Lily Oliver- Träume, die ich uns stehle

Hallo Ihr Lieben,

 

heute gibt es wieder eine gemeinsame Rezension von uns: Angelina und Kristina. Wir hatten das Vergnügen zu Rezensionszwecken Lily Olivers Buch "Träume, die ich uns stehle" zu lesen.

 

Hier kommt unsere Rezension mit zwei verschiedenen Bewertungen ;-). Aber lest selbst.

 

Viele Grüße

 

Kristina & Angelina

Unsere Rezension

Autorin: Lily Oliver
Verlag: Knaur
Seitenanzahl:
400
ISBN:
978-3-426-51897-7

EBook-ISBN: 978-3-426-43816-9

Internetseite des Verlags: https://www.droemer-knaur.de

 

Hinweis: Die Rezension kann Werbung enthalten.


Aufmachung des Buches

 

Angelina: 

Das Cover ist für meinen Geschmack sehr einfach gehalten. Für mich passt es persönlich nicht so ganz zum Thema des Buches. Da hätte mir etwas anderes vorgestellt. Ich denke aber, dass die Autorin sich etwas dabei gedacht haben wird.

 

Kristina:
Der Buchtitel „Träume, die ich uns stehle“ von Lily Oliver steht in roter Schreibschrift auf dem Buchdeckel. Auf dem größtenteils weißen Cover sieht man blaue Vögel und grüne Äste. Die Aufmachung des Romans ist schön, aber ich bringe es in keine Verbindung mit dem Buchinhalt.


Inhalt


Lara weiß nach einem schweren Unfall nicht mehr, wer sie ist und woher sie kommt. Aber als sie im Krankenhaus auf den Studenten Thomas trifft, fühlt sie sich erstmals seit langem geborgen. Thomas hört ihr zu, wenn sie versucht, ihre Erinnerungen zu sortierten. So beginnt sie, ihm eine Geschichte zu erzählen, aus der bald eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm wird. Eine Liebe, die vielleicht für immer ein Traum bleiben muss, denn Thomas liegt im Koma... 


Unsere Meinungen

 

Angelina:

Erstmal vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches und besonders an die Autorin, die sich dafür eingesetzt hat, nachdem die Emails mit einem Ebook nicht angekommen sind =)

Ich hatte schon das Vergnügen, die Autorin persönlich zu treffen und war sehr gespannt auf das Buch.

Lara kann einfach nicht aufhören zu reden. Die Worte müssen einfach raus, sonst platzt sie. Besonders schlimm ist es nachts, wenn sie niemanden hat, der ihr zuhören kann. Die Dunkelheit macht alles nur noch schlimmer.

Warum sie im Krankenhaus ist, weiß sie nicht so genau. Sie hatte einen Unfall, aber sie kann sich einfach nicht daran an erinnern. Die letzten zwei Jahre sind wie weggeblasen. Zusammen mit ihrem Therapeuten Martin versucht sie herauszufinden, warum ihre Erinnerungen weg sind und eine Lösung für die Worte in ihrem Kopf zu finden. Sie bekommt sie einfach nicht unter Kontrolle.

Bis sie irgendwann auf der Intensivstation auf Thomas trifft. Er liegt im Koma. Doch Lara fühlt sofort eine Verbindung zu ihm. Woher kennt sie ihn nur? Auch er hatte einen Unfall. Lara zerbricht sich den Kopf woher sie ihn kennt.

Die Besuche bei Thomas helfen ihr ihre Gedanken zuordnen und die Worte einzudämmen. Denn sie erzählt Thomas Geschichten. Geschichten, die immer mehr zu ihrem eigenen Leben werden. Klar so muss es passiert sein! Natürlich kennt sie ihn. Er gehört doch in ihr Leben. So muss es sein.Oder?

Die ersten Seiten flogen nur so dahin. Genau wie Laras Worte schnell fließen, so schnell habe ich auch gelesen. Als ob mich Laras Worte antreiben würden.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Lara und Thomas erzählt. Thomas Part ist eher kurz gehalten, da er im Koma liegt.

Thomas trägt einen Kampf gegen sich selbst aus. Er ist in seiner persönlichen Hölle gelandet. Nur Laras Stimme bringt ihm kleine Lichtblicke. Er sollte nicht mehr leben. Alles ist so qualvoll. Er hat anderen Leuten nur das Leben schwer gemacht. Doch warum kommt diese Lara immer und immer wieder? Sie muss zu ihm gehören, oder? Warum sonst sollte sie sich die Mühe machen, ihn am Leben zu halten? Er hat es nicht verdient. Oder vielleicht doch?

So ab 100 Seiten stoppte mein Lesefluss ein wenig. Laras Geschichten werden immer ausführlicher. Sie beschreibt die Liebe zwischen sich und Thomas. Hier zog sich die Geschichte für mich ein wenig.

Lara hat viel mit ihrer Krankheit zu kämpfen. Immer wieder trägt sie einen innerlichen Kampf aus. Sie ist es nicht wert, dass jemand sie liebt. Sie bringt nur Schwierigkeiten. Sie muss doch den Mund halten. Ihre Mutter hat ihr schon oft gesagt, sie soll nicht so viel reden. Doch bei Thomas zu sein hilft ihr.

Mehr will ich eigentlich zu dem Inhalt nicht verraten, da das Buch für mich eine überraschende Wende bekommen hat. Viele Fragen werden aufgeklärt. Warum z.B. wird Thomas von seiner Schwester so gehasst? Warum kann Lara einfach nicht aufhören zu reden?

 

Kristina:
Lily Oliver bot unserem Blog ihr Buch „Träume, die ich uns stehle“ zu Rezensionszwecken an, was uns sehr freute. Ich hatte bereits das Vergnügen Bücher von ihr unter einem anderen Pseudonym zu lesen und so interessierte es mich sehr, wie sie als Lily Oliver Geschichten schreibt.

Der Klappentext klingt sehr interessant und ich freute mich darauf den Roman zu lesen. Ich wurde vom Inhalt nicht enttäuscht. Nur wuchsen mir die Hauptcharaktere nicht so schnell ans Herz. Trotzdem gefällt mir die Idee, dass Lara mit ihrem zwanghaften Reden auf den Komapatienten Thomas trifft und eine Art Beziehung zu ihm aufbaut. Ich finde es gut, dass die Kapitel nicht nur aus Laras Sicht dargestellt werden, sondern auch hin und wieder aus der Thomas‘ Komaperspektive.

Während ihren Erzählungen schafft es Lara bei Thomas Reaktionen hervorzurufen, die niemand anderes bisher bewerkstelligen konnte. Da ist es nicht verwunderlich, dass Lara langsam glaubt, dass sie vor dem Unfall bereits mit Thomas Kontakt hatte. Sie beginnt ihm eine Liebesgeschichte von sich beiden zu erzählen. Dabei bekommt sie das Gefühl die Dinge wirklich erlebt zu haben. Aber warum könnte es auch gleichzeitig sein, dass sie wirklich etwas aus dieser Zeit vergessen wollte? Lara findet sich immer wieder in einem Gefühlschaos. Aber das Reden bei Thomas hilft ihr trotzdem auch bei ihrer eigenen Krankheit.

Bei den Therapiestunden lernt man Laras Krankheit als Leser noch einmal besser kennen. Ihr Therapeut Martin versucht Lara mit sogenannten Skills zu helfen. Ein Skill ist beispielsweise aus Papier Tierchen zu basteln. Sie erzählt in jeder ihrer Stunden immer wieder das gleiche und vergisst danach, dass sie dies getan hat. So kommt es das in den Gruppenstunden nur noch müde über Lara gelächelt wird und Martin in den Einzelstunden versucht sie in ihrem Redezwang zu stoppen.

Irgendetwas scheint Lara aus ihrer Vergangenheit zu belasten. So werden Probleme aus ihrer Kindheit mit ihrer Mutter angedeutet, aber als Leser bleibt vieles erst einmal im Dunkeln verborgen. Man erfährt auch erst spät, wie es zu dem Unfall kam, sodass Lara in der Klinik gelandet ist.

Auch Thomas hat Probleme, die ihm während des Komas immer wieder beschäftigen. Es muss Streitigkeiten in der Familie gegeben haben. Seine Schwester Isabel denkt sogar darüber nach, die lebensnotwendigen Maßnahmen für Thomas zu beenden. Lara ist schockiert als sie davon erfährt. Vor allem möchte seine Schwester ihr den Kontakt mit Thomas unterbinden. Ich war beim Lesen gespannt, warum Isabel ihren Bruder derart zu hassen scheint. Sie wirkt in der Geschichte sehr kühl. Auch war ich neugierig, was es mit einem gewissen „Cem“ zu tun hat, der in Thomas Gedankenwelt eine Rolle spielt.

Der Schreibstil von Lily Oliver ist angenehm zu lesen. Die Geschichte ist interessant, doch mir wuchsen, wie bereits erwähnt, die Charaktere nicht wirklich ans Herz. Lara tat mir mit ihrem Problem natürlich leid, aber ihre Art sich vor ihren Therapeuten zu verschließen, nervte mich etwas. Schön dagegen ist es, wie sie sich um Thomas kümmert und Wege findet zu trotz Verbot zu ihm auf die Intensivstation zu gelangen.

Es gibt eine Handlung in dem Roman, die den Leser auf eine falsche Fährte locken kann. Dies ist ein gelungener Schachzug der Autorin, sodass es am Ende eine überraschende Wendung gibt.

 

Die Geschichte um Lara und Thomas bearbeitet mehrere Probleme, die zum Nachdenken anregen können. Laras Krankheitsbild, ihre Erinnerungslücken und die Frage, ob Thomas weiterhin die lebensnotwendigen Maßnahmen erhält, sind nur ein paar davon. 


Unser Fazit

 

Angelina:
Das Buch zeigt nicht die typische Liebesgeschichte. Es gibt wirklich viele Bücher, deren Geschichten im Krankenhaus beginnen. Doch diese ist anders.

Man merkt, dass sich die Autorin wirklich mit dem Thema Koma und Laras Krankheit auseinander gesetzt hat. Es klang wirklich alles sehr glaubwürdig.

Leider muss ich sagen, dass Thomas und Lara mir als Charaktere immer sehr unnahbar blieben. VIelleicht war es auch so gewollt. Auch Ende des Buches war Lara noch eine Fremde für mich. Ich kam einfach nicht an ihre Person heran.

Zwischenzeitlich ist das Buch bei mir so vorbei geplätschert. Erst auf den letzten 60 Seiten hat es mich wieder richtig gepackt.

Der Autorin ist es gelungen ein Ende zu gestalten, das man so nicht voraussehen konnte. Die Auflösung der ganzen Geschichte hat mir sehr gut gefallen.

Leider muss ich dem Buch dadurch, dass mir das ganze emotional nicht ans Herz ging und mir die Charaktere trotz der teils heftigen Geschichte nicht nah kamen, 1 1/2 Sterne abziehen.

Nichtsdestotrotz ist es eine tolle Geschichte, die wohl noch viele Leser in seinen Bann ziehen wird.

Gerne werde ich noch weitere Bücher der Autorin lesen.

 

Von mir gibt es für dieses Buch 3,5 von 5 Sternen.

Kristina:

Mir hat die Geschichte um die beiden Patienten Lara und Thomas gut gefallen, auch wenn es Kritikpunkte gab. Von mir erhält „Träume, die ich uns stehle“ vier gute Sterne.

 

 

Vielen lieben Dank an Lily Oliver und den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Buches für Rezensionszwecken. Ich habe mich sehr gefreut nun auch endlich mal etwas von Lily Oliver zu lesen. Ihr erstes Buch wartet in meinem Regal auch noch darauf gelesen zu werden ;-).

 

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.


Rezension von: Angelina & Kristina

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