Jennifer Bentz - Frühstück mit Sophie

 

Autor/in: Jennifer Bentz
Verlag: Ullstein
Seitenanzahl:
304
ISBN:
978-3-548-28752-2
Ebook-ISBN: 978-3-843-71203-3
Internetseite des Verlags:
http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/fruehstueck-mit-sophie-9783548287522.html

 

Aufmachung des Buches
Das Cover zeigt verschiedene Motive rund um den Titel „Frühstück mit Sophie“. Man sieht eine türkise, weilbliche Schattengestalt mit einer Blume im Haar. Sie ist gerade dabei eine Pflanze (wahrscheinlich die Zutat für den grünen Smoothie ;-)) zu gießen. Außerdem sieht man eine grüne, männliche Schattengestalt mit gelber Fliege. Der Mann sieht wie ein Kellner aus. Bei den beiden Personen handelt es sich vermutlich um Sophie und Paul. Der Schatten einer Katze ziert den Buchtitel und eine Lampe ist auch zu erkennen. Außerdem sieht man die Umrisse von einer Häuserzeile. Die Gestaltung der Buchvorderseite gefällt mir sehr gut. Schon die gewählten, bunten Farben zeigen, dass es sich um eine lockere und auch lustige Lektüre handeln wird.

 

Inhalt
Die Endzwanzigerin Louisa hat alles, was sie für ihr perfekt geplantes Leben benötigt: Sie ist in einer langweiligen, aber stabilen Beziehung mit Steffen, sie lebt ein strukturiertes Leben mit sicheren Job und hat sich mit vielen Versicherungen abgesichert. Besser ausgedrückt: Louisa kann man als Spießerin bezeichnen. Dass ihr Leben ausgerechnet am Valentinstag durch Steffen einen Riss erhält, hätte sie wohl nicht erwartet. Er macht ihr keinen Heiratsantrag, sondern beichtet einen Seitensprung mit Folgen…
Plötzlich findet sich Louisa mitten im Chaos und zieht kurzerhand in die ungewöhnliche WG des Rentnerpaares Sophie und Paul. Dort lernt sie ein Leben kennen, das sich von ihrem dermaßen unterscheidet und Louisa vielleicht auch aus ihrer Verklemmtheit helfen kann. Sie begegnet neuen Leuten, schließt Freundschaften, entwickelt vielleicht sogar Gefühle für ihren Nachbarn Ben und probiert sogar den grünen Smoothie. Wird Louisa möglicherweise ihre 10 aufgestellten Lebensregeln letztendlich brechen? Vielleicht muss ja doch nicht alles so strikt planen, wie sie es denkt…

 

Meine Meinung
Im November war ich bei einer Lesung von mehreren Autoren in Mainz. Dabei hat Jennifer Bentz auch „Frühstück mit Sophie“ vorgestellt. Ich musste mir den Roman gleich merken, denn zu dem Zeitpunkt gab es das Buch noch nicht zu kaufen. Als ich schließlich die Leserunde bei lovelybooks entdeckte, musste ich mein Glück versuchen. Und ich gehörte schließlich zu den Zusatzgewinnern für die Leserunde. Ich habe mich sehr darüber gefreut, denn der in der Lesung vorgetragene Prolog hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht.

 

Für mich war neben der Handlung selbst auch die Region des Buches interessant. Die Geschichte spielt in Mainz, also in meiner Heimat. Mir hat es gefallen, dass verschiedene Bereiche in Mainz genannt werden. So konnte ich mir die Gegend noch besser vorstellen. Ich kenne den Hauptbahnhof, Winterhafen, Hauptfriedhof, Gartenfeldplatz und die Saarstraße. Es war schon toll für mich mal etwas über Mainz in einem deutschen Liebesroman zu lesen. Meist kommen ja eher große Städte wie Berlin, Hamburg oder München in vielen deutschen Romanen vor. Deshalb ist auch das u.a. ein Highlight für mich beim Lesen gewesen.

 

Nun aber auch mal zur Geschichte. Louisa ist eine Spießerin wie es im Buche steht. Sie plant ihr Leben völlig durch und ist lieber mit ebenfalls einem Spießer liiert für den sie eigentlich kaum Gefühle hat, aber bei dem sie sich sicher sein kann, dass die Beziehung hält. Tja, wenn ihr Spießer-Freund Steffen das auch so sehen würde, müsste sie nicht zu dem Rentnerpaar Sophie und Paul nach Mainz in die WG ziehen und könnte weiter an ihrem perfekt durchgeplanten Leben arbeiten. Doch Steffen hatte ein Seitensprung mit einer Kollegin. Und das hat wohl Folgen…
Über Louisa kann man zu Beginn des Buches eigentlich (ja, ich benutze auch das Wort „eigentlich“, Dr. Martin. Wer das Buch liest, wird den Witz verstehen) nur den Kopf schütteln. Ihr perfekt geplantes Leben scheint gleichzeitig auch kein Spaß zu bringen bzw. man kann es als langweilig bezeichnen. Für sie muss es ein Kulturschock sein als sie zu Sophie und Paul in eine WG zieht. Die beiden sind das genaue Gegenteil von ihr. Man kann sie auch als zu locker in gewisser Hinsicht bezeichnen. Doch später wird man feststellen, dass Louisa auf der einen Seite und Sophie und Paul auf der anderen sich gut ergänzen können. Louisa kann viel von dem Rentnerpaar lernen, aber umgekehrt können die beiden auch von Louisa Ratschläge erhalten. Diese ungewöhnliche WG hat mir gut gefallen.

 

Lea und Tine wohnen auch in dem Mietshaus, wo Louisa Unterschlupf findet. Sie freunden sich an. Mir gefällt es, wie Louisa in den beiden gute Freundinnen findet, die ihr vielleicht auch gegen ihre Spießigkeit etwas helfen können. Lea ist eine coole Frau, die zwar verrückte Dinge macht, aber mit der man auch wohl durch dick und dünn gehen kann. Lea und Tine geraten schnell in Streitigkeiten, doch man merkt ihre gute Freundschaft kann nicht durch Dispute getrübt werden..

 

Dass Louisa für ihren Nachbarn Ben Gefühle entwickeln könnte, sieht im ersten Augenblick nicht danach aus. Er scheint ja kriminell zu sein und das passt in Louisas strukturiertes Leben ja mal so gar nicht. Aber wer weiß, was der Konsum eines grünen (nicht so ganz legalen) Smoothie alles bewirken kann…

 

Sophie und Paul sind zwei lockere Senioren, die von ihrer Art sehr jung wirken. Sophie möchte in ihrem höheren Alter eine Schauspielschule besuchen und sie hat Talent! Paul ist Künstler und möchte sich auch nochmal durch ein Studium weiterentwickeln. Die beiden sind zwar irgendwie schräg, aber herzliche Charaktere. Bei einem Frühstück mit Sophie wird Louisa mal knallhart die Wahrheit gesagt. Aber Sophie bringt das richtig süß herüber…

 

Für mich war es auch toll, mal einen ganz anderen Charakter als Hauptfigur kennenzulernen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon einmal über eine spießige Person als Protagonistin gelesen habe. Wie schön ist es, den Wandel von Louisa miterleben zu dürfen.

 

Der Schreibstil der Autorin Jennifer Bentz gefällt mir sehr gut. Die Geschichte lässt sich flüssig und schnell lesen. Viele Wortspiele und Andeutungen brachten mich zum Schmunzeln.
Auch die Idee die Kapitel nach den 10 Lebensregeln von Louisa zu unterteilen finde ich gut gelöst.

 

Das Buch „Frühstück mit Sophie“ ist der Nachfolgeroman von „Wenn alle Stricke reißen“. Ich selbst habe das erste Buch nicht gelesen, weiß aber durch die Leserunde, dass u.a. Lea dort eine Rolle spielt. Für mich war es kein Problem das Vorwissen aus dem ersten Roman nicht zu haben. Ich kam gut in die Geschichte hinein und finde man kann „Frühstück mit Sophie“ auch ohne Vorkenntnisse lesen.

 

Mein Fazit
„Frühstück mit Sophie“ war für mich ein Lesevergnügen. Ich gebe dem Buch 5 volle Sterne. Es hat mir sehr gut gefallen.

 

Vielen Dank, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte. Ich finde es richtig toll, wie Jennifer Bentz sich aktiv an der Runde beteiligt und auf uns Leser eingeht.

 

Somit gibt es 5 von 5 Sternen von mir.

 

Rezension von: KR

 

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