Jojo Moyes - Ein ganzes halbes Jahr

 

Autor/in: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Seitenanzahl:
544
ISBN:
978-3-499-26672-0
Ebook-ISBN: 978-3-644-90231-2
Internetseite des Verlags:
http://www.rowohlt.de/taschenbuch/jojo-moyes-ein-ganzes-halbes-jahr.html

 

Aufmachung des Buches
Ich besitze die Taschenbuchausgabe zu „Ein ganzes halbes Jahr“ von der Autorin Jojo Moyes. Das Cover ist schlicht.  Vor einem hellen Hintergrund sieht man die Schattengestalt einer Frau auf einer Wiese. Sie lässt eine Taube wegfliegen. Außerdem sieht man auf dem Buchdeckel rote Blüten, vielleicht sind es Mohnblumen. Sie geben dem Cover einen Farbtupfer.

 

Inhalt
Louisa Clark lebt mit ihrer Familie in Stortfold. Mit ihrem Job in einem Café war sie sehr zufrieden, doch nun musste es geschlossen werden und Lou ist arbeitslos. Das ist schlecht, denn mit ihrem Gehalt hat sie auch ihre Eltern unterstützt. Es muss eine neue Arbeit her! Auf dem Arbeitsamt erhält Lou einige –für sie- ungeeignete Angebote, doch irgendetwas muss sie ja tun. Schließlich geht sie zu einem Bewerbungsgespräch für die Stelle als Pflegerin für Will Traynor und erhält den Job, der auf sechs Monate angesetzt ist. Will ist ein Tetraplegiker (eine Art von Querschnittslähmung) seitdem er vor knapp zwei Jahren einen dramatischen Unfall hatte. Lou hat es zunächst schwer zu Will durch zu dringen, zu sehr leidet dieser unter seiner Situation. Doch dann freunden sich die beiden an und Lou versucht alles, um Will wieder glücklicher zu machen. Aber reichen schöne Momente, um das Leben des behinderten Will für ihn wertvoller zu machen?

 

Meine Meinung
Schon viele gute Meinungen habe ich über das Buch „Ein ganzes halbes Jahr“ gehört und nun wollte ich mich selbst davon überzeugen. Ich habe schon aus verschiedenen Ecken mitbekommen, dass die Geschichte traurig endet, aber gewisse Hoffnungen bleiben beim Lesen ja doch erhalten. Das genaue Ende wollte ich mir auch noch nicht richtig vorstellen und mich einfach von Lou und Will mitreißen lassen.

 

Das Buch beginnt mit dem Prolog, bei dem der Leser Wills Unfall miterlebt. Dann kommt ein Zeitsprung von zwei Jahren und man lernt Louisa Clark kennen. Die meisten Kapitel werden aus ihrer Sicht erzählt. Es gibt ein paar Kapitel aus dem man die Perspektive von anderen handelnden Charakter kennenlernt. Das war eine gute Abwechslung und so erfuhr man auch mehr über die Denkweisen der anderen Personen.

 

Louisa ist eine junge Frau, die sich nicht von der aktuellen Mode leiten lässt. Sie zieht sich schrill an und hat ihren eigenen Stil. Oft misst sie sich mit ihrer jüngeren Schwester Treena, die als die Schlaue in ihrer Familie gilt. Sie hat studiert, wurde aber schwanger und musste vorläufig ihr Studium beenden. Hin und wieder gibt es Reibereien zwischen den beiden Schwestern. Beide leben zu Beginn der Geschichte noch oder wieder bei ihren Eltern. Mit ihrem Gehalt muss Lou ihre Eltern unterstützen. Ihr Vater hat einen unsicheren Job und ihre Mutter hat wegen der gesundheitlichen Probleme des Großvaters ihre Arbeit aufgegeben. So wird es eng, als Lou ihre Arbeit im Café verliert. Deshalb nimmt sie notgedrungen den Job als Pflegerin für den wohlhabenden Tetraplegiker Will  Traynor an.
Lou ist mir sehr sympathisch. Sie versucht ihr Bestes mit Will, der sie zu Beginn sehr abweisend behandelt. Durch Will entwickelt sich Lou auch sehr gut weiter. Zu Anfang war sie eher ein Mensch, der keine Ziele hatte, aber dies ändert sich während ihrer Arbeit bei Will.

 

Will war vor seinem schrecklichen Unfall ein aktiver Mensch. Er lebte für seinen Beruf und machte Abenteuerurlaube und waghalsige Dinge. Durch den Unfall ist er nun im Rollstuhl gefesselt und kann kaum etwas alleine tun. Er hat den Lebenswillen verloren und sieht einfach kein Sinn mehr wirklich weiterzuleben. Durch Louisa soll er diesen Willen wiederfinden. Sie versucht alles Mögliche um ihn zu zeigen, dass auch er als behinderte Person vieles unternehmen kann. Es wird eine harte Arbeit für Lou, aber es gibt auch wunderschöne Momente zwischen den beiden. Sie nähern sich an und entwickeln Gefühle für einander. Doch Lou hat einen Freund: Patrick. Er ist mir schnell unsympathisch geworden. In seinem Leben spielt nur noch Sport eine Rolle. In seinen Gesprächen mit Lou handelt es hauptsächlich auch nur noch darum. Eigentlich hat man als Leser das Gefühl, dass Lou sich nicht wirklich zu Patrick hingezogen fühlt. Sie haben halt eine Beziehung, aber sehen sich kaum noch. Eigentlich fast nur, wenn Lou Patrick beim Sportmachen zusieht.

 

Die Liebesgeschichte zwischen Lou und Will war dafür rührend. Es entwickelt sich ganz langsam. Mir haben die beiden zusammen sehr gut gefallen. Will ist zwar ein dickköpfiger Mensch, aber er hilft Lou auf seine Art ihrem Leben neue Ziele zu geben. Lou war noch nie richtig aus ihrem Heimatort Stortfold weg. Will findet, Lou hat so viele tolle Eigenschaften und Fähigkeiten, die sie ausleben soll. Er möchte, dass sie die Welt sieht. So ergänzen Lou und Will sich gegenseitig. Doch kann Lou in Will wieder Lebenswillen erwecken?

 

Ich weine nicht so schnell bei Büchern, eher muss ich dann mal kräftig schlucken. Bei dem Roman gebe ich trotzdem den Tipp Taschentücher bereitzulegen. Es könnte auf jeden Fall nicht schaden, wenn man weiß, dass man dazu neigt bei traurigen Buchmomenten Tränen zu vergießen.

 

Der Erzählstil von Jojo Moyes gefällt mir sehr gut. Das Buch lässt sich flüssig lesen.

 

Ich denke, Jojo Moyes hat sich sehr mit dem Thema Tetraplegie auseinander gesetzt. Sie bringt Wills Behinderung verständlich herüber und man kann auch Wills Ansichten zum Leben sehr gut nachvollziehen.  

 

Mir hat die Geschichte von Lou und Will sehr gut gefallen. Inzwischen gibt es ja auch eine Fortsetzung, die ich gerne mal lesen möchte.

Mein Fazit
Eine rührende Geschichte von einer gesunden Frau und einem behinderten Mann, der durch einen schrecklichen Unfall unwiderruflich an den Rollstuhl gefesselt ist. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn oder gerade weil es viele traurige Momente gab. „Ein ganzes halbes Jahr“ kann ich einfach nur mit fünf Sternen bewerten. Das Buch hat ein Thema, dass man erst einmal verdauen muss, aber sehr interessant ist.

 

Somit gibt es 5 von 5 Sternen von mir.

 

Rezension von: KR

 

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