Solomonica de Winter - Die Geschichte von Blue

Autor/in: Solomonica de Winter
Verlag: Diogenes
Seitenanzahl:
288
ISBN:
978-3-257-24334-5
E-Book-ISBN: 978-3-257-60445-0
Internetseite des Verlags:
http://www.diogenes.ch/leser/titel/solomonica-de-winter/die-geschichte-von-blue-9783257243345.html

 

Aufmachung des Buches
Die Aufmachung des Buches „Die Geschichte von Blue“ ist im typischen Stil des Diogenes-Verlag. Der Großteil des Buchvorderdeckels ist weiß. Ein Bild zeigt einen Geldautomaten und dessen Tastatur. Außerdem sieht man verschiedene Personen. Zwei Männer sind beschäftigt auf etwas in ihren Händen zu schauen. Eine Frau mit schwarzen Balken vor ihrem Gesicht sitzt in einem Sessel. Vier Vögel fliegen durch das Bild. Und eine Zifferfolge ist zweimal zu entdecken. Für mich macht das Cover allerdings zum Buchinhalt keinen Sinn. Ich entdecke leider keine Parallele.

 

Inhalt
Die 13-jährige Blue hat es nicht leicht. Vor ein paar Jahren hat sie ihren Vater verloren und nun zieht sie mit ihrer drogenabhängigen Mutter wieder zurück in ihre Heimatstadt. Zum Glück hat sie ihr Lieblingsbuch „Der Zauberer von Oz“ immer bei sich, zum Leidwesen ihrer Mutter. Viele Mitmenschen halten sie deshalb auch für verrückt. Als sie erfährt wer für den Tod ihres Vaters mitverantwortlich ist, sinnt sie auf Rache. Dann lernt sie auch noch den Film zu ihrem Lieblingsbuch kennen und einen jungen Supermarktverkäufer. Wo soll ihr Leben noch hinführen? Und Achtung der Schein könnte trügen…

Meine Meinung
„Die Geschichte von Blue“ war vor ein paar Jahren in einem Goodie-Bag von lovelybooks auf der Frankfurter Buchmesse enthalten. Es hat nun lange gedauert bis ich mich endlich entschlossen habe das Buch zu lesen. Der Inhalt des Romanes und die Erzählweise ist etwas Besonderes. Man erlebt Blues Geschichte in Form einer Art Therapiestunde. Sie berichtet ihrem Therapeuten Erlebnisse als sie dreizehn Jahre alt war. Doch der Schein kann auch trügen…

 

Blue hat ihren Vater früh verloren und seitdem ging ihr Leben den Bach runter. Ihre Mutter ist drogensüchtig geworden und das Verhältnis zwischen den beiden ist schlecht. Als sie zurück in ihre alte Heimat ziehen, findet Blue einen Schuldigen für den Tod ihres Vaters. Sie entwickelt Mordpläne. Hier musste ich schon leicht schlucken, wie eine Dreizehnjährige solche Gedanken hegen kann.

 

Blue spricht seit der Tragödie mit ihrem Vater nichts mehr und verkriecht sich immer wieder mit ihrem Lieblingsbuch „Der Zauberer von Oz“ zum Lesen. Es scheint, dass sie ohne diese Lektüre gar nicht mehr leben kann. Deshalb wird sie auch schnell von ihrem Umfeld als verrückt abgestempelt.

 

In einem Supermarkt lernt sie einen jungen Verkäufer kennen und verliebt sich auch in ihn. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Art Freundschaft bzw. Beziehung, die unter keinem guten Stern steht. Es kommt zum großen Knall.

 

Das Buch ist in mehreren Teilen untergliedert und wird gegen Ende eine große Wendung machen mit der man vielleicht nicht rechnen wird. Ich spiele noch einmal auf meinen bereits mehrmals erwähnten Satz „Der Schein trügt“ an.

 

Die Autorin Solomonica de Winter war zu dem Zeitpunkt, als sie die Geschichte schrieb, 16 Jahre alt. Es ist bemerkenswert welche Ideen ein Teenager für die Geschichte eines Buches entwickeln kann.

 

Die Handlung hat etwas erschütterndes, aber ist trotzdem sehr interessant. Das Buch regt zum Nachdenken an.

 

Zu den Charakteren konnte ich zwar keine Bindung aufbauen, aber für mich war es eine neue Erfahrung solch ein Roman zu lesen.

 

Mein Fazit
„Die Geschichte von Blue“ ist eine interessante, aber auch ergreifende Geschichte über ein dreizehnjähriges Mädchen mit tiefen Wunden. Solomonica de Winter hat mit ihren 16 Jahren ein Buch mit einem schwierigen Thema geschrieben, was sehr bewundernswert ist. Von mir gibt es vier gute Lesesterne.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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