Graeme Simsion - Das Rosie-Projekt

Autor/in: Graeme Simsion
Verlag: Fischer
Seitenanzahl:
368
ISBN:
978-3-596-52083-1 (Hardcover), 978-3-596-19700-2 (Taschenbuch)           
E-Book-ISBN:
978-3-10-402682-4
Internetseite des Verlags:
http://www.fischerverlage.de/buch/das_rosie-projekt/9783596197002

 

Aufmachung des Buches
Auf dem hauptsächlich pinken Cover von „Das Rosie-Projekt“ sieht man einen schwarz gedruckten Radfahrer. Er trägt scheinbar einen vornehmen Anzug und hält einen Blumenstrauß beim Fahren fest. Das Bild wirkt etwas abstrus und genau das passt zum Rosie-Projekt.

 

Inhalt
Don Tillman ist Professor an einer Universität und hat sein eigens strukturiertes Leben. Eigentlich fehlt nur noch die Frau an seiner Seite. Dazu entwickelt er eine Liste mit Fragen, die Frauen beantworten sollen damit Don die unpassenden Kandidatinnen eliminieren kann. Eines Tages taucht in seinem Büro Rosie auf, die sein bester Freund Gene scheinbar als Frau zum Kennenlernen geschickt hat. Aber in Dons Augen ist Rosie sehr ungeeignet. Sie ist unpünktlich, Raucherin und auch noch Barkeeperin. Eigentlich könnte Don die Dame gleich wegschicken, aber Rosie braucht seine Hilfe um ihren leiblichen Vater zu finden. Don ist nämlich Experte im Thema Genetik. So beginnt für Don eine aufregende Zeit, die sein geordnetes Leben nach und nach auf den Kopf stellt. Zum Schluss bleibt die Frage, ob Rosie wirklich keine geeignete Frau für Don ist?!

Meine Meinung
„Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion lag nun schon etwas länger auf meinem SuB. Nun war es an der Zeit das Buch endlich mal zu lesen. Schließlich habe ich schon viele gute Meinungen darüber gehört.

 

Ich finde, man muss in die Handlung erst einmal richtig hineinfinden. An den Erzählstil musste ich mich zunächst gewöhnen. Man lernt Don mit seiner  eigenen Denkweise und Logik kennen. Damit hatte ich mich erst einmal anzufreunden. Don ist kein „normaler“ Charakter“. Er strukturiert seine Wochentage durch. Alles hat seinen Zeitplan und er hat auch einen Essensplan für jeden Tag der Woche. Eigentlich möchte er von diesen Plänen nicht abweichen. Trotz Startschwierigkeiten war es interessant Dons Persönlichkeit kennenzulernen.

 

Don ist hochgebildet und er kommuniziert auf sehr wissenschaftliche Weise. Bei ihm kommen schwer Gefühle herüber. Lange Zeit ist auch nicht sicher ob er überhaupt Emotionen empfinden kann. Seine Suche nach einer Frau geht er auch sehr wissenschaftlich an. Durch eine Liste möchte er für sich die passende Frau finden. Hier erkennt man, dass es erst einmal nicht um Gefühle wie Liebe geht. Doch Don ist einfach anders gestrickt. Durch Rosie erkennt er aber endlich auch, dass nicht alles strukturiert sein muss und erlebt durch sie auch einige glückliche Momente. Dies war sehr schön mitzuerleben. Kann Rosie vielleicht doch die richtige Frau an seiner Seite sein, obwohl sie seiner Perfekten-Frau-Liste sogar nicht entspricht?

 

Rosie und Don lernen sich kennen, weil Rosie ihren leiblichen Vater sucht. Don kennt sich im Thema Genetik sehr gut aus und führt nun an der Uni heimlich Rosies Vater-Projekt durch. Schon weicht er von seinen ursprünglichen Überzeugungen ab und macht auch mal unrechte Dinge. Es ist schon niedlich wie Don sich in sein neues Projekt für Rosie vertieft. Er wächst über sich hinaus.
Amüsant ist es dabei, wie Don und Rosie bei ihrem Vaterprojekt vorgehen. Es wird schwer für die beiden geeignetes Genmaterial zu besorgen. So müssen die beiden auch schnell mal  improvisieren. Aber Don ist schlau und findet immer wieder Lösungen.

 

Für mich war es schwierig die Gefühle von Rosie und Don richtig nachzuvollziehen. Vielleicht hat es mit Dons Charakter zu tun, aber mir hat es auch von Rosies Seite aus gesehen an Emotionen gefehlt. Möglich, dass dies beabsichtigt ist, weil Don Schwierigkeiten mit Empfindungen hat. Doch mir kam die Liebesgeschichte leider nicht so richtig herüber.

 

Dons bester Freund heißt Gene. Dieser Name war für mich Programm. Der Roman thematisiert ja in einem großen Teil „Genetik“. Hier finde ich es sehr passend Don einen Freund namens Gene zur Seite zu stellen. Gene ist auch eine Person über die man sich wundern kann. Er ist verheiratet, geht aber für ein eigenes Projekt fremd. Angeblich hat er mit seiner Frau Claudia eine offene Ehe. Doch am Verhalten von Claudia erkennt man, dass sie darüber nicht glücklich ist. Sie ist neben Gene auch Dons beste Freundin. Dons Freundeskreis beschränkt sich hauptsächlich auf diese beiden.

 

Ich habe beim „Rosie-Projekt“ zwar etwas mehr erwartet, aber alles in allem ist es eine interessante Geschichte, die man nicht alle Tage in dieser Form zu lesen bekommt. Leider hat mich der Roman nicht so stark mitgerissen, dass ich das Gefühl hatte das Buch nicht zur Seite legen zu können. Möglicherweise lese ich auch bei Gelegenheit einmal den zweiten Teil „Der Rosie-Effekt“.

 

Mein Fazit
Eine interessante Liebesgeschichte aus der Sicht eines hochintelligenten Mannes, der Schwierigkeiten mit Gefühlen hat. Ich gebe dem Buch vier Sterne, weil es trotz meiner Kritikpunkte mal eine neue Geschichte für mich war, die ich in dieser Form noch nicht gelesen habe.

 

Somit gibt es 4 von 5 Sternen von mir.

 

 

Rezension von: KR 

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