Kevin Brooks - Travis Delaney - Was geschah um 16:08?

Autor/in: Kevin Brooks
Verlag: dtv Junior
Seitenanzahl:
336
ISBN:
978-3-423-76111-6
Internetseite des Verlags:
http://www.dtv-dasjungebuch.de/buecher/travis_delaney_-_was_geschah_um_16_08_76111.html


Aufmachung des Buches
Auf dem Buchcover ist ein Junge mit einem Mountainbike zu sehen, der scheinbar vor irgendwas auf der Hut ist. Im Hintergrund ist ein Hochhaus auf das der Autorennamen geschrieben steht. Außerdem sind Schatten eines Riesenrads und von Big Ben zu erkennen. Der Junge stellt sicher Travis Delaney dar. Die Geschichte spielt in zwar England und London wird auch mal erwähnt, aber es wäre meiner Meinung nach nicht notwendig Big Ben darzustellen, da die englische Hauptstadt keine große Rolle spielt.

Inhalt
Travis Delaneys Eltern sind vor kurzem bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Nun kümmern sich seine Großeltern um ihn. Auf der Beerdigung nimmt Travis einen fremden Mann wahr, der eine versteckte Knopfkamera bei sich trägt. Travis ist alarmiert. Seine Eltern waren Privatdetektive und Travis glaubt, dass der Tod seiner Eltern nicht durch einen normalen Unfall passiert ist. Er macht sich heimlich auf Recherche und kommt einer großen Sache auf die Spur. Was hat das Verschwinden eines jungen Boxers mit dem Tod seiner Eltern zu tun? Und was geschah um 16:08 Uhr vor einer Lagerhalle? Travis schwebt plötzlich in größter Gefahr und wird verfolgt…

Meine Meinung
Das Buch „Travis Delaney – Was geschah um 16:08?“ erhielt ich auf der Frankfurter Buchmesse als Leseexemplar. Anders wäre ich wahrscheinlich auch nicht auf dieses Jugendbuch aufmerksam geworden. Vielen Dank an den Verlag für das Exemplar.

Ich finde, das Buch ist eher etwas für Jungs. Vermutlich hätte ich mich als Jugendliche nicht für die Geschichte interessiert. Die Handlung hört sich aber für mich als erwachsene Person spannend an, hat mich leider letztendlich nicht zu Hundertprozent überzeugt. Das hängt wohl damit zusammen, dass ich keine richtige Bindung zu Travis aufgebaut habe. Natürlich finde ich es traurig, dass er seine Eltern verloren hat, aber in diesem Buch kommt mir das etwas oberflächlich herüber. Klar, er versucht herauszufinden, warum seine Eltern gestorben sind, aber seine Trauer überzeugt mich nicht richtig.

Auch ansonsten hat mich die Geschichte leider nicht so mitgerissen, dass ich das Gefühl bekommen hätte, dass ich unbedingt weiterlesen muss. Es gibt zwar „spannende“ Momente, die für mich aber nicht wirklich aufregend waren.

Ich hätte mir auch irgendwie gewünscht, dass man ein wenig mehr über Travis‘ Sozialleben erfährt. Irgendwie tauchen nicht viele Personen auf mit denen er eine Freundschaft führt. Es gibt zwar einen Kumpel, der etwas älter als Travis ist und der Travis beschützt. Travis hat mal seiner Schwester geholfen. Aber auch über diese Freundschaft wurde mir zu oberflächlich berichtet. Wenn ich ein Jugendbuch lese, möchte ich auch ein wenig jugendliche Charakterzüge in den Personen erkennen. Das war mir bei Travis zu wenig. Er hängt in diesem Buch viel zu viel mit erwachsenen Leuten zusammen, was natürlich auch damit zu tun hat, dass er in Trauer ist und sich vielleicht dann auch nicht so sehr mit Leuten in seinem Alter treffen mag. Aber mir fehlt einfach in dieser Geschichte auch mal ein lockerer Moment unter Gleichaltrigen.

In der Geschichte kommen Geheimdienste wie CIA, MI5, MI6 usw. vor. Das wurde für mich dann irgendwann solch ein Durcheinander, dass ich nicht mehr so richtig der Handlung gefolgt bin, wie es sein sollte. Wie soll es dann einem Jugendlichen beim Lesen damit gehen? Andererseits interessiert mich auch dieses Thema nicht so besonders, was natürlich auch daran liegen kann.

Positiv an den Jugendroman finde ich, dass die Kapitel kurz gehalten sind. So kann man schneller mal eine Lesepause einlegen, was mir bei dem Buch leider nicht schwer gefallen ist.

„Travis Delaney – Was geschah um 16:08?“ ist der Beginn einer Reihe. Ich bin mir nicht sicher, ob mich die Fortsetzung interessiert. Eigentlich wäre es ja interessant zu erfahren, wie es weitergeht, aber wenn die Geschichte weiterhin in dieser Erzählart geschrieben ist, dann muss ich es mir wohl erst einmal überlegen.

Mein Fazit
Bevor ich diese Rezension verfasst habe, war ich mir sicher dem Buch drei Sterne zu geben. Jetzt nachdem ich sie geschrieben habe, erkenne ich, dass ich leider zu zwei Sterne tendieren muss und diese auch für die Geschichte vergebe.

Somit gibt es 2 von 5 Sternen von mir.

Rezension von: KR


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