstehende Freundschaft zerstören…

Meine Meinung
Im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks durfte ich „Alles was dazwischenliegt“ von Thilo Corzilius lesen. Ich bin sehr froh darüber. Die Geschichte um die 18-jährige Mira ist bewegend und regt zum Nachdenken an. Auch der Schreib- und Erzählstil hat mir sehr gut gefallen.

 

Mira hat gerade ihr Abitur gemacht. Nun beendet ihr Freund Jesper ihre Beziehung. Er möchte in den USA studieren und sieht keine Zukunft für sich und Mira. Schon hier konnte ich über Jesper nur den Kopfschütteln. Ihm scheint so gar nichts an der Beziehung zu liegen. Dann landet Mira auch noch wegen ihm im Krankenhaus. Dort muss sie dann feststellen wie echt ihre Freundschaften sind. Man erkennt doch immer wieder, wenn es einem schlecht geht, auf wen man sich verlassen kann.
An ihrem Krankenbett sitzt Valentin. Mit ihm hatte sie während der Schulzeit eigentlich gar nicht zu tun. Trotzdem besucht er sie in der Klinik. Als Mira wieder zu Hause ist, überredet dieser sie zu einem Sommer-Roadtrip. Ich habe mich sehr wohlgefühlt beim Lesen und kam mir vor als wäre ich auch auf Reise. Es ist schön ihre Fahrt nach Sylt und ihr Aufenthalt dort zu erleben. Besonders interessant ist dort das Kennenlernen des blinden Nick.

 

Während der Reise wird immer deutlicher, dass Valentin etwas beschäftigt. Er schreibt oft in eine Art Tagebuch („Kladde“). Mira spricht ihn auch darauf an. Doch Valentin möchte ihr (noch) nicht mitteilen, was er hinein schreibt. Valentin spricht ziemlich oft über den Tod bzw. über „alles was dazwischenliegt“. Mira macht das wahnsinnig und so kommt es, dass sie ihre eigenen Schlussfolgerungen zieht. Dann entdeckt sie auch noch eine Liste, die sie bestätigt. Sie begeht einen Vertrauensbruch, den ich als Leserin auch nicht gutheißen kann.

 

Für mich war es auch spannend den Spreepark in Berlin kennenzulernen. Dabei handelt es sich um einen geschlossenen und verwilderten Freizeitpark. Der Trip dorthin hat mir sehr gut gefallen. Ich neige schon fast dazu zu behaupten, dass ich die Anlage gerne auch mal sehen würde ;-).

 

Man erfährt erst spät, was Valentin beschäftigt. Hierbei erkennt man, wie böse das Schicksal doch immer wieder mitspielen kann. Was ihn wiederfährt, ist auch im realen Leben nie auszuschließen. Seine Situation regt zum Nachdenken an und kann einen traurig stimmen. Es gibt auch weitere Passagen im Buch, über die man sich Gedanken machen kann. Beim Lesen sollte man sich auf jeden Fall Taschentücher bereit legen.

 

Der Roadtrip verändert Miras Leben und Einstellungen. Sie überdenkt einiges. Leider muss sie auch selbst einen Schicksalsschlag verkraften mit dem sie nicht gerechnet hat. Auch hier sieht man wie schnell sich etwas ändern kann.

 

Die Charaktere Mira und Valentin sind mir ans Herz gewachsen. Ihre Freundschaft entwickelt sich sehr schön, sodass auch mehr aus den beiden werden könnte. Doch dann kommt der erwähnte Vertrauensbruch dazwischen. Kann Mira ihren Fehler wieder gutmachen?

 

Alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen. Nur ging mir das Ende dann zu schnell und ich hätte gerne noch mehr über Mira und Valentin erfahren.

 

Mein Fazit
„Alles was dazwischenliegt“ ist eine kurzweilige Geschichte mit einem Roadtrip, der Mira die Augen für neue Perspektiven öffnet. Das Buch erhält von mir 4 gute Sterne und eine Leseempfehlung.

Vielen Dank, dass ich an der Leserunde teilnehmen und den bewegenden Roadtrip miterleben durfte.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Mo

27

Feb

2017

Interview - Laura J. Coleman

Hallo zusammen,

 

nach einer längeren Interview-Pause haben gibt es heute mal wieder eines für euch :). Dieses Mal möchten wir Larua J. Coleman vorstellen. Vor kurzem habe ich ihr außergewöhnlicher Liebesroman "Isabellas Plan vom Glück" gelesen und rezensiert (hier geht es zur Rezension: Klick mich). Nun lernt ihr die Autorin dazu kennen ;-).

 

Viel Spaß! :)

 

Interview

Laura J. Coleman
Laura J. Coleman

Liebe Laura,

 

ich bedanke mich sehr dafür, dass du dich für ein Interview mit unserem Blog bereit erklärt hast.
Gerade habe ich „Isabellas Plan vom Glück“ von dir gelesen. Eine wirklich außergewöhnliche Liebesgeschichte, dazu aber sicher noch mehr im Interview.

In diesem Sinne beginnen wir doch mit dem Frage-Antwort-Spiel.

 

~Kristina~

 

 

1) Erzähl uns doch zunächst bitte mal ein bisschen etwas über dich. Wie kamst du zum Beispiel zum Schreiben und ist das Arbeiten als Autorin dein Hauptberuf? Warum schreibst du unter dem Pseudonym Laura J. Coleman ;)?

 

Hallo. Erstmal möchte ich mich für das Interesse an meiner Person bedanken. Das ehrt mich wirklich sehr. Die Frage nach dem „Warum“, kann ich gar nicht so leicht beantworten. Es ist nicht so, wie bei vielen anderen Schriftstellern, dass ich bereits im Kindesalter viel gelesen und geschrieben habe. Im Gegenteil: Ich habe erst nach der Schulzeit überhaupt Interesse an Romanen entwickelt, da dieses erzwungene Bücherlesen im Unterricht ein Graus für mich war. Was ich allerdings schon immer hatte, war viel Fantasie und Kreativität. Mein Zwillingsbruder kam schon sehr früh in den Genuss meiner ausgedachten Geschichten. Später habe ich viel gemalt, war auf einem kunstorientierten Gymnasium, aber das Schreiben habe ich erst vor 12 Jahren angefangen. Ich wollte die ungewöhnlichen Umstände einer persönlichen Liebesgeschichte für mich festhalten- wie eine Art Biografie. Plötzlich habe ich gemerkt, dass mich das Schreiben bereichert. Ich habe nicht kontinuierlich, aber doch immer wieder, an der Geschichte geschrieben, bis sie eines Tages fertig war. Es hat mir plötzlich etwas gefehlt. Also habe ich wieder begonnen, aber diesmal mit einer rein fiktiven Geschichte und so erblickten Isabella und Gabriel das Licht der Welt. Im Moment schreibe ich nebenberuflich, aber natürlich ist der Traum eines jeden Schriftstellers, zukünftig so viele Leser zu begeistern, dass aus der Leidenschaft ein Hauptberuf wird. Ich schreibe unter Pseudonym, da ich mir vorbehalten möchte, auch in anderen Genres zu schreiben. Außerdem ist das Pseudonym klangvoller, als mein bürgerlicher Name J

 

 

2) „Isabellas Plan vom Glück“ beschreibt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Wir erleben in dem Buch Gabriels Charakter als sehr labil. Er hat Zwänge, die dazu führen, dass er Berührungen kaum verträgt. Wie bist du auf diese Thematik gekommen? Und hast du dazu viel Recherchearbeit leisten müssen?

 

Ich habe in der Vergangenheit festgestellt, dass mich Charaktere reizen, die Widersprüche in sich tragen. Also habe ich Gabriel entwickelt- Auf den ersten Blick stark, unnahbar und selbstbewusst. Ich habe es geliebt, ihm diesen zerbrechlichen Kern zu schenken, weil er so viel Potenzial für eine Liebesgeschichte geboten hat. Bei Isabella war es ähnlich- taff und vorlaut, aber gleichzeitig sinnlich und weich. Die Thematik hat sich zufällig ergeben, weil ich im Internet etwas über Zwangserkrankungen gelesen habe und so wurde das Feuer entfacht. Die Recherchearbeit ist bei einem Roman in allen Bereichen sehr umfassend. Das fängt bei der Szenerie an und hört beim Wetter in dargestellter Jahreszeit auf. Wie warm wird es im Sommer in Manhattan, ist es plausibel, dass der Protagonist dieses Outfit trägt, welche Autos fahren dort, und und und. Das Schreiben eines Romans enthält so viel mehr, als den eigentlichen Plot, aber das ist es auch, was Spaß macht. Ich tauche da in eine völlig neue Welt ein…

 

 

3) Isabella ist zunächst die taffe Persönlichkeit in der Geschichte bis zu einen Schicksalsschlag (ohne spoilern zu wollen), der für mich als Leserin sehr unerwartet kam. War dir beim Schreiben vom Anfang an klar, dass auch Isabellas Leben auf den Kopf gestellt werden muss und sie sich in ihr Schneckenhaus verkriecht? Wie entstehen deine Erzählungen? Hast du von Beginn an eine genaue Vorstellung oder entwickeln sich deine Geschichten?

 

Haha, ertappt! Tatsächlich hatte ich vorher keine genaue Vorstellung von der Entwicklung. Ich habe grundsätzlich eine Idee von Protagonisten, Szenerie und einen groben Plot im Kopf. Wo die Reise hinführt, entscheidet sich tatsächlich erst während des Schreibens. Ich empfinde das Schreiben, wie das Lesen. Ich tauche also so stark in die Geschichte ein, dass ich selbst wissen möchte, wie es weitergeht und so schreibe ich einfach ohne zu überlegen. Das klingt merkwürdig, wird aber vielleicht manch einem Schriftsteller bekannt vorkommen. Ich wusste, dass Isabellas Zuversicht erschüttert werden musste, aber mit dem Schicksalsschlag habe ich mich selbst überrascht J

 

4) Ich habe gelesen, dass dein Buch zunächst durch Selfpublishing unter einem anderen Buchtitel erschienen ist. Wie kamst du zu Feelings und warum wurde der Titel abgeändert?

 

Das war Schicksalsfügung, würde ich sagen. Ich hatte meine Geschichte beendet und einigen Testlesern vorgestellt, die sie für gut befanden. Da es mein Erstlingswerk war, wollte ich dann erstmal vorsichtig testen, wie das Manuskript bei einer breiteren Masse Lesern überhaupt ankommt. Ich meine, man schreibt etwas, das man selbst gut findet, was jedoch nicht unweigerlich bedeutet, dass es auch viele andere Menschen mögen. Ich wollte also mein Glück versuchen und habe es bei Neobooks selbst veröffentlicht. Die starke positive Resonanz hat mich dann völlig überwältigt. Zwei Monate später, hatte ich das Glück, vom Lektorat Droemer-Knaur „entdeckt“ zu werden. Die Mail mit dem Vertragsangebot zur Veröffentlichung bei feelings, war einer der glücklichsten Tage meines Lebens. Die Neufindung von Titel und Cover, gehört zum normalen Entwicklungsprozess der professionellen Veröffentlichung dazu.

 

5) „Isabellas Plan vom Glück“ spielt in New York. Warst du selbst schon einmal in der Metropole? Wenn ja, magst du uns etwas über die Zeit dort erzählen?

 

Nein, ich war nur in Miami, aber selbst noch nie in New York. Ich liebe das Internet und Google Streetview für die Möglichkeiten, die man als Schriftsteller bekommt, auch wenn man selbst nie diesen Ort besucht hat.

 

6) In deinem Buch schreibst du über ein Tierheim. Hast du selbst Haustiere? Oder hast sogar selbst mal in einem Tierheim ausgeholfen?

 

Ich hatte immer eine hohe Affinität zu Tieren und bin sogar gelernte Tierarzthelferin ;-) Haustiere hatte ich seit meiner Geburt in großem Umfang: Hund, Katze, Maus, Hasen, Meerschweinchen, Hühner, …, es war alles dabei. In einem Tierheim gearbeitet habe ich allerdings noch nie. Meine besondere Liebe gehört den Reptilien. Ich besitze aktuell aber nur zwei Leopardgeckos, mit denen ich allerdings schon 22 Jahre mein Leben teile. Neue Tiere dürfen nicht einziehen, da ich leider zu wenig Zeit dafür habe.

 

 

7) Sind weitere Buchveröffentlichungen von dir in Planung bzw. gibt es bereits andere Bücher von dir auf dem Markt? Schreibst du immer Liebesromane oder auch in anderen Genre?

 

Ich schreibe aktuell an einer neuen Geschichte, die ich Mitte des Jahres meinem Lektorat vorstellen werde. Natürlich hoffe ich, dass ich noch ganz oft die Möglichkeit bekomme, meine Geschichten zu veröffentlichen. Drückt also die Daumen! Im Moment bewege ich mich in meinem Wohlfühlgenre Liebe. Ich würde aber nie ausschließen, auch mal einen Abstecher in ein anderes Genre zu wagen.

 

8) Sicher liest du auch selbst gerne, oder? ;-) Bei welchen Büchern bleibst du sofort in der Buchhandlung stehen? Welches Genre bevorzugst du selbst beim Lesen?

 

Ich lese eigentlich ausschließlich Liebesromane, wobei ich auch ganz gerne mal einen kleinen Abstecher zu Charlotte Link mache. Ansonsten sind Nicholas Sparks, Nora Roberts, Cecilia Ahern, Jojo Moyes Autoren, die ich gerne lese. Ich entscheide überwiegend spontan nach Cover und Kurztext, ob ich ein Buch kaufe. Leider bleibt mir im Moment kaum Zeit zum Lesen, da ich viel Energie in das aktuelle Buch und das zukünftige Projekt investiere.

 

9) Wie sieht bei dir das Wochenende aus? Bist du lieber viel unterwegs oder eher jemand, der es auch mal ganz gut findet sich zurückzuziehen? Vielleicht auch eine Mischung aus beiden? ;-)

 

Das variiert sehr stark. Eigentlich bin ich gerne unterwegs, treffe Freunde, feiere gerne. Es gibt aber viele Momente, da genieße ich die Ruhe und das Gefühl völlig in ein Manuskript eintauchen zu können. Grundsätzlich bin ich ein Nachtmensch. Wenn andere schlafen gehen, erblüht bei mir die Kreativität und die Energie, sehr zum Leidwesen des empfohlenen 8-Stunden-Schlafes.

 

10) Freust du dich über jede Art von Feedback zu deinen Bücher? Egal, ob positive oder negative Kritik?

 

Ich freue mich über jede Art konstruktives Feedback! Nur dadurch kann man sich entwickeln. Aber natürlich freue ich mich über positive Resonanz am Meisten J

 

Vielen Dank für deine Antworten J.

 

 

Vielen Dank für die Fragen J

Informationen zu "Isabellas Plan vom Glück"

Autor/in: Laura J. Coleman
Verlag: Feelings
Seitenanzahl:
 344
ISBN:
 9783426216125
E-Book-ISBN: 9783426443569 (epub)
Internetseite des Verlags:
 https://goo.gl/FNYHfG

 

Klappentext

 

Romantisch, spannend, witzig: eine Liebesgeschichte mit Tiefgang!

 

Die lebenslustige Isabella Thompson lebt in New York ein Leben nach ihrem Geschmack: Sie hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und kümmert sich im Tierheim ihrer Freundin Suzanne aufopferungsvoll um verwaiste Hunde, ohne dafür auch nur einen Cent zu bekommen. Als sie eines Tages durch Zufall dem wohlhabenden Gabriel Dallaway McAllister begegnet, dessen Leben durch Zwänge und Prinzipien kontrolliert wird, ist für beide schnell klar, dass sie es keine Minute miteinander aushalten können, ohne sich gegenseitig umbringen zu wollen - zu verschieden sind ihre Ansichten vom Leben! Doch leider meint es das Schicksal nicht gut mit ihnen, und so führt eine Krise von Gabriel dazu, dass Isabella einen profitablen Plan ausheckt, der sie stärker aneinander bindet, als ihnen beiden anfangs lieb ist...

 

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Sa

25

Feb

2017

Ranka Keser - Das Herz ist ein gutes Versteck

Autor/in: Ranka Keser
Verlag: Diana
Seitenanzahl:
384
ISBN:
978-3-453-35911-6
E-Book-ISBN: 978-3-641-19678-3
Internetseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Herz-ist-ein-gutes-Versteck/Ranka-Keser/Diana/e502309.rhd#biblios

 

Aufmachung des Buches
Auf dem Cover von „Das Herz ist ein gutes Versteck“ sieht man verschiedene Gegenstände: eine Tasche, Damenschuhe, eine Brille, eine Kaffeetasse, ein Törtchen und Blumen. Dies sind alles Dinge, die irgendwie in der Geschichte vorkommen. Das Bild ist passend, aber es hätte auch sicher bei anderen Romanen verwendet werden können. Das Cover wäre nicht ausschlaggebend für mich gewesen diese Geschichte lesen zu wollen.

 

Inhalt
Bei einem Klassentreffen trifft Rieke nach dreißig Jahren auf ihren Klassenkamerad Werner wieder, den sie als unscheinbaren Jungen in Erinnerung hat. Aus ihm ist ein attraktiver Mann geworden. Werner geht bei dem Aufeinandertreffen gleich aufs Ganze in dem er Rieke um ein Gefallen bittet. Damit Werner ein Erbe von einem Großonkel, den er kaum kennt, erhält, muss er eine Partnerin vorweisen können. Kurzerhand bittet er Rieke seine Freundin zu spielen. Im Gegenzug würde sie eine enorme Summe des Erbteils erhalten. Rieke zögert kurz, doch sie liebäugelt mit einem Laden in dem sie gerne ihr Secondhand-Geschäft unterbringen möchte. So kommt es, dass sie mit Werner ein Liebespaar spielt, wobei Rieke in Wahrheit längst der Liebe abgeschworen hat. Kann dieses Lügenkonstrukt gegenüber Werners Großonkel und auch ihrer Familie bestehen? Und warum fühlt sich Rieke zu wohl in Werners Gesellschaft? Sie möchte schließlich keine Beziehung mehr haben. Das Gefühlschaos kann beginnen, dabei ist das Herz doch so ein gutes Versteck...

Meine Meinung
Der Klappentext hat mich direkt angesprochen und so war ich sehr interessiert, die Geschichte um Rieke und Werner zu lesen. Das Buch hat mich auch nicht enttäuscht. Es lässt sich flüssig lesen und so kam ich in der Erzählung schnell voran.

 

Der Roman beginnt zunächst mit einem Rückblick in Riekes Schulalter als ihr erster Freund sie enttäuscht hat. Anschließend gibt es einen Zeitsprung um dreißig Jahre. Rieke ist nun eine Frau in ihren Mittvierzigern, hat ein Secondhand-Laden und ist überzeugter Single. Sie möchte auch keine feste Beziehung haben. Zu sehr wurde sie in der Vergangenheit von der Liebe enttäuscht. Es gibt immer wieder Andeutungen auf einen Mann, aber als Leser erfährt man erst später, was genau passiert ist.

 

Auf einem Klassentreffen trifft Rieke auf Werner wieder. Sie ist erstaunt, wie dieser sich entwickelt hat. Und dann ist er auch noch Chefkoch in Riekes Lieblingsrestaurant. Schade irgendwie, dass sie sich somit nicht schon früher begegnet sind. Als Werner Rieke darum bittet für ein mögliches Erbe seine Lebensgefährtin zu spielen, zögert diese nur kurz. Sie benötigt nämlich Geld um ein Ladengeschäft kaufen zu können. Was als eine Zweckspartnerschaft beginnt, entwickelt sich zu einem Gefühlschaos. Wie bereits erwähnt, hat Rieke der Liebe abgeschworen. Werner zeigt aber reges Interesse an Rieke. Es war für mich unbegreiflich, warum Rieke ihren Gefühlen einfach keinen freien Lauf lässt. Man erfährt aber auch, warum sie Angst hat, eine Beziehung einzugehen. Ihre Verlustängste sind aus bestimmten Gründen groß. So erlebt man als Leser ein Wechselbad der Gefühle zwischen den beiden. Wenn Rieke nicht bald eine Entscheidung trifft, könnte es zu spät für sie und Werner sein. Sonst ergreift dieser noch die Flucht.

 

Rieke macht ihren Job im Secondhand-Laden mit Leidenschaft. Hier fühlt sie sich wohl. Gemeinsam mit Pierre, ihren schwulen und besten Freund, berät sie ihre Kunden über ihre Designer-Secondhand-Ware. Dabei werden sehr bekannte Namen von Modelabels der Extraklasse im Buch erwähnt.
Pierre ist eine Klasse für sich. Er erzählt ganz gerne Lügengeschichten über sich. Da kann man schon mal schmunzeln. Doch irgendwann vertraut er seine Vergangenheit Rieke an. Hier erkennt man dann ihre tolle Freundschaft.

 

Mir hat auch die Nebengeschichte von einem Kater gut gefallen. Eine anfängliche Feindschaft kann hier sich durchaus zur Freundschaft entwickeln.

 

Unerwähnt lassen möchte ich auch nicht Werners Großonkel Wilfried. Zu Beginn dachte ich, er wäre ein Ekel, aber schnell wächst der alte Mann einen ans Herz. Rieke gewinnt ihn lieb, auch wenn er sie zu ihrem Leiden immer Fredi nennt. Rieke bekommt nun auch immer mehr Gewissenbisse ihn anzulügen. Wie soll sie sich nur verhalten?

 

Riekes Verhältnis zu ihrer Familie finde ich schön, auch wenn ihre ältere Schwester Emma vom Charakter manchmal gewöhnungsbedürftig ist. Riekes Vater ist mit seinen Meinungen niedlich. Er sagt manchmal Dinge, die zum Schmunzeln sind. 

 

Das Buch hat mir gut gefallen mit allen Hindernissen, die Rieke überwinden muss um vielleicht doch mal aus ihrem Versteck im Herzen hervor zu kommen. Mit 46 Jahren sollte sie vielleicht doch mal die Liebe mit offenen Armen empfangen.

 

Mein Fazit
Ich habe mich in der Geschichte wohl gefühlt und es waren kurzweilige Lesemomente. „Das Herz ist ein gutes Versteck“ bekommt von mir vier Sterne.

 

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des eBook-Exemplars für Rezensionszwecke. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Di

21

Feb

2017

Laura J. Coleman - Isabellas Plan vom Glück

Autor/in: Laura J. Coleman
Verlag: Feelings
Seitenanzahl:
344
ISBN:
9783426216125
E-Book-ISBN: 9783426443569 (epub)
Internetseite des Verlags:
https://goo.gl/FNYHfG

 

Aufmachung des Buches
Das Cover von „Isabellas Plan vom Glück“ von Laura J. Coleman zeigt die Schatten eines Pärchen, das mit einem Hund Gassi geht. Im Hintergrund erkennt man die Skyline von New York. Das Bild ist passend zum Inhalt des Buches gewählt und gefällt mir gut.

 

Inhalt
Isabella hilft gelegentlich bei ihrer Freundin Suzie im Tierheim aus, in dem sie sich um die Hunde kümmert. Um Spenden für  das Heim zu erhalten, macht sich Isabella in der City von New York auf und trifft auf den reichen Unternehmer Gabriel. Er erweist sich allerdings als unangenehme Person und bringt Isabella zur Weißglut. Doch schließlich gehen die beiden ein Deal ein. Gabriel spendet fürs Tierheim und Isabella soll ihm verhelfen glückliche Momente zu erleben. Gabriel hat nämlich seine eigenen Probleme, die sein Leben ziemlich beeinflussen und erschweren. Isabellas Abneigung zu Gabriel wird bald auf die Probe gestellt…

Meine Meinung
„Isabellas Plan vom Glück“ ist mal eine etwas andere Liebesgeschichte und das macht das Buch sehr lesenswert. Die chaotische Isabella trifft auf Gabriel, der sein Alltag total durchgeplant hat. Dies hat aber einen Grund. Gabriel hat Zwänge. Zum Beispiel kann er keine Berührungen ertragen und wäscht bzw. schrubbt seine Hände bis sie wund und blutig sind. Somit ist es für Gabriel eigentlich auch unmöglich eine richtige Beziehung zu führen. Seine Situation wirkt aussichtslos. Als Isabella in sein Leben tritt, ändert sich alles. Zunächst können sich die beiden überhaupt nicht leiden, doch als Isabella von Gabriels Leiden erfährt, wird sie ehrgeizig. Sie möchte ihm helfen. Sie versucht mit ihm Dinge zu unternehmen, die für Menschen ohne diese Zwangskrankheit ganz normal wirken. Nach und nach entwickeln sich auch Gefühle zwischen Isabella und Gabriel. Doch immer wieder gibt es Tiefschläge, die das Glück der Beiden verhindert. Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Ich habe bisher kein Liebesroman gelesen, in dem einer der Hauptcharaktere solche Phobien hat, dass er keine Berührungen verträgt. Es war interessant zu lesen, wie Isabella Gabriel nach und nach aus der Reserve lockt und ihm hilft. Auch die Liebesgeschichte, die sich dabei entwickelt, war wundervoll zu erleben. Isabella und auch der zunächst arrogante Gabriel sind mir sehr ans Herz gewachsen.

 

Isabella muss während der Geschichte dramatische Tiefschläge erleben. Die eigentlich taffe, humorvolle und selbstbewusste Frau benötigt bald selbst Hilfe um aus einem Schneckenhaus wieder heraus zu kommen. Kann Gabriel, der ja eigentlich selbst seine Probleme hat, Isabella helfen? Der Grund für Isabellas Situation war sehr schockierend. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Hier ist Taschentuchalarm vorprogrammiert.

 

Gabriel leidet an seinen Zwängen. Es ist schon sehr erschreckend darüber zu lesen. Man erfährt auch, wie es möglicherweise zu seiner Krankheit gekommen ist. Seine Eltern sind nicht das Paradebeispiel für gute Erziehungsberechtigte. Seine Vergangenheit ist auf Lügen aufgebaut und er steht immer wieder im Familienunternehmen unter Druck. Gabriel kann einem nur leidtun. Als ein totgeglaubter Freund auftaucht, werden seine Zwänge zunächst noch schlimmer.

 

Lustig ist, dass Isabella Gabriel zu Beginn direkt duzt, während Gabriel umgekehrt lange das „Sie“ aufrecht erhält. Ich dachte mir oft, wann duzt er sie endlich?! Es hat lange gedauert.

 

Der Schreibstil von Laura J. Coleman hat mir gut gefallen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Die Kapitel sind oft sehr kurz. Eigentlich mag ich ja kürzere Kapitel, aber hier geht es schon stark an die Grenze.

 

Mein Fazit
Ich bin froh, dass ich die Geschichte lesen durfte. Mir hat diese außergewöhnliche Liebesgeschichte gut gefallen. Von mir erhält das Buch vier gute Sterne. Ein Muss für alle, die gerne Liebesromane lesen.

 

Vielen Dank an Feelings für die Bereitstellung eines eBooks für Rezensionszwecke.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Mo

20

Feb

2017

Krystyna Kuhn - Monday Club-Das erste Opfer

Dieses Mal gibt es eine Team-Rezension. Wir, Angelina und Kristina, haben gleichzeitig "Monday Club-Das erste Opfer" gelesen und möchte nun euch gemeinsam unsere jeweilige Meinung präsentieren ;-). Somit ergeben sich gleich zwei verschiedene Ergebnisse :-D.

 

Viele Grüße

 

Kristina & Angelina 

Team-Rezension von Angelina und Kristina

Autor/in: Krystyna Kuhn
Verlag: Oetinger
Seitenanzahl:
384
ISBN:
978-3-7891-4061-7
E-Book-ISBN: 978-3-86274-551-7
Internetseite des Verlags:
http://www.oetinger.de/buecher/jugendbuecher/alle/details/titel/3-7891-4061-9/19662/33264/Autor/Krystyna/Kuhn/Monday_Club._Das_erste_Opfer.html

 

Aufmachung des Buches


Kristina:

Das Hardcover von „Monday Club – Das erste Opfer“ zeigt das Gesicht eines Mädchen mit geschlossenen Augen. Die linke Hälfte des Bildes ist in rosatönen und die rechte Hälfte in Blautönen gehalten. Ob die Covergestaltung eine Bedeutung hat, erschließt sich mir noch nicht.

 

Angelina: Hätte ich das Buch nicht als Leseexemplar erhalten, hätte mich das Cover nicht angesprochen. Ich denke auf dem Cover

ist Faye abgebildet, aber ob die Farbgestaltung und die Blätter

wirklich einen Sinn ergeben zum Inhalt des Buches, erschließt sich

mit nicht wirklich.

 

Inhalt
Die Sommerferien sind vorbei und die sechszehnjährige Faye freut sich auf ihre beste Freundin Amy, die sie während der freien Zeit nicht sehen konnte. Doch Amy verhält sich seltsam und bittet sie an einem Abend zu einem Gespräch. Dazu kommt es dann leider nicht mehr. Amy stirbt bei einem Autounfall. Faye verzweifelt an ihrer Trauer. Aber seltsamerweise begegnet Faye Amy nach ihrem Tod. Oder ist es nur eine Halluzination, die durch Fayes Schlafkrankheit hervorgerufen wird? Schon bald weiß Faye nicht mehr, was real ist und wem sie vertrauen kann. Warum ist ihr Freund Josh plötzlich so abweisend? Und was hat der Monday Club mit den Geschehnissen in Bluehaven zu tun? Faye findet in dem Neuankömmling Luke einen Verbündeten und kommt einem Geheimnis auf die Schliche…

Meine Meinung

 

Kristina:
„Monday Club – Das erste Opfer“ von der Autorin Krystyna Kuhn lag nun schon einige Zeit auf meinem SuB. Das musste geändert werden. Leider hab ich beim Lesen des Buches durch Recherche im Internet erfahren, dass es unsicher ist, ob Teil 3 und somit das Finale der Trilogie überhaupt erscheinen wird. Diese Erkenntnis hat mich dann teilweise halbherzig das Buch weiterlesen lassen, denn es wäre schon schade, wenn eine Trilogie nicht beendet werden könnte. Schließlich liest man ja eine Reihe um auch das Ende zu erfahren. So kam es, dass ich mich vielleicht nicht zu Hundertprozent in die Geschichte fallen ließ. Trotzdem finde ich das erste Buch interessant.

 

Man lernt die sechszehnjährige Faye kennen, die an einer Schlafkrankheit leidet. Sie schläft kaum eine Nacht durch, außer sie nimmt Medikamente. Ihre Mutter ist bei ihrer Geburt verstorben. So lebt sie mit ihrem Vater in dem Küstenort Bluehaven auf einem Grundstück mit ihrer Tante Liz.
Faye hat die Sommerferien hauptsächlich mit ihrem Freund Josh verbracht und freut sich zu Schulbeginn auf ihre beste Freundin Amy, die die Ferien nicht in Bluehaven war. Doch Amy verhält sich beim Wiedersehen distanziert. Was ist nur los mit ihr? Sie bittet Amy am Abend zu einem Gespräch. Doch dazu soll es nicht mehr kommen. Durch ein Unglück stirbt Amy. Als wäre das nicht schon schlimm genug, beginnen nun erst die Probleme. Faye muss neben ihrer Trauer erkennen, dass irgendetwas in Bluehaven nicht stimmt. Warum begegnet sie Amy noch einmal nach ihrem Tod? Halluziniert Faye wegen ihrer Schlafkrankheit? Oder steckt viel mehr dahinter? Und was ist mit Missy, die Verrückte aus dem Ort? Welche Mitteilungen möchte sie Faye mit ihren seltsamen Worten machen? Fragen über Fragen entstehen. Und da kommen wir schon zu nächsten: Was hat es mit dem Monday Club auf sich? Fayes Tante Liz und auch Mitglieder von Joshs Familie gehören zu dem geheimnisvollen Club, der angeblich wohltätige Zwecke verfolgt. Josh wird nun auch aufgenommen und verhält sich danach Faye gegenüber abweisend.
Hat der Monday Club etwas zu verheimlichen? Faye wird immer misstrauischer.

 

Dann taucht auch noch Luke auf, der mehr über das Verschwinden bzw. den Tod seines Vaters erfahren möchte. Auch hier verhüllen sich einige Personen in dem Ort in Schweigen. Faye und Luke versuchen mehr herauszufinden und dabei stößt Faye auf weitere Geheimnisse.

 

Die Handlung von dem ersten Buch des Monday Clubs ist mysteriös und es tauchen viele Fragen auf, die natürlich noch nicht am Ende geklärt sind.

 

Mir gefällt es, dass man im Buch einen Stadtplan von Bluehaven findet. Beim Lesen habe ich immer wieder geschaut, wo sich Faye aufhält.

 

Auch dass es am Ende ein Wörterbuch zu medizinischen Begriffen gibt, die in der Geschichte eine Rolle spielen, finde ich gut.

 

Ich bin mir noch nicht sicher auf was die ganze Geschichte hinauslaufen soll. Geht es eher um die Schlafkrankheit von Faye oder ist eine Verschwörung im Gange? Der Prolog ist sehr geheimnisvoll. Von daher wäre es natürlich schade, wenn es kein drittes Buch gibt mit Antworten.

 

Krystyna Kuhn hat auf jeden Fall einen interessanten Auftakt mit „Monday Club – Das erste Opfer“ geschaffen. Es hat zwar etwas länger gedauert bis ich richtig in die Geschichte hineingefunden habe, doch letztendlich hat sie mich sehr neugierig auf die Fortsetzung gemacht.

 

Im Moment bin ich trotzdem noch am Überlegen, ob es sich lohnt Teil 2 zu lesen. Mich schreckt einfach die Tatsache ab, dass die Trilogie nicht abgeschlossen werden könnte.

 

Angelina:

 

Ich habe das Buch als Vorab-Leseexemplar in meinem Besitz, sodass ich nur bewerten kann, was sich in dieser Ausgabe befindet. Ein Wörterbuch und einen Stadtplan wie bei Kristina hatte ich in meiner Ausgabe leider nicht. Beides hat mir aber nicht gefehlt.

 

Faye leidet unter einer Schlafkrankheit und schläft deshalb kaum eine Nacht durch. Sie muss oft Medikamente nehmen, damit sie nicht immer völlig übermüdet ist.

 

Die Sommerferien sind grade zu Ende gegangen und Faye freut sich darauf, endlich ihre Freundin Amy wiederzusehen, die den ganzen Sommer nicht in der Stadt war. Doch Amy benimmt sich komisch,als sie am ersten Schultag auftaucht. Sie bittet Faye um ein Gespräch, doch dazu soll es nie kommen. Auf dem Weg zu ihrem Treffpunkt stirbt Amy bei einem Autounfall. Faye kann es nicht glauben. Eine Welt bricht für sie zusammen. Als sie Amy in einem Nachthemd nach ihrem Tod sieht, die etwas zu ihr sagt, glaubt Faye wahnsinnig zu werden. Doch irgendwie erscheint ihr alles etwas merkwürdig. Warum benehmen sich alle in ihrer Gegenwart so merkwürdig? Ist Amy wirklich durch den Unfall gestorben?

 

Beginnen wir mal mit Faye, dem Hauptcharakter in diesem Buch. Faye schläft kaum und ist deshalb unter ständiger Beobachtung ihres Vaters und ihrer Tante Liz, die in einem Krankenhaus arbeitet. Sie hat einen tollen Freund namens Josh und drei gute Freunde. Besonders Amy, die schon ewig ihre beste Freundin ist. Fayes Charakter ist für mich das ganze Buch über unnahbar geblieben. Ich bin einfach nicht an sie herangekommen. Ihre oft wirren Gefühle haben mich einfach unberührt gelasssen. Auch ihre Trauer um ihre Freundin Amy ist bei  mir nicht angekommen.

 

Was den Titel des Buches betrifft: Viel erfährt man in diesem Buch nicht über den Monday Club, einem elitären Club für die reichen Familien der Stadt. Auch Josh und Faye sollen diesem Club bald beitreten. Doch kümmert sich der Club wirklich nur um den guten Zweck? Faye hat sich seit sie denken kann nie viele Gedanken um den Club gemacht, doch als Amy stirbt und Luke, ein Junge der mehr über den Tod seines Vaters erfahren möchte, in der Stadt auftaucht und immer mehr Rätsel aufkommen, ist sie sich nicht mehr sicher, was der Club eigentlich genau ist.

 

Alles um Amys Tod kommt ihr merkwürdig vor. Doch was soll sie schon groß machen, wenn sie ständig unter Beobachtung steht?

 

Was mich ein wenig irriert hat, ist, dass Faye mit ihrem Freund den ganzen Sommer verbracht hat, im Buch aber kaum Zeit mit ihm verbringt. An vielen Stellen kam es mir vor, als würde sie ihn garnicht vermissen und auf einmal schreibt die Autorin wieder, dass sie sich Gedanken macht wo ihr Freund steckt und sie ihn vermisst. Irgendwie kam es mir vor, als wäre Faye sehr sprunghaft.

 

Leider kam gesamt für mich im ganzen Buch keine Spannung auf. Da ich weiß, dass es bisher keinen dritten Band gibt, bin ich froh, dass mich diese Geschichte nicht so sehr gepackt hat, dass ich unbedingt weiterlesen müsste.

 

Der Schreibstil der Autorin ist zwar gut, aber in jeder Szene fehlte mir ein bisschen Spannung oder Gefühl, dass mich gepackt hätte.

 

Die Charaktere bleiben für mich seicht und ohne Ecken und Kanten. Das Buch hinterlässt viele offene Fragen, was natürlich in Trilogien meistens so ist, aber manche Stellen hätte ich mir schon ausführlicher gewünscht.

 

 

Mein Fazit

 

Kristina:
„Monday Club – Das erste Opfer“ von Krystyna Kuhn ist sehr geheimnisvoll und regt zum Hinterfragen an. Mir hat der Start der (vielleicht-)Trilogie gefallen, auch wenn ich etwas langsam in die Geschichte hineingefunden habe. Von mit erhält das Buch vier Sterne mit der Hoffnung auf einen dritten Teil.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir./KR

 

Angelina:

 

Das Buch wirft sehr viele Fragen auf, die wahrscheinlich im zweiten Teil näher erörtert werden. Da mich dieser Band aber nicht packen konnte und es noch nicht feststeht, ob die Trilogie überhaupt zu Ende geführt wird, werde ich den zweiten Teil definitiv nicht lesen.

 

Die Autorin hat es nicht geschafft, mich mit diesem Buch zu fesseln. Die Charaktere blieben mir fern und Gefühle kamen bei mir nicht an.

 

Ich kann dem Buch somit leider nur 2.5 Sterne geben, da mir einiges gefehlt hat, um mich wirklich fesseln zu können.

 

 

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Mo

13

Feb

2017

Sabine Kosmin - Legende der Rose 1-Goldrose

Autor/in: Sabine Kosmin
Seitenanzahl: 250
ISBN:
1520265034
ASIN: B00Q6SZGHM
Internetseite der Autorin: http://www.sabine-kosmin.de/

 

Aufmachung des Buches
Das aktuelle Cover von „Legende der Rose 1 – Goldrose“ zeigt eine dunkelhaarige und dunkelgekleidete Frau, die den Betrachter anlächelt. Das Bild hätte mich jetzt nicht unbedingt zum Lesen des eBooks ermuntert, hier war der Klappentext ausschlaggebend.

 

Inhalt
Gerade war Victoria noch auf einer Party und nun wacht sie in einem Kellerraum auf. Sie wurde auf ihrem Heimweg angegriffen und von Leon gerettet, der sie allerdings jetzt in dieses „Verlies“ gesperrt hat. Leon und sein Freund Ruven sowie seine Schwester Nikolina müssen Victoria darauf vorbereiten, dass sie eventuell nicht mehr lange leben wird. Außer sie entscheidet sich als Mutantin weiter zu existieren, denn bei dem Überfall wurde sie infiziert. Victoria hadert mit ihrer Zukunft und muss bald feststellen, dass andere Mutanten nach ihrem Leben trachten…

Meine Meinung
Das eBook „Legende der Rose 1 – Goldrose“ durfte ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks ergründen. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Ich wollte wissen, was es mit der Mutation auf sich hat und was ich mir darunter vorstellen kann.

 

Das Buch beginnt mit einem geheimnisvollen Prolog in dem es um die Legende der Rosen geht. Diese wird wohl noch eine große Rolle im Verlauf der Reihe spielen. Man kann aber schon während dem ersten Teil spekulieren, was es mit dieser Legende auf sich hat.

 

In Band 1 lernt man Victoria kennen, die von einem Mutanten angegriffen wird. Leon rettet sie, aber Victoria ist auf jeden Fall infiziert. Man erfährt, dass es noch nicht klar ist, ob Victoria sterben wird oder als Mutantin weiterlebt. Schnell wird aber klar, dass einige Mutanten nach Victorias Leben trachten. Aber warum? Die Frage wird noch offen bleiben, aber es wird sehr spannend in Victorias Leben zwischen Tod und Mutation.

 

Freundschaft spielt in der Geschichte auch eine Rolle. Victoria lernt Leon und seine Freunde Ruven und Nikolina kennen. Zu letztere kann Vic nur schwer einen Draht aufbauen, doch schon bald verstehen sie sich besser und sie werden Freundinnen. Mir hat die Handlung zwischen Victoria und Nikolina gut gefallen. Solche Freundschaftsgeschichten und wie sie sich entwickeln mag ich sehr gerne. Ruven ist der Draufgänger-Typ, aber Victoria fühlt sich mehr und mehr zu ihm hingezogen. Bald erfährt man aber auch, dass Ruven noch an einer anderen Frau hängt. Diese Frau wird noch eine große Rolle für Victoria spielen…
Leon ist Victorias Retter, auch wenn er sie in ein Kellerraum unterbringt. Mit ihm versteht sich Victoria sehr gut. Ob sie nur Freunde bleiben oder mehr aus ihnen wird, wer weiß. Dann ist aber wohl auch eine Dreiecksgeschichte wieder dabei. Mal schauen, worauf es hinauslaufen wird.

 

Victoria hadert mit ihrer Entscheidung, ob sie sterben oder mit allen Konsequenzen leben möchte. Das Ende von Teil 1 wird hier noch sehr spannend und endet mit einem Cliffhanger, sodass man unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht.

 

Interessant ist es auch zu erfahren, wie sich Mutanten ernähren. Hierzu bin ich gespannt, ob man noch mehr darüber in den Folgeteilen lesen wird, denn bisher wurde es eher am Rande thematisiert.

Zunächst musste ich erst in die Geschichte hineinfinden, doch dann wurde sie von Seite zu Seite spannender und interessanter. Die Kapitel sind tageweise aufgeteilt. Die Handlung beginnt mit Tag 1 von Victorias Infizierung und endet bei Tag 6. Wie wird es dann mit Victoria weitergehen? Ich bin gespannt.

 

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und wird nicht langweilig. Ich hätte aber gerne noch ein bisschen mehr in dem ersten Band gelesen, ein bisschen mehr Details über verschiedene Dinge wäre noch besser gewesen, sodass man noch eine größere Bindung zu den Charakteren hätte aufbauen können. Die Handlung ging mir teilweise zu schnell voran.

 

Die Reihe wird fünf Bände haben und gerne möchte ich auch das Folgebuch lesen.

 

Mein Fazit
„Legende der Rose 1 – Goldrose“ von Sabine Kosmin war ein guter Start in die Reihe, auch wenn ich gerne mehr gelesen hätte. Die Geschichte erhält von mir 4 Sterne. Ich freue mich mehr über Victoria und ihre Freunde zu lesen.

 

Vielen Dank, dass ich an der Leserunde teilhaben durfte.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Mi

08

Feb

2017

Jandy Nelson - Ich gebe dir die Sonne

Autor/in: Jandy Nelson
Verlag: cbt
Seitenanzahl:
420
ISBN:
978-3-570-16459-4
E-Book-ISBN: 978-3-641-19040-8
Internetseite des Verlags:
https://www.randomhouse.de/Buch/Ich-gebe-dir-die-Sonne/Jandy-Nelson/cbt/e499507.rhd#info

 

Aufmachung des Buches
Auf dem Cover von „Ich gebe dir die Sonne“ sieht man bunte Striche, die wie Sonnenstrahlen von dem Buchtitel in der Mitte wegführen. Die Gestaltung des Buches wirkt von daher eher schlicht, aber auch passend. Das Cover hat mich nicht zum Lesen des Jugendromans angeregt, hier war der Klappentext entscheidend.

 

Inhalt
Jude und Noah sind Zwillinge. Lange waren die beiden unzertrennlich bis zwischen den beiden eine Art Konkurrenzkampf entstanden ist. Jude ist im Alter von 13 Jahren die Draufgängerin, Noah ist in der Zeit der ruhige Typ. Er malt leidenschaftlich gerne und schwärmt heimlich für seinen Nachbarsfreund Brian. Seine Gefühle hält er geheim, zu sehr wird er von anderen Teenagern gehänselt. Zwischen Jude und Noah beginnen Eifersüchteleien, die ihre Zwillingsbeziehung an ihre Grenzen bringt.
Drei Jahre später hat sich das Leben der beiden Geschwister ,durch ein dramatisches Ereignis, stark gewandelt. Jetzt ist Noah der scheinbar selbstbewusste Junge und Jude hat sich zu einem Mauerblümchen entwickelt, die ,statt Noah, sich der künstlerischen Laufbahn gewidmet hat. Was ist passiert? Und können die Zwillinge sich wieder annähern? Eine rührende Geschichte rund um eine Geschwisterbeziehung, Liebe und Freundschaften aus der abwechselnden Sicht der beiden Zwillinge wir in dem Buch erzählt.

Meine Meinung
Der Klappentext „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson hat mich sehr angesprochen. Das Buch hat mich beim Lesen auch nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, es zog mich in den Bann. Ich habe nicht damit gerechnet, dass mich die Geschichte rund um die Zwillinge Jude und Noah so berühren wird. Ich musste mich zwar erst daran gewöhnen, dass die Handlung aus zwei Sichten und Zeiträumen erzählt wird, doch schließlich machte genau dieser Erzählstil das Buch sehr lesenswert. Die Geschichte wird unter den Kapitelnamen „Das unsichtbare Museum“ (Noahs Sicht) und „Die Geschichte des Glücks“ (Judes Sicht) erzählt. Dabei muss man erwähnen das Noahs Kapitel zeitlich früher spielen als Judes Kapitel. So erfährt man von dem charakterlichen Wandel der Geschwister und fragt sich, wie es dazu kam. Dies wird nach und nach geklärt, was die Geschichte interessant macht.

 

Noah ist in den Kapiteln „Das unsichtbare Museum“ ein in sich gekehrter Junge, der seine Homosexualität geheim halten möchte. Er entwickelt Gefühle für seinen neuen Nachbarsfreund Brian, kann aber nicht offen darüber sprechen. Immer wieder wird er von anderen Jungs gehänselt. Mir tat Noah sehr leid. Seine Erlebnisse werden sehr rührend beschrieben, so dass ich für ihn gehofft habe, dass auch er mal Erfolge erlebt. Er liebt das Malen und entwickelt eine große Leidenschaft dafür. Unbedingt möchte er auf die nahgelegene Kunst-High-School gehen. Die Mutter der Zwillinge möchte die beiden auch gerne auf dieser Schule sehen. Hierbei entwickelt sich schon bald ein Konkurrenzkampf zwischen Jude und Noah.
Letztendlich werden wir in Judes Kapitel „Die Geschichte des Glücks“ erfahren, in wie weit die beiden auf der Kunsthochschule aufgenommen worden sind.

 

Jude ist in Noahs Kapitel eine Draufgängerin, die mir in den Abschnitten relativ unsympathisch herüber kam. In ihren Kapiteln hingegen ist sie liebenswerter. Sie hat ja auch eine große Charakterwandlung hinter sich gelegt. Leider hat dies aber mit einem traurigen Ereignis zu tun, der in der Zwischenzeit vorgefallen ist. Dies hat die Zwillinge sehr erschüttert und sie haben damit beide auf ihre eigene Weise zu kämpfen.
Jude möchte bei dem Steinhauer Guillermo aus einem gewissen Grund neue Fähigkeiten erlernen. Dieser ist ein Eigenbrötler, den es zu knacken gilt. Er spielt aber noch eine andere Rolle in der Familie von Jude und Noah. Bei Guillermo lernt Jude Oscar kennen. Irgendwoher kennt sie ihn. Doch woher? Auf jeden Fall ist sie sehr fasziniert von ihm.

 

Jude spricht mit ihrer verstorbenen Großmutter, die immer wieder vor ihr auftaucht. Das ist eine Art Gabe der weiblichen Personen der Familie. Ihre Großmutter erscheint immer mal wieder. Irgendwie ist diese Bindung von Enkelin zur Großmutter etwas Besonderes.

 

Natürlich möchte ich auch nichts zu Noahs und Judes Verhältnis unerwähnt lassen. Die beiden haben sich im Alter von 13 Jahren auseinander gelebt. Eigentlich sind sie typische Zwillingsgeschwister, die auf besondere Art miteinander verbunden sind. Schnick-Schnack-Schnuck konnten sie nie spielen, da sie immer das Gleiche gewählt haben. Sie würden für einander alles geben. Doch alles ändert sich plötzlich und sie begegnen sich als Rivalen. Es ist wirklich traurig zu lesen, wie fies sie sich teilweise gegenseitig begegnen. Man hofft, dass sie wieder zueinander finden werden. Doch eine große Zeit wird vergehen bis es eventuell wieder zu Annäherungen kommt.
Süß finde ich, wie Noah und Jude die Welt bildlich untereinander aufgeteilt haben. Daher kommt wohl auch der Buchtitel „Ich gebe dir die Sonne“. Es gibt eine Schlüsselszene, die diesen Titel wohl erklärt…

 

Mich hat die Geschichte von Noah und Jude sehr berührt. Ich habe mit beiden mitgelitten und –gefiebert. Beide sollten unbedingt ein Happy-End erleben.

 

Der Erzählstil von Jandy Nelson gefällt mir gut und gerne möchte ich noch mehr von der Autorin lesen. Sie hat mich in den Bann gezogen, sodass ich oft meinen eBook-Reader nicht bei Seite legen konnte.

 

Mein Fazit
Ich gebe dem rührenden Buch „Ich gebe dir die Sonne“ fünf volle Sterne, weil es mich in den Bann gezogen und sehr berührt hat. Diesen Jugendroman kann ich nur weiterempfehlen.

 

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des eBooks für Rezensionszwecke. Es hat mir angenehme und rührende Lesestunden geschenkt.

 

Somit gibt es 5 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Sa

28

Jan

2017

Anita Hintz - Galgenwald-Das Mädchen vom Waldrand

Autorin: Anita Hintz
Verlag: BoD BOOKS on DEMAND
Seitenanzahl:
145
ISBN:
978-3839180884
Internetseite des Verlags:
http://www.bod.de/

 

Aufmachung des Buches
Das Cover von „Galgenwald – Das Mädchen vom Waldrand“ von Anita Hintz zeigt ein gezeichnetes Mädchengesicht. Die Gestaltung des Bildes wirkt durch seine schwarze, düstere Farbe etwas gruselig. Bei dem Buch handelt es sich schließlich auch um einen Jugend-Gruselroman.

 

Inhalt
Die siebzehnjährige Carina zieht mit ihrer alleinerziehenden Mutter nach Hannbach. Dieser Ort liegt am Ende der Welt für Carina und sie ist über den Umzug zunächst gar nicht glücklich. Das liegt auch daran, dass sie keine richtigen Freunde findet. Ihre Schulkameradin Tatjana entwickelt sich als Feindin nachdem Mitschüler Jan Interesse an Carina zeigt. Tatjana sieht Jan als ihr Besitz an und zeigt bösartige Züge.
Zum Glück lernt Carina ein Mädchen namens Sina am Rande des gefürchteten Galgenwaldes kennen. Die beiden verstehen sich richtig gut. Sina zeigt ihr sogar das Innere des Waldes. Doch eigentlich soll sich Carina doch vom Galgenwald fernhalten. Alle Einwohner aus Hannbach meiden ihn und es gibt viele Schauergeschichten über verschwundene und getötete Personen. Carina findet diese Angst lächerlich, doch merkwürdig, dass sie Sina immer nur am Rande oder im Wald treffen kann…

Meine Meinung

Ich habe bereits „Galgenwald – Das Witchboard“ von Anita Hintz gelesen. Bei „Galgenwald – Das Mädchen vom Waldrand“ handelt es sich eigentlich um das erste Buch der Reihe. Allerdings kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen und es bedarf keine Vorkenntnisse.

 

„Das Mädchen vom Waldrand“ lässt sich flüssig und schnell lesen. Die Geschichte wurde nicht langweilig und so war ich schnell auf der letzten Seite angekommen. Das Buch hat allerdings auch nur knapp 145 Seiten.

 

Carina ist mit ihrer Mutter gerade nach Hannbach gezogen und sehr unglücklich darüber. Schon bei ihrem Einzug machen sich Jugendliche über sie lustig. So wird es für sie schwer in der Schule Anschluss zu finden. Ganz im Gegenteil – Sie muss sich mit ihrer Mitschülerin Tatjana auseinander setzen. Diese zeigt sehr besitzergreifende Charakterzüge gegenüber Schulkamerad Jan. Dieser zeigt Interesse an Carina. Und das gefällt Tatjana überhaupt nicht. Hier hatte ich die Hoffnung, dass sich Tatjana vielleicht doch noch zum Guten ändert. Schließlich zeigt sie auch auf einmal eine andere Seite von sich. Doch ist diese Wandlung wirklich echt? Oder muss Carina sich stark vor ihrer Mitschülerin in achtnehmen? Es wird auf jeden Fall spannend!

 

Eine kleine Liebesgeschichte gibt es in dem Galgendwald-Buch sogar auch. Carina und Jan mögen sich sehr und kommen sich näher. Doch Tatjana möchte dies dringend verhindern. Was mich irritiert hat und was leider auch nicht so ganz geklärt wurde, ist die Abneigung von Jans Mutter gegenüber Carina. Warum ist sie gegen die Beziehung der beiden? Und warum mag sie komischerweise Tatjana so gerne? Hier hätte ich mir mehr Informationen gewünscht.

 

Der Gruseleffekt in diesem Buch ist der Galgenwald. Alle Hannbacher meiden ihn, nur Carina traut sich an den Waldrand. Dort trifft sie auf Sina und freundet sich mit ihr an. Doch warum trifft Carina das Mädchen immer nur am und im Wald? Welches Geheimnis hat sie? Aus dem Wald dringen auch immer wieder seltsame Schreie. Was hat es mit dem Galgenwald auf sich? Eine Freundschaft entwickelt sich zwischen Sina und Carina. Aber auch ein Rachefeldzug wird geplant. In welcher Beziehung stehen Sina und Tatjana? Auch diese Handlung war sehr interessant.

 

Der Schreib- und Erzählstil von Anita Hintz hat mir auch bei diesem Galgenwald-Buch sehr gut gefallen. Ich habe mit Carina gefiebert, auf wen sie sich verlassen und ob aus Jan und sie ein Paar werden kann.

 

Die Geschichte nimmt am Ende noch einmal eine Wendung mit der ich aber irgendwie schon fast gerechnet habe ;-).

 

Mein Fazit
Auch dieses Galgenwald-Buch hat mich unterhalten. Mir hat die Handlung gut gefallen. Die Lektüre bekommt vier Sterne von mir.

 

Vielen Dank, Anita, für die Bereitstellung des Buches. Es hat mich sehr gefreut :).

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Fr

27

Jan

2017

Gemma Burgess - Da haben wir den Glückssalat

Autorin: Gemma Burgess
Verlag: Blanvalet
Seitenanzahl:
416
ISBN:
978-3-442-37965-1
Internetseite des Verlags:
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Da-haben-wir-den-Glueckssalat/Gemma-Burgess/Blanvalet-Taschenbuch/e385177.rhd#info

 

Aufmachung des Buches
Das Cover von „Da haben wir den Glückssalat“ zeigt eine junge Frau mit rosa Schürze. Sie lehnt sich gegen einen Tresen auf dem ein belegter Bagel und ein Muffin liegt. Im Hintergrund sieht man eine Skyline. Das Titelbild ist gut gewählt. Es spiegelt den Inhalt wieder, der auch in New York spielt.

 

Inhalt
Die 22-jährige Pia lebt gemeinsam mit vier Mädels in einer WG im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Ein Tag nachdem sie eine wilde WG-Party gefeiert haben, verliert Pia ihren Job und ihre, in der Schweiz lebenden Eltern drehen ihr den Geldhahn zu. Sie stellen ihr ein Ultimatum von sechs Wochen. In dieser Zeit soll Pia ihr Leben in den Griff bekommen, ansonsten holen ihre Eltern sie nach Zürich. Pia dreht am Rad. Auf gar keinen Fall möchte sie aus New York weg. Kurzerhand kommt sie auf die Idee ein Foodtruck zu eröffnen und daraus ein Schlankmobil zu machen. Finanziert wird es durch einen gerissenen Kredithai, der mit allem Wasser gewaschen ist. Pia durchlebt ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits läuft ihr Job mit dem Schlankmobil wirklich gut und sie hegt Gefühle für den Briten Aiden. Anderseits macht ihr der Geldhai Druck und sie denkt noch an das Beziehungsaus zu ihrem Ex vor ein paar Jahren. Wird Pia ihren Eltern nach Ablauf der Frist von sechs Wochen  beweisen können, was in ihr steckt? Oder wird sie ihre Freundinnen in New York den Rücken kehren?

Meine Meinung
Das Buch „Da haben wir den Glückssalat“ von Gemma Burgess lag schon länger bei mir auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher. Nun war endlich die Zeit gekommen, den Liebesroman zu lesen. Nebenbei habe ich jetzt festgestellt, dass es bereits Folgeromane gibt, bei denen es um Pias Freundinnen aus der WG geht.

 

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Man lernt Pia und ihre Mädels-WG kennen. Dazu gehören Pias beste Freundinnen Angie und Julia, sowie Julias Schwester Coco und Julias Freundin Madeleine. Nicht alle fünf von ihnen sind richtig miteinander befreundet. Angie und Julia konkurrieren miteinander. Madeleine zeigt Pia ihre kalte Schulter. Hierbei weiß Pia noch nicht einmal warum. Eigentlich haben sich die beiden kurze Zeit, als sie noch studiert haben, verstanden. Doch dann kam der Bruch. Während der Handlung nähern sich die fünf jungen Frauen an und es kommt zu Aussprachen. Für mich war es sehr interessant, wie sich die Freundschaften der WG entwickeln. Ich habe richtig gehofft, dass Pia sich mit Madeleine aussöhnt. Die fünf Mädels haben alle sehr unterschiedliche Charaktere, sind aber auf ihre Weise alle sehr liebeswert.

 

Die Idee mit dem Schlankmobil gefällt mir gut. Ich habe mich mit Pia gefreut wie sehr sie ihre Arbeit im Foodtruck liebt. Es war richtig schön zu lesen mit welcher Leidenschaft sie plötzlich an ihre Arbeit geht. Zu Beginn ist Pia nämlich noch sehr unschlüssig in Sachen Job. Sie kann sich nicht so recht auf eine Sache konzentrieren, weil sie einfach noch nicht weiß, was sie machen möchte. Alles ändert sich als sie durch ihren Nachbarn Vic für kurze Zeit einen Job in einem Restaurant findet. Schon bald kommt sie auf den Einfall mit ihrem Schlankmobil. Doch es gilt in den sechs Wochen einige Hindernisse zu überwinden.

 

Pia trifft in New York auf den Engländer Aiden. Sie ist gleich von ihm angetan. Allerdings hängt sie auch noch gedanklich sehr an ihren Exfreund, der sie vor ein paar Jahren auf unerfreuliche Art abserviert hat. So wird es für Pia schwierig sich auf eine neue Beziehung einzulassen. Für kleine Abenteuer ist sie zu haben, doch für die große Liebe wird es kompliziert. Ob Aiden ihr Herz wieder öffnen kann?


Ich finde es schon hart, wie Pia noch nach so langer Zeit an ihrem Exfreund denken muss. Sie grübelt ständig darüber nach aus welchen Grund er mit ihr Schluss gemacht hat. Dadurch macht sie sich es mit Männern sehr schwer. Sie bezeichnet sich als beziehungsuntauglich.

 

Die Liebesgeschichte an sich kommt mir etwas zu kurz in dem Buch. Das große Thema ist eher das Schlankmobil und wie Pia den Kredithai innerhalb von sechs Wochen ausbezahlen kann.

 

Süß finde ich die kleinen Nebenhandlungen mit dem älteren Nachbarn Vic, der noch eine größere Rolle für Pias Misere spielen wird.

 

Mir tat Pia auch leid, dass ihre Eltern ihr kaum etwas zutrauen. Pia hat in ihrem Jugendalter schon Mist gebaut, aber für sie wäre es eigentlich auch wichtig, dass ihre Eltern stolz auf sie sind. So kämpft sie in den sechs Wochen um nach Ablauf der Frist endlich Anerkennung von ihnen zu erhalten.

 

Der Erzählstil von Gemma Burgess hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mit Pia mitgelitten und –gefiebert. Die Handlung war toll beschrieben und die Geschichte ist auf keiner Seite langweilig. Da ich nun festgestellt habe, dass es weitere Bücher über die Brooklyn Girls gibt, möchte ich auch diese sehr gerne lesen.

 

Mein Fazit
Ein toller Roman über eine Art Selbstfindung, Freundschaften und die Liebe. Ich freue mich mehr über die Brooklyn-Girls zu lesen. Das Buch erhält von mir 4 gute Lese-Sterne.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Do

19

Jan

2017

Boris Koch - Die Mondschatzjäger

Autor: Boris Koch


Verlag: Heyne fliegt


Seitenanzahl:
304


ISBN:
978-3-453-27046-6

 

EBook-ISBN: 978-3-641-17827-7

 

Internetseite des Verlags:https://www.randomhouse.de/Verlag/Heyne-fliegt/30700.rhd

 

Empfohlenes Lesealter vom Verlag: ab 8 Jahren

 


Aufmachung des Buches

Das Cover zeigt die drei Jungs Hagen, Robbie und Axel sowie die Papageien des alten Ringler und eine Schatzkiste. Der Schriftzug und der Mond als Hintergrund passen für mich sehr gut zusammen. Jedes Kapital hat seinen eigenen Titel und ein kleines Bild z.B. einen Ring, einen Papagei oder Ähnliches.


Inhalt


Der Tod des verrückten alten Ringler wirbelt das beschauliche Leben in Falkenhofen gehörig durcheinander: Gerüchte behaupten, dass der frühere Seebär steinreich war – und irgendwo seinen Schatz versteckt hat. Der 10-jährige Hagen und sein bester Freund Robbie sind wie elektrisiert. Am ersten Tag der Sommerferien stehen sie mit ihren Brüdern im Morgengrauen bereit, den Garten der Ringler-Villa umzugraben. Mit von der Partie sind allerdings auch alle übrigen Kinder des Dorfes. Anfangs scheint es, dass ihnen die anderen immer einen Schritt voraus sind, vor allem die freche Eleanor. Aber Hagen zieht aus den letzten Worten des alten Ringler scharfsinnige Schlüsse und bringt seine Bande auf die Spur des Mondes …

 

Meine Meinung

 


Ich habe das Buch von Randomhouse zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank nochmal dafür =)

Das Cover ist mir gleich ins Auge gesprungen, als ich nach interessanten neuen Büchern für Kinder Ausschau gehalten habe. Mein eigener Sohn ist zwar erst ein paar Monate alt, aber mich interessiert es sehr, was es momentan so auf dem Markt für Kinderbücher gibt.

In diesem Buch geht es um Hagen, seinen kleinen Bruder Axel und deren Freund Robbie. Eigentlich gehört auch noch Robbies kleiner Bruder dazu, aber der liegt leider mit Fieber im Bett. Zusammen nennen sie sich die "Wandelnden Geister" und denken sich immer viele spannende Abenteuer aus.

Als der alte Ringler stirbt, der sehr wohlhabend war, wird sein Testament in der Zeitung veröffentlicht. Er hat seinen eigenen Verwandten nichts gegönnt und alle seine Konten vor seinem Tod geleert.

"Bevor meine lieben Verwandten auch nur einen halben Cent bekommen, schieße ich mein Vermögen lieber zum Mond. Und wenn's der Mann im Mond oder Neil Armstrong oder sonst wer findet, soll der es meinetwegen behalten." - Zitat Testamtent Seite 41 im Buch

Die Jungs brennen darauf, den Schatz zu finden. Aber leider nicht nur sie. Alle Kinder der Umgebung wollen den Schatz für sich beanspruchen.

Zuerst schauen sie sich bei der alten Villa des Ringlers um, die bis auf einen Keller, einer alten Kanone und die Pagageien von Herrn Ringler, abgebrannt ist. Ob er sie selber abgefackelt hat, weiß keiner so Recht.

Jedoch tummeln sich hier die ganzen Kinder. Jeder sucht nach etwas, wo ein Vollmond und somit ein Hinweis auf den Schatz abgebildet sein könnte. Die drei Freunde suchen nach Möglichkeiten, die anderen von ihrem Vorhaben den Schatz tatsächlich zu finden, abzulenken und geraten dabei immer wieder in Schwierigkeiten. Besonders Robbies eigene Cousine macht ihnen dabei das Leben schwer.

Sie folgen folgen jedem Hinweis über den Vollmond, egal wohin es sie führt. Durch ein Maisfeld, einen Fluss oder über Dächer. Nichts ist ihnen zu gewagt. Leider muss darunter besonders der Jüngste Axel leiden. Ihm stoßen so oft Dinge zu, dass ich es am Ende doch ein wenig übertrieben fand. Der arme Kerl muss am Ende wirklich überall nur noch aus blauen Flecken bestanden haben.

Der Wagemutigste und Schlauste der drei ist Hagen. Er und Robbie stiften Axel immer wieder dazu an, etwas zu machen. Dadurch würde man stärker werden, er würde es sich nicht trauen und ähnliches kriegt er zu hören. Man könnte fast meinen sie würden es ausnutzen. Doch Hagen scheint seinen kleinen Bruder wirklich sehr zu mögen und er nimmt es sehr ernst, dass seine Mutter ihm aufgetragen hat, immer auf ihn aufzupassen. Er lässt sich immer wieder neue Ausreden einfallen, warum sein Bruder wieder mal mit einer anderen Verletzung nach Hause kommt.

Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Das Buch ließ sich flüssig lesen und ist auch gut für Kinder geeignet. Es enthält auch genug Spannung für Kinder ohne dass es übertrieben ist und trägt einen so durch das ganze Buch.

Zum Schmunzeln haben mich auch die Papageien des alten Ringlers gebracht, die unablässig Schimpfwörter von sich geben und überall herumfliegen. Deswegen passt es auch gut, dass sie auf dem Cover abgebildet sind.

 

Mein Fazit


Die drei Jungen sind mir im Laufe des Buches wirklich ans Herz gewachsen. Solche Freunde hätte bestimmt jeder gerne. Sie halten fest zusammen und decken sich auch gegenseitig gegenüber ihren Eltern.

Wenn man das Buch so liest hat man selbst wieder Lust, sich in ein Abenteuer zu stürzen und sich neue Sachen auszudenken.

Das Buch ist bestimmt ein riesiger Spaß für Jungs ab 8 jahre oder natürlich auch abenteuerlustige Mädchen, die selber gerne sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen.

Von mir gibt es somit eine Leseempfehlung für alle, die gerne Bücher über Schatzsuchen und Freundschaft lesen.

Der Titel des Buches passt für mich auch wirklich gut zu der Geschichte. Dies ist eine Tatsache, die mir leider viel zu häufig bei anderen Büchern fehlt.

 

Von mir gibt es für dieses Buch 4 von 5 Sternen.


Rezension von: AN

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Sa

14

Jan

2017

Sarah Hall - Bei den Wölfen

Autorin: Sarah Hall


Verlag: Knaus


Seitenanzahl:
448


ISBN:
978-3-8135-0679-2

 

EBook-ISBN: 978-3-641-16578-9

 

Internetseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Verlag/Knaus/11000.rhd

 


Aufmachung des Buches


Das Buch ist sehr schlicht gehalten, was mir sehr gut gefällt. Auf dem Cover sieht man Rachel und einen Wolf, was gut zum Buch passt. Auch wenn ich mir Rachel etwas älter vorstelle.

 

Inhalt

Eigentlich wollte Rachel Caine nie mehr nach England und zu ihrer schwierigen Familie zurück. Die Wolfsexpertin lebt seit zehn Jahren in Amerika und geht in ihrer Arbeit auf. Doch das Angebot eines exzentrischen Earls, auf seinen Ländereien ein Wölfspärchen anzusiedeln, stürzt sie in Konflikte. Zu ihrer eigenen Überraschung ist die Heimkehr und die intensive Arbeit in der wilden Landschaft des Lake District die beste Medizin für ihre Seele. Aber als Rachel merkt, dass ihr Arbeitgeber die Wölfe für seine dubiosen politischen Ziele einsetzen will, muss sie sich entscheiden.


Meine Meinung


Ich habe das Buch vom Knaus Verlag als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür. Der Inhalt und das Cover haben mich sehr neugierig gemacht.

Ich mag Wölfe sehr gerne und war gespannt wie die Autorin, diese in dem Buch einbindet.

In dem Buch geht es um Rachel, die in Amerika als Wolfsexpertin arbeitet. Eines Tages bekommt sie aus ihrer Heimat das Angebot von einem Earl Teil eines großen Projektes zu sein, dass zu einer Ansiedlung von wilden Wölfen in England führen soll.

Rachel ist hin und her gerissen. Soll sie wirklich in ihre Heimat zurückgehen und damit auch wieder ihrer Mutter zu begegnen? Doch sie wagt den Sprung und begibt sich nach England. Sie ist einfach zu neugierig, wie der Earl es schaffen will, ein Pärchen von Wölfen wieder in England anzusiedeln.

Leider hatte ich einen schweren Start in das Buch. Der Schreibstil ist so gar nicht meins und die Sätze sind sehr verschachtelt und viele Fremdwörter haben mir das Lesen schwer gemacht. Durch die teils sehr langen Sätze hat sich das Buch unnötigerweise in die Länge gezogen.

Es gibt viele lange Beschreibungen von der Natur, Wissenschaft usw. was mir für mich die eigentliche Geschichte sehr ausgebremst hat.

Rachel ist mir als Charakter auch unnahbar geblieben. Ich habe einfach keinen Zugang zu ihr als Person gefunden. Sie ist eine unterkühlte Person, die nicht oft Gefühle zulässt. Auch als ein unerwartetes Ergebnis in ihrem Leben auftritt und ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt, ist sie mir sogar noch etwas unsymphatischer geworden, da ich selbst nicht so mit der Art, wie sie mit allem umgegangen ist, zurecht gekommen bin.

Mir ging es in diesem Buch auch zu wenig um die im Titel genannten Wölfe. Viel mehr geht es um Rachel, ihre Beziehungen zu Männern und um Politik.

Grade die Szenen in denen der Earl, der viel Einfluss in der Politik hat, vorkommt, haben sich für mich elendig lang hingezogen.


Mein Fazit
Wer gerne lange Sätze und viele Beschreibungen mag, ist in diesem Buch genau richtig.

Es kamen zwar oft die Wölfe vor, aber eigentlich gingen sie im Leben von Rachel völlig unter.

Und wenn einem der Hauptcharakter, der auf jeder Seite vorkommt, auch nicht gefällt, dann macht es das Ganze wirklich schwer, das Buch überhaupt zu mögen.

So kann ich für die Geschichte leider nur 2 Sterne vergeben. Generell wäre es wirklich ein interessantes Buch geworden, doch für mich gibt es einfach zu viele Kritikpunkte.


Von mir gibt es für dieses Buch 2 von 5 Sternen.


Rezension von: AN

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Mo

09

Jan

2017

Anita Hintz - Lebenswege-Kurzgeschichten rund um das Leben

Autor/in: Anita Hintz
Verlag: BOD Books on Demand
Seitenanzahl:
104
ISBN:
978-3839181393
Internetseite des Verlags:
http://www.bod.de/

 

Aufmachung des Buches
Das Cover zeigt eine asphaltierte Wegkreuzung umgeben von Feldern. Das Bild passt zu dem Buchtitel „Lebenswege“. Das Leben besteht auch aus verschiedenen Weggabelungen und oft voller Entscheidungen in welche Richtung man sich wendet.

 

Inhalt
Das Buch enthält zwölf voneinander unabhängige Kurzgeschichten mitten aus dem Leben gegriffen. Die Erzählungen sind teils lustig, aber auch teils sehr traurig. Sie handeln von gutmütigen, aber auch bösen Persönlichkeiten. Sie spielen in verschiedenen Gesellschaftsschichten und regen zum Nachdenken an.

 

Meine Meinung
Anita Hintz hat in ihrem Buch „Lebenswege“ zwölf Kurzgeschichten niedergeschrieben, die mitten in unserer Gesellschaft passieren oder in der Vergangenheit geschehen sein könnten. Nicht alle Erzählungen enden gut, dementsprechend erschreckend können sie auch sein. Es gibt auch Geschichten, die einen positiven Verlauf haben. Auf den Lebenswegen muss ja nicht alles böse enden.

 

Die Geschichten lassen sich schnell lesen und regen zum Nachdenken an. Da ist die Familie, die ein Haus erbt. Alles scheint gut, aber bald muss man erkennen, dass eine Person einen ganz anderen Charakter hat als jahrelang angenommen. Diese Handlung war sehr erschütternd.
Eine andere Erzählung handelt von einem Jungen, der in seiner neuen Schule kein Anschluss findet. Durch eine kleine List besteht er dann eine Mutprobe. Für den Jungen habe ich mich gefreut.

 

Andere Erzählungen handeln u.a. von einem Psychopathen; von einer Gang, die ein Raubzug planen; Freunde, die im Bus einen Kontrolleur niederschlagen oder von einem Mann, dessen routinierter Alltag aus dem Ruder verläuft und dadurch zum Helden wird.

 

Eine Geschichte spielt im Krieg und war sehr traurig. Ein Kind wird getötet, weil es einen Teddy aufheben möchte und ein anderes Kind verliert bei der Flucht seine Mutter.

 

Die vielen verschiedenen Schicksalsschläge der handelnden Charaktere können beim Lesen schöne, aber auch traurige Gefühle hervorrufen. Auf jeden Fall sind es kleine Geschichten, über die man nach dem Lesen nachdenken kann.

 

Bei manchen Erzählungen hätte ich gerne noch mehr erfahren wie es weitergeht, doch wie der Buchtitel ankündigt, handelt es sich um „Lebenswege“ und somit Ausschnitte aus dem Leben.

 

Anita Hintz hat einen guten Schreibstil und bringt auch in wenigen Seiten Emotionen beim Lesen zum Vorschein.

 

Mein Fazit
Für das Buch „Lebenswege“ mit seinen zwölf Kurzgeschichten vergebe ich vier Sterne. Eine Lektüre, die zum Nachdenken anregt.

 

Vielen Dank, liebe Anita, für das Rezensionsexemplar :).

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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Fr

06

Jan

2017

A.F.Harrold - Amandas unsichtbarer Freund

Autor: A.F.Harrold


Verlag: Heyne fliegt


Seitenanzahl:
272


ISBN:
78-3-453-26980-4

 

EBook-ISBN: 978-3-641-15315-1

 

Internetseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Verlag/Heyne-fliegt/30700.rhd

 

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

 

 

 


Aufmachung des Buches


DasCover zeigt die zwei Seiten in diesem Buch - einmal die heile Welt von Amanda und ihrem unsichtbaren Freund Rudger und die etwas düstere, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt.

Beide sind für meinen Geschmack sehr schön gestaltet, so wie das ganze Buch. Es enthält viele Zeichnungen von Emily Gravett, die sehr gut zur Geschichten passen.

Ungewöhnlich fand ich, dass manche Seiten ganz in schwarz mit weißer Schrift gehalten sind. Aber ich denke dies wurde gemacht um die Dramatik und den Gruselfaktor in diesem Buch ein wenig anzuheben.

 

Inhalt


Als Amanda Rudger in ihrem Kleiderschrank entdeckt, ist ihr sofort klar: Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft! Anders als Amandas Schulfreunde, die nie draußen spielen, um ihre ordentlichen Kleider nicht schmutzig zu machen, weicht Rudger fortan nicht von Amandas Seite. Einen herrlichen Sommer lang bauen sie ein Lager im Garten, jagen die Katze und erleben die wildesten Abenteuer. Rudger ist einfach perfekt – und dass nur Amanda ihn sehen kann, ist erst recht ein Vorteil, findet sie. Bis der geheimnisvolle Mr. Bunting auftaucht: Auch er kann Rugder offenbar sehen – und er führt irgendetwas Schreckliches im Schilde. Rudger hat furchtbare Angst vor ihm. Amanda ahnt, dass sie schnell herausfinden müssen, was Mr. Bunting verbirgt – und dass ihnen nur wenig Zeit dazu bleibt …

 

Meine Meinung


Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten - an dieser Stelle noch mal vielen Dank an den Verlag. Durch die Farbgestaltung ist mir das Cover sofort ins Auge gefallen und der Titel versprach auch schon eine unterhaltsame Geschichte. Denn mal Hand aufs Herz - wer hatte als Kind nicht einen unsichtbaren Freund oder ein unsichtbares Tier, wenn man sich einsam gefühlt hat oder die Eltern einem nicht genug Beachtung geschenkt haben?

In Amandas Fall handelt es sich hierbei um ein Kind mit sehr viel Fantasie. Eines Tages will sie ihren nassen Mantel in ihren Schrank hängen - doch statt ihn auf den Boden zu legen drückt sie ihn einem Jungen in die Hände. Amanda stutzt. Moment mal - was hat ein Junge in ihrem Schrank zu suchen?

Für Amanda scheint es jedoch das Normalste der Welt zu sein. Ab sofort gehört Rudger zu ihrem Leben. Auch wenn ihre Mutter ihn nicht sehen kann, sie spielt mit und stellt Rudger sogar etwas zu essen hin. Was kann so ein unsichtbarer Freund schon schaden?

Alles wäre sehr schön, wenn nicht eines Tages jemand an der Tür klopfen würde, der angeblich eine Umfrage durchführen möchte.  Herr Bunting kann Rudger auch sehen und nebenbei hat er noch ein unheimliches unsichtbares Mädchen bei sich. Was führen die zwei im Schilde? Warum haben Amanda und Rudger auf einmal ein sehr ungutes Gefühl, als ob Herr Bunting etwas mit dem Jungen vorhat?

Rudger hat in diesem Buch eine aufregende Reise vor sich. Amanda wird von einem Auto angefahren und die beiden werden getrennt. Rudger scheint langsam zu verblassen. Ist Amanda etwas tot? Wie kann er zurück zu ihr finden? Und wie kann er Herrn Bunting und dem gruseligen Mädchen aus dem Weg gehen, die ihm scheinbar immer wieder über den Weg laufen und ihn zu suchen scheinen?

Was passiert mit unsichtbaren Freunden, wenn der Mensch stirbt oder bewusstlos ist? Was passiert mit den ganzen Kindern und Hunden?

Rudger wird in diesem Buch erleben, das es nicht nur ihn sondern viele andere Wesen gibt, die sein Schicksal teilen.


Mein Fazit


Das Buch hat eine Leseempfehlung ab 10 Jahren vom Verlag bekommen. Es gibt schon einige gruselige Stellen für Kinder. Auch wenn diese wahrscheinlich heutzutage nur müde darüber grinsen. Doch das eine oder andere Kind wird sich vielleicht Sorgen um seinen unsichtbaren Freund machen.

Das Buch ist zwar sehr schön gestaltet und auch die Geschichte eigentlich sehr ansprechend, aber irgendwie bin ich weder mit Amanda noch Rudger so richtig warm geworden. Amanda war mir unsymphatisch und Rudger irgendwie auch merkwürdig.

Auf jeden Fall wurde vom Autor dieses Buches ein paar zarte Hinweise an die Eltern verteilt, wie man am besten mit einem unsichtbaren Freund umzugehen hat. Das ist ja auch nicht immer grade leicht. Wann hört Fantasie auf?

Wer ein etwas sagen wir mal zart besaitetes Kind hatte, sollte das Buch vielleicht gemeinsam mit dem Kind lesen. Ansonsten ist es bestimmt ein schöner, kleiner Gruselfaktor. Und wer weiß - vielleicht gibt es dann bald einen neuen unsichtbaren Freund wie Rudger ;)

Mein Fazit ist also eher geteilt: Gute Idee, schöne Gestaltung, aber leider konnte mich die Geschichte nicht packen. Aber das ist natürlich nur meine Meinung. Ich bin ja nun auch nicht wirklich mehr 10 Jahre alt ;)

 

Von mir gibt es für dieses Buch 3von 5 Sternen.


Rezension von: AJ

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Do

05

Jan

2017

Heike Wanner - O du fröhliche Weibernacht

Autor/in: Heike Wanner
Verlag: Ullstein
Seitenanzahl:
288
ISBN:
9783548287713
Internetseite des Verlags:
http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/o-du-froehliche-weibernacht-9783548287713.html

 

Aufmachung des Buches
Auf dem Cover von „O du fröhliche Weibernacht“ von der Autorin Heike Wanner sieht man fünf rote Briefumschläge, mit Mistel- und Tannenzweige geschmückt, die mit Klammern an einer Leine befestigt sind. Man erkennt bereits an diesem Bild, dass das Buch in der Weihnachtszeit spielt.

 

Inhalt
Die Firma „Seife & Sonne“ verbringt ihre Weihnachtsfeier für drei Tage auf Helgoland in einer Jugendherberge. Es werden Vierer-Teams (Frauen und Männer getrennt) mit Plätzchennamen gebildet, die gemeinsam um den Sieg kämpfen und ihr Zimmer teilen müssen. Blöd nur, wenn sich die Kolleginnen nicht so ganz mögen. So kommt es dann auch als Chefsekretärin Ulrike, Werbeleiterin Jana, Buchhalterin Miriam und Postverteilerin Cordula ein Team bilden müssen. Diese Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein und müssen sich zusammenreißen um als Gruppe zu bestehen. Ulrike sieht in Jana eine Konkurrentin. Die Chefsekretärin ist seit Jahren heimlich in ihren Chef verliebt. Doch dieser zeigt großes Interesse an der jungen Kollegin Jana. Ulrike lässt ihre Eifersucht deutlich an ihrer Nebenbuhlerin spüren. Doch ist Jana überhaupt an ihren Chef Andreas Sonnenberg interessiert? Schließlich gibt es da noch den verkleideten Nikolaus Björn. Hier bahnt sich auch bereits eine Dreiecksgeschichte an. Und die verheiratete Cordula trifft auf Helgoland einen alten Bekannten wieder… Ein Sturm ist im wahrsten Sinne des Wortes aufgezogen.

 

Meine Meinung
Der Klappentext hat mich gleich in der Buchhandlung angesprochen und so kam der Weihnachtsroman in mein Besitz. Darüber bin ich sehr froh.

 

Mir gefällt der Erzähl- und Schreibstil von Heike Wanner. Ich hatte den Eindruck, dass ich einen Film in Buchformat lese. Es gibt Perspektivwechsel zwischen den vier Hauptcharakteren Ulrike, Jana, Miriam und Cordula. So lernt man diese Frauen auch sehr gut kennen und erlebt ihr Abenteuer auf Helgoland hautnah mit. Die Handlung wurde für mich nicht langweilig.

 

Ulrike wird zunächst als eine Art Zimtzicke auf Chefsekretärin-Posten dargestellt, die man erst im Laufe der Geschichte liebgewinnt. Jana ist die Ehrgeizige unter den vier Frauen. Sie ist sehr taff und weiß, was sie will. Doch sie muss auch lernen, dass sie nicht immer alles bekommen kann. Miriam ist schüchtern und hat ein geringes Selbstbewusstsein. Sie fühlt sich neben Jana, die im selben Alter ist, wie eine graue Maus. Doch vielleicht sollte sie einfach mehr an sich glauben, denn es gibt gewiss auch Männer, die in Miriam mehr sehen. Cordula ist resolut und sagt allen ihre Meinung. Hin und wieder schießt sie damit auch übers Ziel hinaus. Hier kann man erkennen, dass jede der vier Frauen ihre Macken haben. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, aber vielleicht schweißt genau das sie alle zusammen. Es war für mich auf jeden Fall abwechslungsreich über die jungen und etwas reiferen Damen zu lesen. Sie sind sich zunächst uneinig, finden aber nach und nach auch zueinander. Können aus den vier vielleicht am Ende sogar Freundinnen werden?

 

Die Beschreibung von Helgoland hat mir auch gut gefallen. Es herrscht zwar Winter und es ist stürmig, aber ich bekam beim Lesen Lust auf diese Insel und wäre gerne selbst mit von der Partie gewesen.

 

Auf der Weihnachtsfeier müssen die Mitarbeiter in Teams Aufgaben lösen um am Ende ein Gewinn zu erhalten. Zwar finde ich, dass eine Teambuildingsmaßnahme nicht unbedingt zu einer Weihnachtsfeier passt, doch mit hat es Spaß gemacht darüber zu lesen. Ulrike ist so gar nicht darüber erfreut. Am liebsten möchte sie nur für ihren Andreas Sonnenberg da sein und ihm am Rockzipfel hängen. Doch sie muss sich dem Team fügen und findet auch teilweise an den Spielen gefallen. Lustig ist es auch als Ulrike im Jugendherbergszimmer feststellen muss, dass es nur ein Gemeinschaftsbad gibt. Leicht bestimmend wirkt sie auch bei der Bettenverteilung. Aber wie bereits geschrieben, Ulrike muss man erst liebgewinnen ;-).

 

Neben Freundschaften, entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte auf Helgoland. Jana hat ein Auge auf den jungen Björn geworfen, der bei der Weihnachtsfeier als Nikolaus mitwirkt. Doch interessiert er sich auch für die ehrgeizige Jana? Oder ist die schüchterne Miriam vielleicht eher sein Fall?

 

Die verheiratete Cordula trifft auf Helgoland auf eine Jugendliebe wieder. Kann er sie so weit bringen, dass sie ihre Familie in Hamburg aufgeben würde? Cordula befindet sich auf jeden Fall bald in einem Gefühlschaos wieder. Hilfe erhält sie unerwartet von Ulrike…

 

„O du fröhliche Weibernacht“ war mein erstes Buch von Heike Wanner. Ihr Erzählstil hat mich sehr überzeugt und ich liebäugele schon mit anderen Romanen der Autorin.

 

Mein Fazit
Es war eine gute Entscheidung diesen Roman lesen zu wollen. Er passt gut zur kalten Jahreszeit, aber es ist auch eine Geschichte, die man das ganze Jahr lesen kann. Mir hat die Handlung und die Erzählweise sehr gut gefallen. Von mir gibt es vier Sterne für dieses heitere Weihnachtsbuch.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: Kristina

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Sa

31

Dez

2016

Sue Moorcroft - Winterzauberküsse

Autor/in: Sue Moorcroft
Verlag: Fischer Taschenbuch
Seitenanzahl:
432
ISBN:
978-3-596-29635-4
E-Book-ISBN: 978-3-10-490171-8
Internetseite des Verlags:
http://www.fischerverlage.de/buch/winterzauberkuesse/9783596296354

 

Aufmachung des Buches
Das Cover ist mir gleich ins Auge gefallen und hat mich auch dazu bewegt dieses Buch lesen zu wollen. Eine Frau im roten Mantel und mit roten Hut überquert eine Brücke in Richtung Big Ben. Es schneit und alles glitzert und funkelt. Das Cover ist wirklich schön winterlich und weihnachtlich gestaltet und ist ein Blickfang.

 

Inhalt
Die junge Hutmacherin Ava ist in Finanznöten. Als sie dem Unternehmer Sam auf einer Londoner Weihnachtsparty begegnet, bestellt dieser bei ihr einen Hut für seine schwerkranke Mutter Wendy. Wendy geht kurze Zeit später davon aus, dass Ava und Sam ein Paar sind. Um seine kranke Mutter nicht zu enttäuschen, spielen die beiden das Theater mit. Doch aus Spiel könnte auch durchaus Ernst werden. Gefühle sind vorprogrammiert in der vorweihnachtlichen Zeit. Leider schwärmt Avas beste Freundin Izz auch hoffnungslos für Sam. Wo führt das zu den Weihnachtstagen nur hin?

Meine Meinung

Das Buch ist mir im Handel durch sein Cover aufgefallen. Es ist mir sofort ins Auge gestochen und so musste ich mir den Klappentext durchlesen, der auch recht interessant klang. Kurzerhand wünschte ich mir das Buch und bekam es sogar zum Nikolaus.

 

Ava Bliss ist begnadete Hutmacherin und lebt ihren Beruf. Das einzige Problem ist, dass sie in finanziellen Nöten ist. Ihr Job bringt nicht viel Geld ein. Sie wohnt deshalb auch bei ihrer besten Freundin Izz und hat dort ihr eigenes Atelier. Sie begleitet Izz und ihren gemeinsamen besten Freund Todd auf eine Firmenweihnachtsparty. Dort trifft sie auf den Unternehmer Sam, für den auch Izz schwärmt. Doch Sam zeigt Interesse an Ava und gibt bei ihr einen Hut für seine schwerkranke Mutter Wendy in Auftrag. Wendy geht auch schon bald davon aus, dass Sam und Ava ein Paar sind. Soweit, so gut. Die Geschichte hört sich vielversprechend an und könnte zu einem tollen Liebesroman werden. Leider wurde mir die Liebesgeschichte doch leicht kaputt gemacht. Wie bereits erwähnt schwärmt Izz, Avas beste Freundin, auch für Sam. Doch Sam, sowie andere Kollegen machen sich über Izz lustig und wollen nicht wirklich etwas mit ihr zu tun haben. Für mich aus unverständliche Gründen. Diese Eigenschaft macht mir Sam dann auch nicht richtig sympathisch. Es ist ja schön, dass er Gefühle für Ava entwickelt, doch meiner Meinung nach, hätte man die Handlung auch anders gestalten können. Izz hätte nicht als Buhmann dargestellt werden müssen. Mir ist Izz irgendwie mehr ans Herz gewachsen als Ava. Izz macht zwar gehörige Fehler gegen Ende, aber sie tat mir richtig leid. Eigentlich müssten mir doch Ava und Sam als Hauptprotagonisten ans Herz wachsen, aber leider war dies nicht der Fall. Ava nimmt zwar schon teilweise Rücksicht auf Izz, aber mir kommt ihre Freundschaft nicht gut herüber.  

 

Die Handlung um die Gestaltung des Hutes für Wendy finde ich dann etwas besser. Wendy hat Krebs und steht vor einer Chemotherapie. Sam, hier der liebenswürdige Sohn, möchte ihr deshalb einen von Ava selbstgefertigten Hut schenken. Ava macht sich ans Werk. Wendy sieht in Ava und Sam ein Liebespaar. Beide spielen dann auch diese Theater mit. Schließlich sprühen ja auch schon Funken zwischen den beiden. Durch Sam erhält Ava auch die Möglichkeit ihr Hutmacherwerk populärer zu machen.

 

Eine weitere Handlung ging mir auch irgendwann auf die Nerven: Avas Ex-Freund. Er stellt ihr nach und schreibt Ava böse SMS-Nachrichten mit eindeutigen Fotos. Ava weiß nicht wie sie reagieren soll. Sam versucht sie zu unterstützen. Diese Geschichte in dem Buch wurde auch sehr stark thematisiert. Dadurch fehlte auch irgendwie das Gefühl, dass dieses Buch ein Weihnachtsroman ist.

 

Es werden zu viele Probleme angesprochen, die mir die weihnachtliche Geschichte kaputt machen: Finanzielle Nöte, Missbrauch, Krankheit, Probleme in der Freundschaft usw. Weniger ist doch manchmal mehr.

 

Der Schreibstil selbst gefällt mir eigentlich gut. Nur hätte ich mir etwas anderes als Gesamtpaket gewünscht. Ich kam durch die Geschichte nicht in Weihnachtsstimmung und war doch oft über Ava und Sam genervt. Letztendlich gefällt mir das Cover am Buch am besten.  

 

Mein Fazit
„Winterzauberküsse“ hätte Potential gehabt, konnte mich aber nur mittelmäßig überzeugen. Weihnachtsgefühle sind beim Lesen leider nicht entstanden, dann wohl eher beim Betrachten des Covers. Ich gebe dem Buch drei Sterne.

 

Somit gibt es 3 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: Kristina

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Fr

30

Dez

2016

Petra Lahnstein - Die kleine Wolke-Rettet die Weihnachtsmagie!

Autorin: Petra Lahnstein
Illustrationen von: Marion Gerstel und Nicole Hühner
Verlag: Gute Ideen Verlag
Seitenanzahl:
112
ISBN:
978-3-945067-11-6
Internetseite des Verlags:
http://www.gute-ideen-verlag.de/shop/artikel/die-kleine-wolke-rettet-die-weihnachtsmagie/

 

Aufmachung des Buches
Auf der Covervorderseite des weihnachtlichen Bilderbuches (für Jung und Alt) „Die kleine Wolke – Rettet die Weihnachtsmagie!“ von Petra Lahnstein sieht man, wie die kleine Wolke mit ihrem Freund Kummolino und dem Weihnachtsmann eine Schlittenpartie auf einer Wolkenrutsche macht. Auf der Buchrückseite sitzen sie dann in dem großen Schlitten des Weihnachtsmannes, der von Rentieren und der Giraffendame Flecki gezogen wird.  Beide Szenen sind Bestandteil des Bilderbuches.  

 

Inhalt
Die kleine Wolke liebt ihr Leben als Schönwetterwolke. Doch als Oma Greisina und ihr Freund Kummolino sie kurz vor Weihnachten um Unterstützung bitten ihnen beim Schneien zu helfen, ist sie Feuer und Flamme. Die Weihnachtshelferwolken haben so viel mit den Geschenken der  Menschenkinder in der Weihnachtswerkstatt des Weihnachtsmannes zu tun, sodass sie nicht mehr dazu kommen Schnee zu produzieren. Die Wünsche an den Weihnachtsmann werden auch immer komplizierter. Dem Weihnachtsmann wird es dadurch zu bunt und er kündigt seinen Job. Kurzerhand übernimmt Rupi Ruprecht die Arbeit, aber auf eine etwas fragliche Weise. Die kleine Wolke und ihre Freunde möchten die Weihnachtsmagie retten. Wird es ihnen gelingen?

 

Meine Meinung
Dank einer Buchverlosung bei Lovelybooks hatte ich das Glück „Die kleine Wolke – Rettet die Weihnachtsmagie“ von Petra Lahnstein zu erhalten. Dabei handelt es sich um den dritten Band der Kleinen Wolke-Reihe. Man braucht aber keine Vorkenntnisse, wie ich selbst beim Lesen feststellen konnte.

 

Die Geschichte hat einen guten Inhalt, der auch Erwachsene zum Nachdenken anhalten kann. Durch die immer anspruchsvolleren Wünsche der Kinder, werden die Weihnachtshelferwolken in der Weihnachtswerkstatt mit der Arbeit nicht mehr fertig. Sie kommen nicht mal mehr dazu es auf der Erde schneien zu lassen. Hier erkennt man auch eine Kritik an unsere heutige Gesellschaft. Ist es nicht wirklich so, dass sie immer kommerzieller und technischer wird? Früher hat man sich noch über Holzspielzeug gefreut, heute muss es das ferngesteuerte Auto oder das Smartphone sein. Dieser Ansatzpunkt wird auch in diesem Buch thematisiert. Die kleine Wolke möchte die Weihnachtsmagie den Menschen wieder näher bringen. Ansonsten fällt vielleicht das Fest vollkommen aus. So entwickelt sie eine Idee um die Feiertage zu retten. Und ihr Einfall hat nichts mit technischen Geräten zu tun.

 

Rupi Ruprecht ist ein Weihnachtsmannersatz, wie man ihn sich nicht vorstellen würde. Er ist skrupellos und baut lieber billiges Zeug, das schnell kaputt geht. Die kleine Wolke muss es gelingen, den richtigen Weihnachtsmann wieder ins Boot zu bekommen. Das wird aber etwas kniffelig.

 

Die Illustrationen sind liebevoll und in tollen Farben gemalt. Beim Vorlesen sind die Bilder ein wunderschöner Blickfang und man kann vieles entdecken.

 

In der Geschichte entwickeln die kleine Wolke und ihre Freunde ein Lied, dass man auch am Ende des Buches entdecken kann.


Für mich ist das Buch „Die kleine Wolke – Rettet die Weihnachtsmagie!“ ein kleiner Weihnachtsschatz, den man gerne lesen sollte. Es regt zum Nachdenken und zum Träumen an.

 

Mein Fazit
Bei „Die kleine Wolke – Rettet die Weihnachtsmagie!“ handelt es sich um ein Buch für Jung und Alt, wie der Klappentext andeutet. Mir hat die Geschichte als Erwachsene gut gefallen und ich gebe dem Buch volle 5 Sterne. Es ist eine wunderschöne Geschichte um die wahre Bedeutung von Weihnachten auf den Grund zu gehen.

 

Vielen Dank für den tollen Gewinn kurz vor Weihnachten :).

 

Somit gibt es 5 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: Kristina 

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Do

15

Dez

2016

Corina Bomann - Eine wundersame Weihnachtsreise

Autor/in: Corina Bomann
Verlag: Ullstein
Seitenanzahl:
240
ISBN:
9783548287744
Internetseite des Verlags:
http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/eine-wundersame-weihnachtsreise-9783548287744.html?cHash=b1775a2988b8dabe75a6f5bf9a877660

 

Aufmachung des Buches
Das Cover von „Eine wundersame Weihnachtsreise“ von Corina Bomann ist winterlich gestaltet. In der Mitte sieht man ein Bild mit einer Frau, die einen roten Mantel trägt und mit einem Koffer durch eine Schneelandschaft läuft. Diese Szene wird auch im Buch beschrieben. Mir gefällt die Gestaltung des Weihnachtsromans sehr gut.

 

Inhalt
Die junge Studentin Anna verabscheut Weihnachten seit einigen Jahren und geht dem Fest aus dem Weg in dem sie meist um diese Zeit verreist. Als ihr kleiner Bruder sie bittet an Weihnachten mal wieder nach Berlin zu kommen, entschließt sich Anna schweren Herzens nun doch mal wieder den Feierlichkeiten bei zu wohnen. Auf der Zugfahrt nach Berlin passiert ihr ein Missgeschick: Sie verschläft ihr Ziel und landet an der Ostsee! Leider herrscht das große Schneechaos und es fährt kein Zug zurück. So beginnt für Anna ein Roadtrip nach Berlin, damit sie pünktlich zu Heiligabend bei ihrer Familie eintreffen kann. Doch der Trip bringt viele Hindernisse mit sich. Sie lernt unterschiedlichste Charaktere kennen, die ihr den Weg in die deutsche Hauptstadt ebnen.

Meine Meinung
„Eine wundersame Weihnachtsreise“ von der Autorin Corinna Bomann liegt seit letztem Winter bei mir zum Lesen bereit. Nun war die Zeit gekommen das Buch endlich zu lesen. Schließlich mag ich Weihnachtsbücher zur passenden Saison am liebsten.

 

Die Geschichte beginnt damit, dass man Anna und ihre Abneigung zu Weihnachten kennenlernt. Sie hegt überhaupt keine Gefühle für diese Zeit, eher im Gegenteil. Schon allein die Düfte und Musik, die ein Bestandteil von Weihnachtsmärkten ist, ist für sie ein Graus. Sie ist einfach nur davon genervt. Als Leser erfährt mal allerdings erst recht spät, woher ihre Abscheu kommt. Teilweise kann man ihr Standpunkt verstehen. Die Weihnachtszeit erweist sich leider heutzutage immer mehr als eine stressige Zeit. Alles ist so hektisch und die meisten Leute sind einfach nur genervt. Dies wird auch in dem Buch beschrieben.

 

Anna flüchtet eigentlich immer vor den Festtagen. Doch dieses Mal kann sie ihrem kleinen Bruder den Wunsch nicht abschlagen an den Feiertagen in die Heimat nach Berlin zu kommen. Sie studiert in Leipzig und sieht ihre Familie selten. Sie hat allerdings auch keinen guten Draht zu dieser. Ihre Mutter lebt mit ihrem Stiefvater Gerd und Halbbruder Jonathan in der Hauptstadt. Anna kann Gerd nicht wirklich leiden und geht ihm am liebsten aus dem Weg. Sie befürchtet von Gerd und ihrer Mutter wieder Belehrungen über den Feiertagen zu bekommen.

 

Auf ihrer Heimreise über die Festtage geschieht dann das Missgeschick. Anna verschläft ihren Ausstieg im Zug und landet im größten Schneechaos in Binz an der Ostsee. Kein Zug fährt mehr zurück. Doch sie findet Hilfe. Mit Schneepflug geht ihre erste Etappe Richtung Berlin. Von da an findet sie immer wieder Personen, die sie ein Stück mitnehmen und sie auf ihre Heimfahrt begleiten. Allerdings muss sie auch immer wieder Umwege in Kauf nehmen, denn jedes Mal wenn sie „Last Christmas“ im Radio hört, passiert ein Missgeschick. Oder ist es einfach nur ihre Einstellung zu Weihnachten, die die Rückreise erschweren? Auf jeden Fall ist es lustig, wie der Dauerweihnachtssong in den Kakao gezogen wird ;-).

 

Auf ihrem Roadtrip lernt Anna interessante Charaktere kennen. Darunter drei Damen aus einem Seniorenheim, die scheinbar auf einer Raststätte von ihrem Bus vergessen wurden. Die drei sind schon der Knüller mit ihren Auftreten und Eigenarten. Anna benennt sie nach Blumenarten, was sehr amüsant ist. Außerdem trifft Anna auf Hippies, mit dabei auch ein süßer Typ.

 

Letztendlich kann man diesen Roadtrip auch als etwas Positives in Annas Leben sehen. Er öffnet ihr die Augen und durch diese Reise lernt sie Personen kennen, die sie nie begegnet wäre, wenn sie auf normalen Weg nach Berlin gelangt wäre. Für mich hat das Buch auch die Aussage, dass man durch Umwege gute Dinge erleben kann. Auch Hindernisse können zum Ziel führen.

 

Das Weihnachtsbuch hat mir gut gefallen, auch wenn manche Situationen in dem Roman etwas übertrieben wirken. Doch gerade diese Dinge machen die Geschichte auch lesenswert.

 

Mir gefällt der Erzähl- und Schreibstil von Corina Bomann sehr gut. Das Buch ist für die Weihnachtszeit sehr zu empfehlen. Es stecken in der Geschichte viele Gedanken über die man vielleicht selbst mal nachdenken könnte. So erzählen die drei Damen von ihrem schönsten Weihnachten. Und dabei geht es nicht um die Geschenke sondern um besondere Momente.

 

Mein Fazit
Diesem Weihnachtsbuch mit einem interessanten Roadtrip gebe ich vier gute Sterne und eine Leseempfehlung für alle Liebhaber von diesem Genre :-). Eine tolle Geschichte für die Adventszeit.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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