Priscille Sibley - Ich versprach dir die Liebe

Autorin: Priscille Sibley
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl:
447

ISBN: 978-3-404-16942-9
EBook-ISBN:
978-3-8387-4584-8

Internetseite des Verlags: https://www.luebbe.de/

Altersempfehlung des Verlags: ab 16 Jahren

 


Aufmachung des Buches

 

Da es dieses Buch leider scheinbar nur noch als Ebook zu kaufen gibt(außer gebraucht natürlich) kann ich das Cover nur anhand des Bildes bewerten. Das Cover hat mich gleich angesprochen. Das Holz und das rote Herz harmonieren perfekt miteinander und die Schriftart und Farbe ist auch sehr gut gewählt und passt zum Gesamtbild. Auch zum Titel des Buches ist das Cover gut gewählt.

 

 


Inhalt

 

Nach einem tragischen Unfall liegt Elle im Koma, ohne Hoffnung auf Heilung. Schon immer hat sie sich gegen lebensverlängernde Maßnahmen ausgesprochen. Doch dann erfährt ihr Ehemann: Seine Frau ist schwanger - und er weigert sich, die Maschinen abstellen zu lassen. Was bedeutet es, über Leben und Tod eines geliebten Menschen, der keine Stimme mehr hat, entscheiden zu müssen?

 

Meine Meinung

 

Das Ebook war seit 2015 ungelesen auf meinem Reader und ich habe lange hin und her geschwankt, ob ich es tatsächlich lesen soll, da ich seit der Geburt meines Sohnes letztes Jahr sehr schnell den Tränen nahe bin (als ob das nicht vorher schon gewesen wäre *g*).

 

Elle liegt im Koma. Ihr Mann Matt weiß als Arzt, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, sie zu retten. Sie ist Hirntod und wird nie wieder aus dem Koma erwachen. Er weiß, dass sie keine lebenserhaltenden Maßnahmen gewünscht hätte und ist bereit sie gehen zu lassen. Doch dann erfährt er, dass sie in der 8 Woche schwanger ist. Warum hatte sie ihm nichts davon gesagt? Was soll er nun tun? Was hätte sie sich gewünscht?

 

Seit Jahren versuchten sie ein Kind zu bekommen, doch Elle erlitt nur Fehlgeburten. Matt hatte sie angefleht um ihr Leben willen es nicht weiter zu versuchen. Doch Elle wollte unbedingt ein Kind. Koste es was es wolle.

 

So steht Matt vor einer schwierigen Entscheidung. Hätte Elle gewollt, dass er das ungeborene Kind rettet? Könnte es so lange bis zur Geburt in Elle heranwachsen? Kann er wirklich den Kampf vor Gericht überstehen? Er weiß, dass sie nach dem Tod ihrer Mutter, der lang und qualvoll war, niemals wollte, dass sie künstlich ernährt wird, sobald sie ins Koma gefallen wäre.

 

Wie man schon dem Inhalt des Buches entnehmen kann, ist es eine sehr emotionale Geschichte zu einem Thema, das wohl nie ganz geklärt sein wird. Wann wird aus einem Fötus ein Baby? Oder ist der Fötus an sich schon Leben? Wann soll man die Maschinen abstellen und wann nicht?

 

In dem Buch gibt es oft Rückblenden in das Leben von Matt und Elle. Als Nachbarn waren sie schon als Kinder zusammen aufgewachsen. Aus ihrer Freundschaft wurde irgendwann Liebe. Matt war immer für Elle da bis er einen schrecklichen Fehler beginn. Doch das Schicksal führte die beiden immer wieder zusammen.

 

Die Autorin hat es geschafft, dass ich mich sehr gut in Matt hineinfühlen konnte. Da ich selbst erst einen 13 Monate alten Sohn habe, verstehe ich gut die Problematik in dem ganzen Thema. Würde ich als die Mutter wollen, dass alles menschenmögliche getan wird, um das Baby zu retten, auch wenn ich selbst dabei sterbe oder ewig im Koma gehalten werde?

 

Ich kenne die Rechtslage in Deutschland nicht so gut, aber Matt muss in diesem Buch vor Gericht kämpfen. Selbst seine eigene Mutter stellt sich gegen ihn und in Amerika gilt in jedem Bundesland ein anderes Gesetz.

 

Gegen Ende habe ich oft die eine oder andere Träne unterdrücken müssen, weil mir die ganze Geschichte doch sehr nahe ging. Man fragt sich wirklich, was würde ich an Matts Stelle tun oder an der Stelle ihres Bruders usw.?

 


Mein Fazit

 

Ein wirklich emotionales und aufwühlendes Thema, dass die Autorin gut in eine Geschichte verpackt hat. Die Rückblenden in das frühere Leben von Matt und Elle haben sich sehr gut in das Buch integriert und man bekommt ein Gefühl, wer diese beiden Personen wirklich sind.

 

Ich bin froh, dass ich nicht an Matts Stelle bin und ich hoffe, dass ich nie in meinem Leben in die Situation komme, über ein Leben zu entscheiden.

 

Da das Buch an manchen Stellen jedoch ein bisschen zu langatmig geworden ist, muss ich dem Buch leider einen halben Stern abziehen. Aber trotzdem war es seit langer, langer Zeit endlich mal wieder ein Buch das mich mitreißen konnte und mich zum Nachenken gebracht hat.

 

Wer nah am Wasser gebaut ist, sollte Taschentücher bereit legen. Wer mit dem Thema Tod und lebenserhaltende Maßnahmen nicht so gut umgehen kann, sollte das Buch jedoch meiden. Es ist zwar an sich auch die Liebesgeschichte von Matt und Elle, aber es geht auch viel um die grundsätzlichen Fragen zu dem Tod und wer kann entscheiden, wie mein Leben endet?

 

 

Von mir gibt es für dieses Buch 4,5 von 5 Sternen.


Rezension von: AN

 

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