Mechthild Gläser - Die Buchspringer

Autorin: Mechthild Gläser
Verlag: Loewe
Seitenanzahl:
384


ISBN:
978-3-7855-7497-3

ISBN ePub: 978-3-7320-0253-5

ISBN Mobi: 978-3-7320-0254-2


Internetseite des Verlags: http://www.loewe-verlag.de

Internetseite der Autorin: http://www.mechthild-glaeser.de/


Leseprobe: http://www.loewe-verlag.de/_files_media/leseproben/7327.pdf




Aufmachung des Buches


Das Cover hat mich gleich angesprochen. Die Farben sind nicht zu grell und es zeigt alles, was dieses Buch beeinhaltet. Es zeigt dem Leser gleich, worauf man sich einstellen kann. Auf dem Cover ist die Hauptfigur Alice zu sehen und einige bekannte Buchfiguren, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen wie z.B. Sherlock Holmes und das Kaninchen aus Alice im Wunderland. Die Gestaltung des Buches verspricht dem Leser eine wundersame Welt mit vielen Abenteuern. Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass unter dem Schutzumschlag der Einband weiß ist. Da muss man sich entscheiden, ob man lieber den Schutzumschlag oder das Buch an sich schützen möchte vor Knicken, Dreck usw. ;)


Inhalt (Bücherrücken)


Auf Schir Kans Rücken durch das Dschungelbuch jagen, mit Goethes Werther die Hexen aus Macbeth bekämpfen und mit Elizabeth Bennett für den gut aussehenden Mr Darcy schwärmen... Nie hätte Amy gedacht, dass die den Figuren aus ihren Lieblingsbüchern so nah sein könnte! Doch sie eine Buchspringerin, und damit ist es ihr möglich, wirklich und wahrhaftig in jede Geschichte einzutauchen, die sie schon immer einmal selbst erleben wollte. Amy testet ihre neue Fähigkeit ausgiebig - bis in der Buchwelt plötzlich gar nichts mehr so ist, wie es sein sollte.


Meine Meinung


Ich bin auf dieses Buch über einen anderen Bücherblog aufmerksam geworden und das Cover und der Inhalt haben mich gleich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht. Welcher Leser würde nicht mal gerne in sein Lieblingsbuch springen und mit den Charakteren die Geschichte erleben und mit ihnen leiden und lieben?


Gleich am Anfang wird man in die Geschichte geworfen. Amy und ihre Mutter haben einen Billigflug gebucht, um über die Sommerferien Deutschland zu verlassen. Sie beide flüchten vor der Gegenwart. Amys Mutter, weil ihr Freund sie auf einmal verlassen hat und Amy, weil ihre Mitschüler Bilder von ihr ins Netz gestellt haben, die sie vor allen blamiert hat. So flüchten sie nach Schottland auf die Insel Stormway, wo Amys Verwandte leben. Noch nie hat ihre Mutter von ihrer Vergangenheit gesprochen, als sie schwanger ihre Heimat verließ und nach Deutschland flüchtete. Was erwartet Amy auf der Insel?


Amys Leben wird in kurzer Zeit komplett umgekrempelt. Sie ist eine Buchspringer! Das heißt, sie braucht sich einfach nur ein Buch auf die Augen zu legen und schon steht sie mitten in der Geschichte! Wahnsinn. Amy ist begeistert. Jetzt weiß sie auch endlich, warum sich ihr ganzes Leben bisher nur um Bücher gedreht hat. Aber warum wollte Amys Mutter nicht, dass sie von ihrem Erbe erfährt? Was verheimlicht sie ihr?


Amy springt von Geschichte zu Geschichte. Doch etwas Unheimliches treibt in der Bücherwelt sein Unwesen. Erst verschwindet Sherlock Holmes und dann das weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland. Was ist nur los?


Die Autorin hat es geschafft, mit diesem Buch, eine Idee bzw. einen Traum vieler Leser zu verwirklichen. Wer würde nicht gerne einmal zu sehen wie Elisabeth Bennet sich in Mr Darcy verliebt oder Sherlock Holmes bei der Lösung eines Rätsels behilflich sein?


Ihr ist es gelungen eine Welt zu erschaffen, die mich von Anfang an gefesselt hat. Die Charaktere sind gut beschrieben und schnell wird man selbst zu Amy, die zwischen den Bücherseiten verschwindet. Man fühlt förmlich, wie man in die Geschichten hineingezogen wird.


Man fiebert mit Amy mit und würde sich selbst gerne auf die Suche nach dem Wesen machen, dass die Charaktere aus den Büchern im Atem hält.


Wer würde sich nicht gerne vorstellen, dass sich alle Charaktere der Bücherwelt außerhalb ihrer Bücher bewegen können und zusammen in einer Bar eine Cola trinken? Oder das man einfach nur von Seite zu Seite springen muss, um schnell durch ein Buch zu blättern?


Die Autorin hat sich auch wirklich einige Gedanken gemacht. Natürlich darf man nichts in einer Geschichte verändern, wenn man in das Buch springt. Denn was dann passiert, ändert alle gedruckten Bücher dieser Welt. Es ist als ob man in die Zukunft oder Vergangenheit springen würde und dort aus Versehen ändert. Amy hat in diesem Buch noch viel zu lernen. Sie ist für Buchspringer schon in einem fortgeschrittenen Alter und die zwei anderen Kinder auf der Insel sind ihr weit voraus.


Die Seiten sind nur dahin geflogen und ich habe gehofft, dass das Buch nicht enden würde. Aber leider muss das ja jedes Buch ;) Die Autorin hat es geschickt geschafft, alle Welten miteinanderzuflechten und ein gutes Ende für die Geschichte erfunden. Es gibt immer wieder andere Verdächtige, aber mein Gefühl hatte am Ende Recht.


Schade, dass das Buch nur 384 Seiten hat. Ich hätte gerne noch andere Bücher betreten, auch wenn schon einige bekannte Geschichten vertreten sind.



Mein Fazit


Eine Traumwelt für alle Leseratten. Gut geschrieben hat die Geschichte mich schnell in seinen Bann gezogen und Amy als Hauptcharakter leitet einen gut durch die Geschichte. Ihre Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben, nur wenn es um andere Charaktere geht, dann wechselt die Schreibform.


Ich hätte gerne noch länger in der Buchwelt verweilt, aber jedes gute Buch hat auch mal sein Ende.


Manchmal hat mich das zwar das Gefühl der Charaktere nicht ganz erreicht, zum Tränchen verlieren hat es nicht ganz gereicht. Aber die Idee des Buches allein hat mich schon von Anfang an fasziniert und es passiert so viel, dass mich dies in diesem Buch garnicht gestört hat.


Mein Fazit: Für jeden büchersüchtigen Leser ein Tipp! Sucht euch ein ruhiges Plätzchen, macht es euch gemütlich, atmet nochmal den Geruch der gedruckten Seiten ein und springt mit Amy durch die Bücherwelt.


Von mir gibt es für dieses Buch 5 von 5 Sternen.


Rezension von: AN





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Kommentare: 1
  • #1

    AstroIbrium (Sonntag, 22 Februar 2015 13:16)

    Freut mich sehr... und über das Ende kann man leider nur reden, wenn niemand zuhört, der das Buch noch nicht gelesen hat. Ich mag diesen Gedanke am Ende sehr..

    Liebe Grüße,

    Arndt

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