Julia Benkert - Das Flüstern des Himmels

Autor/in: Julia Benkert
Verlag: Knaur Hardcover
Seitenanzahl:
336
ISBN:
978-3-426-65357-9
Internetseite des Verlags:
http://www.droemer-knaur.de/buch/8047381/das-fluestern-des-himmels


Aufmachung des Buches
Das Cover gefällt mir sehr gut. In warmen Orange-, Rot- und Braunton mit schönen Verzierungen und Andeutung einer nepalesischen Stadt ist die Buchgestaltung für mich ein Hingucker. Es wirkt schlicht, aber auch wie ein kleiner Schatz.

Inhalt
Das Buch „Das Flüstern des Himmels“ von Julia Benkert handelt von der nepalesischen Nonne Ani Dayan, die im jungen Alter durch ein grausames Erlebnis ihr Weg ins Kloster findet. Bei einem Angriff der Maobadis in ihrem Dorf werden ihre Eltern und ihr Bruder ermordet. Nur von ihrer Zwillingsschwester fehlt jede Spur. Auf sich allein gestellt und stumm, findet Daya als Ani Dayan im Kloster Kazan einen Platz. Eines Tages findet sie durch ein Gesang ihre Stimme wieder und wird vom Meister persönlich ausgebildet. Doch nie hat Daya den Mord an ihre Familie und ihre verschwundene Schwester vergessen und so möchte sie in anderen Ländern der Welt durch ihre wundervolle Stimme als Sängerin auf die Missstände in Nepal aufmerksam machen. Wird sie ihre Mission erfüllen können? Eine ergreifende Geschichte nimmt ihren Lauf.

Meine Meinung
Ich finde, Julia Benkert hat hier eine wundervolle und ergreifende Geschichte erzählt. Durch „Das Flüstern des Himmels“ wurde mir erst die Lage in Nepal richtig bewusst. Vorher habe ich mir keine großen Gedanken gemacht, was in dem Land für Zustände herrschen, das muss ich leider zugeben. Doch durch das Buch lernt man Nepal, den Buddhismus und die dort existierende Politik nun besser durch die Protagonistin Daya alias Ani Dayan kennen. Hierzu möchte ich erwähnen, dass Julia Benkert eigentlich eine Dokumentation über Nepal machen wollte und sich letztendlich für eine fiktive Geschichte entschieden hat um die Zustände dort besser herüberbringen zu können. Das hat sie meiner Meinung nach sehr gut gemacht.

Schon allein der Schreibstil ist toll. Ich fühlte mich gleich in der Handlung gut aufgehoben und konnte mir in meiner Fantasie die nepalesische Gegend sehr gut vorstellen.

Man lernt Dayas Lebenslauf kennen, wie sie von ihrem Dorf zum Kloster kam und zu einer bekannten, singenden Nonne wurde. Ihr schicksalhaftes Leben ist ergreifend. Sie verliert durch die Maobadi ihre Familie und ihre geliebte Zwillingsschwester ist spurlos verschwunden. Durch ihren Gesang möchte Daya auf die Missstände in Nepal aufmerksam machen und trifft dabei auf ihre „Jugendliebe“ Frederik wieder. Eine kleine Liebesgeschichte findet man in diesem Roman somit auch. Doch eigentlich darf sich Ani Dayan als Nonne ja auf keine Liebschaften einlassen…

Ich finde es toll, wie Daya ihr Leben entwickelt. In Kathmandu eröffnet sie eine eigene kleine Nonnenschule und kümmert sich um ihre Schützlinge. Dabei muss sie aber auch wieder Schwierigkeiten überwinden, denn das Wasser in der Stadt ist knapp und die Maobadi umkreisen immer mehr die Gegend bis es zum Äußeren kommt. Daya entwickelt eine mutige Idee um die Maobadis zu besänftigen…

Das Buch kann einen zu Tränen rühren und hat mich auf jeden Fall aufmerksam auf Nepal und die dort herrschenden Missstände gemacht.

Was mir auch gefällt, ist die Landkarte vorne im Buch. So kann man auch erkennen, welche Länder an Nepal angrenzen und wo beispielsweise Kathmandu liegt.

Meiner Meinung nach ist es auch eine gute Idee, dass bei den jeweiligen Kapiteln erwähnt wird, wo sich der nächste Abschnitt abspielt bzw. auch welche Zeitspanne inzwischen vergangen ist.

Ein kleines Highlight war auch eine Lesung in einer Buchhandlung in Mainz, die Julia Benkert gehalten hat. Sie hat Passagen ihres Buches wunderbar wiedergegeben. Mehr zu der Lesung kann man in einem Beitrag auf unserem Blog lesen.

Mein Fazit
Ein sehr guter Debutroman von Julia Benkert. Gerne mehr von ihr, also eine klare Leseempfehlung ;). Fünf Sterne von mir.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars :).

Somit gibt es 5 von 5 Sternen von mir.

Rezension von: KR


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